Willkommen im Club Tropicana, Tarte!

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Backen
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Hallo hallo, ich melde mich mal kurz aus der Versenkung zurück und stelle fest, dass schon fast ein ganzer Monat seit meinem letzten Post vergangen ist. Ich staune nicht schlecht wie schnell die Zeit vergeht… Wahnsinn! Natürlich komme ich aber nicht mit leeren Händen, is´ ja klar.

Zu dieser Gelegenheit habe ich euch etwas Feines mitgebracht, eine erfrischende tropische Tarte, die letzten Freitag mit zum Tropenschmaus-Dinner durfte. Der Holger aka Zeilentiger liest Kesselleben hatte nämlich dazu eingeladen und es war wie immer ein absolut grandioser Abend mit vielen netten Menschen und tollen Gesprächen.

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Er hat uns getreu dem Motto des Abends “Some like it hot” mit allerlei vegetarisch-veganen Leckereien aus Äquator-Ländern bekocht, dazu wurden verdammt leckere vegane Mango Lassis und Himbeer Limes – vom Kampfsportlehrer höchstpersönlich gemixt – gereicht. Desserttechnisch habe ich mich passenderweise an typisch kolumbianische Früchte gehalten und so war es ein toller bunter Stuttgarter Sommernachtsabend.

So etwas sollte man wirklich öfter mit Freunden machen!

Zutaten für eine eckige Tarteform:

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal

1 Eiweiß

1 Becher Schmand

250g Quark aka Topfen, Rahmstufe (je mehr Fett desto besser!)

4 EL selbstgemachter Vanillezucker

1/2 TL gemahlene Vanille

1 Mango

abgeriebene Schale einer Limette und einen Spritzer Saft

einige Physalis

Funktioniert so:

1. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Tarteform mit Backpapier auslegen.

2. Den Blätterteig aus dem Kühlschrank holen und Tarteform-gerecht zuschneiden – es bleibt noch fast die Hälfte des Teiges übrig, daraus habe ich Blätterteigstangen gemacht. Den Blätterteig mit Eiweiß bestreichen und einen Esslöffel des Vanillezuckers darauf verteilen. Den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen und auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten vorbacken.

3. Währenddessen Schmand und Quark miteinander verrühren und weitere 3 EL Vanillezucker sowie die Schale und Spritzer Saft einer Limette dazugeben. Die Quarkmasse in den Kühlschrank stellen.

4. Die Mango schälen und in kleine Würfel schneiden, anschließend ebenfalls in den Kühlschrank stellen.

5. Den Blätterteig aus dem Ofen nehmen, wenn er schön goldbraun ist. Er wird etwas aufgegangen sein, aber das legt sich beim Auskühlen wieder und das sollte er nun auch tun.

6. Ist der Teig erkaltet, gebt ihr die Quarkmasse darauf und verteilt die Mangowürfel. Anschließend die gemahlene Vanille über die Mango geben und mit Physalis dekorieren, et voila! Fertig ist eine schnelle, erfrischende, tropische Tarte für heiße Tage.

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Lasst euch nicht von den sechs Arbeitsschritten abschrecken, die Tarte ist in nicht sehr viel mehr als einer halben Stunde fix und fertig auf dem Tisch und wirklich kinderleicht zu machen. Gerade wenn es so warm ist wie am vergangenen Wochenende habe ich in meiner Dachgeschossbude absolut keine Lust den Ofen ewig laufen zu lassen und in der Küche zu stehen. Diese Tarte ist dafür die perfekte Lösung und lässt sich mit jeglichem Lieblingsobst ganz einfach abwandeln.

Die Tarte kommt mir gerne wieder auf die Kaffeetafel und ist laut den Tropenschmaus-Probanden auch ein gern gesehener Gast neben Piri-Piri, Dongo-Dongo, Kochbananen und Co. gewesen. Das freute mein Bäckerinnenherz natürlich ausgesprochen. Es gibt nichts Schöneres als in zufriedene Kuchen-ess-Gesichter zu blicken, nicht wahr?

Habt noch eine tolle Woche!

Eure Sonja

Küchen-Soundtrack zur Tarte-Fabrikation: Kali Mutsa – Canción de Amor Colla

P.S. Ich LIEBE meine neue Tarteform von Fox Run!

Das Montagsglück: where is my mind? Where is my time?

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Montagsglück

Ihr Lieben, heute geht es um ein Thema, das mir am Herzen liegt mit euch zu teilen. Welches das ist? Nun ja, es fehlt Zeit. Zurzeit an allen Ecken und Kanten. Wo Zeit fehlt, tut sich auch die Muse nicht leicht. Meine Kreativität kann sich nicht entfalten wie sie gerne würde und fühlt sich eingeengt zwischen all dem, was sonst noch erledigt und gemacht werden will. Ich bin nicht wirklich da. So voll und ganz jedenfalls nicht.

Neue Geschehnisse oder Dinge haben es sich im Alltag breit gemacht, manche davon waren geplant und nehmen mehr Zeit ein als gedacht. Andere wiederum nicht, sind aber eben trotzdem da und können nicht weggeschoben werden. Dies ist und soll keineswegs eine Rechtfertigung sein, das ist ganz wichtig. Ihr als meine LeserInnen seid mir allerdings auch ganz wichtig und eben drum ist es mir ein Anliegen euch zu sagen, dass ich die nächsten Wochen blogmäßig kürzer treten werde und vor allem auch muss.

Im Herbst steht eine Prüfung an, da ist der Kopf aktuell eher bei Quellenkritiken zu Armenbriefen aus dem 19. Jahrhundert in England. Er ist bei Begriffen wie Alteuropa, Erinnerungskultur und verschiedenen Epochen unserer Zeitrechnung. Wahnsinnig spannende Themen übrigens!

Der Geist hat keinen Kopf für den Aufbau eines Fotosets zu Johannisbeer Küchlein mit Vanille, zu denen dann ganze 73 Fotos aus allen Perspektiven und mit liebevoll drapierten Beeren, die wie ungewollt hingeworfen aussehen, geschossen werden. Ich versuche mich bei den Posts so kurz, aber doch so ungekürzt wie nötig zu halten. So persönlich wie immer, mit einer kleinen Story drum herum. Einen Beitrag schreiben, das dauert bei mir meist viiiiieeeel länger als vorher angedacht. Manchmal Stunden und die fehlen aktuell. Ich beschäftige mich täglich mit meinem Blog. Das mache ich wahnsinnig gerne. Ja, er ist mein Herzstück und das soll er auch bleiben.

Wie in der Sidebar schon steht: do it with Passion or not at all. Das soll immer so bleiben! Immer immer immer immer. Es wird sich die nächsten Wochen hier auf jeden Fall etwas tun, ein paar Beiträge sind auch in der Warteschlange, aber ich kann vorher nicht ankündigen – ja, ich weiß es nicht einmal selbst - wann ich sie raus jage.

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Das wird vermutlich etwas unregelmäßiger passieren als sonst und Rezepte werden in jedem Fall auch dabei sein. Was das sein wird, weiß ich dann wohl immer erst kurz vorher. Ich bin zurzeit so spontan und unentschlossen was Backpläne angeht. Und nun geh ich erst mal den da hier vom Foto und etwas zu essen (oder doch Cookies?) machen.

Es war mir wichtig euch das kurz zu sagen, denn ihr seid mir wichtig und ich hoffe ihr bleibt dieser Seite weiterhin treu. Wir lesen uns bald wieder, oder?

Zwischen all der Quellenkritik und alten Briefen braucht Frau ja auch mal ein Päuschen und Nervennahrung, selbstverständlich in Kuchenform.  Ihr versteht.

Süße Grüße

Eure Sonja

P.S. Auf Instagram bin ich selbstverständlich weiterhin da und poste beinahe täglich schöne Dinge, die mir vor die Linse hüpfen oder auf den Teller springen. Hier geht´s zu meinem Profil: www.instagram.com/thewhitestcakealive

Das Montagsglück: in Bildern.

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Montagsglück

Hallo ihr Lieben, heute habe ich Blumen für euch! Blumen von Zuhause und Blumen von meinem Balkon, also dem Ort, an dem ich bei solchem Wetter am liebsten entspanne. Mittlerweile habe ich so viele Pflanzen auf dem Balkon, dass ich mich dort richtig wohl fühle. Ich mag es sowohl drinnen als auch draußen bunt und ich mag es, wenn es blüht. Am liebsten in vielen vielen Farben.

Wir starten die Woche also mit Blüten in allen Formen. Liebt ihr sie auch so sehr? Samstags auf dem Markt am Schillerplatz kaufe ich mir am liebsten zwei kleine Sträuße bei meinem Lieblingsblumenhändler, einer muss aber mindestens immer auf dem Tisch stehen. Ich liebe das und es macht mich glücklich.

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Was ihr hier seht, ist nicht alles, was so auf dem Balkon und drinnen sprießt. Die frisch gesähten Radieschen und die essbaren Blüten sind nur noch nicht wirklich vorzeigbar.

Die Erdbeere hat dieses Jahr irgendwie ihren ganz eigenen Kopf und von der Minze wird gleich noch etwas zur Erfrischung in die Wasserkaraffe wandern. Montage sind gut!

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Ihr wisst ja, dass ich mich alle Tage wieder auch auf euer Montagsglück freue. Also nicht lange zögern, her damit! Seid ihr auch solche Blumenkinder? Wie macht ihr euch diesen Tag schön?

Habt ihr heute schon beim Montagsglück auf Instagram mitgemacht? Einfach euren Beitrag mit dem Hashtag #Montagsglück posten und mich verlinken, damit ich das Ganze auch mitbekomme und kommentieren kann.

Nun wünsche ich euch noch einen übergrandiosen Tag und eine mindestens genauso feine Juniwoche, habt es gut!

Eure Sonja

Fructosearme Pasteis de Nata mit Mango-Vanille Topping, yeah!

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Backen / Fructosedingens

Das letzte lange Wochenende habe ich hier eine regelrechte fructosearme Back- und Dessert-Arie mit diversen Küchentanz- und-Rührbesen-schwing-Aktionen gestartet. Es ist herrlich, wenn man ein paar Tage frei hat, sich auf dem Balkon entspannen kann und einfach mal Zeit hat. Viel Zeit für Inspiration, neue und alte Ideen, die man schon lange mal umsetzen wollte. Oder einfach nur um mal wieder genüsslich ein Buch zu lesen. Bei Frusano hatte ich mir zu dieser Gelegenheit gleich sechs Packen aka 1,5 Kilogramm Getreidezucker bestellt für die ich ein halbes Vermögen liegen gelassen habe. Ist eben doch kein so günstiger Spaß das Ganze.

Ich hatte wieder einmal große Lust verträglich zu backen und ein paar Dinge abzuhaken, die ich schon lange gerne austesten und backen wollte. Die letzte Zeit habe ich viel zu oft gesündigt und das hinterher auch deutlich zu spüren bekommen. Deshalb gibt es für euch und für mich heute ein paar bekannte, aber abgewandelte portugiesische – nachdem Portugal gestern verloren hat, darf man das ja hoffentlich? -  Häppchen: Pasteis de Nata. Fructosearm (wenn ohne Topping) und mit selbstgemachter Kokosmilch, weil ich darauf momentan seeehr abfahre.

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Die Kokosmilch habe ich nach Anleitung von Urgeschmack gemacht. Dass es tatsächlich so einfach ist diese pflanzliche Milch mal eben so schnell und einfach selbst zu machen, das hätte ich nicht gedacht, ist aber oft so wie ich schon festgestellt habe. Ab sofort wird es sie also öfter geben, nicht nur zum Backen sondern auch als erfrischenden Drink bei warmen Temperaturen.

Meine Pasteis sind mit Getreidezucker gesüßt, ihr könnt aber genauso gut auch Traubenzucker nehmen oder – falls ihr keine Unverträglichkeit habt – ganz normalen Haushaltszucker. Die Mango-Vanille Salsa ist natürlich nicht unbedingt notwendig, macht die Pasteis für mich aber leckerer und interessanter – ich kann trotz allem einfach nicht ohne Obst! -, zudem könnt ihr sie auch eurem Besuch vorsetzen, wenn sich spontan welcher anmeldet, denn die Pasteis sind ruckzuck fertig.

Wetten, die merken nicht, dass diese Küchlein ganz ohne normalen Zucker gemacht wurden?

Zutaten für 12 Pasteis de Nata:

5 Eier

80ml Kokosmilch

80 ml Sahne

2 Msp. gemahlene Vanille

1 Pck. Blätterteig (Kühlregal)

50g Getreidezucker (Frusano)

Prise Meersalzflocken

Wer mag:

1 Mango

etwas gemahlene Vanille

Funktioniert so:

1. Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und das Muffinblech gut buttern. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

2. Den Blätterteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz noch etwas ausrollen. Mit einer Tasse/einem Glas mit ca. 10cm Durchmesser zwölf Kreise ausstechen und diese in die Mulden den Muffinblechs geben, hier kommt später die Eiermasse hinein.

3. Die Eier trennen und Eigelb, Zucker, Milch, Sahne, Vanille und die Prise Salz zusammen in einer Schüssel einige Minuten schaumig schlagen. Die Masse anschließend auf die Förmchen verteilen du das Ganze für 15-20 Minuten auf die mittlere Schiene des Backofens geben. Die Pasteis sollten leicht goldbraun werden.

4. Etwa 10 Minuten im abgeschalteten Ofen und anschließend draußen auskühlen lassen. Wer mag, kann jetzt noch die Mango-Salsa machen und dafür das Fruchtfleisch der Mango lösen und in kleine Würfel schneiden, zusammen mit etwas gemahlener Vanille in einer kleinen Schüssel vermengen und auf die ausgekühlten Pasteis de Nata geben.

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Fertig ist ein fructosearmer, aber dank ein wenig Mango – falls ihr sie vertragt, ich bilde mir immer wieder ein, dass ich es tue, aber wahrscheinlich ist eher das Gegenteil der Fall - dennoch fruchtiger und erfrischender, vor allem aber sehr schnell und einfach gemachter Nachmittags-Kaffeesnack für Intolerante und solche, die es nicht freiwillig werden wollen.

Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass auch wir leckere Sachen machen und essen können, auf die getrost auch andere mal neidisch sein können und nicht mehr umgekehrt so wie das sonst gerne ist. Jawohl, das geht nämlich auch!

Und nun wünsche ich euch noch eine gute Nacht und morgen einen  grandios fruchtigen Sonnentag!

Eure Sonja