Kulinarische Post aus der Weinregion Franken: eine kleine Vorstellung

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Dies und das

 Ihr werdet euch nun sicher fragen, was die Stadt und Region Schweinfurt mit meinem Blog zu tun hat? Wieso ich das hier schreibe? Und wozu das Ganze überhaupt? Wieso, weshalb, warum?

 Nun ja, als mich vor einigen Wochen der Heiko aka Olschi fragte, ob ich denn nicht Lust hätte ein paar fränkische Schmankerl – da kommt der Gute nämlich her – zu kosten, da konnte ich als mehr als neugieriger Foodie mit Leib und Seele schwerlich nein sagen. Ich erhielt also bald darauf kostenfrei ein Probierpaket von Schweinfurt 360° – Tourismus rund um Stadt und Land mit allerhand feinen Produkten aus der fränkischen Region.

 Zu der Zeit habe ich selbst noch nicht geahnt, dass ich bald für einige Tage Urlaub nehmen und dorthin fahren würde. Den Grund meines Besuches werde ich euch sehr bald genauer erläutern, er hat in jedem Fall auch ganz viel mit Genuss zu tun und ich freue mich schon wahnsinnig darauf!

 Diese Gelegenheit werde ich, wenn ich schon einmal in der Ecke bin, selbstverständlich auch dazu nutzen mir die Stadt Schweinfurt und auch die Wein- und Genussregion Franken etwas genauer anzusehen um die es heute hier geht, eben zu schauen woher so manches Produkt aus diesem Päckchen kommt.

 Ich freue mich schon darauf mit dem Auto auf kurvigen Landstraßen vorbei an all den Weinbergen zu fahren und hinter jeder Ecke hübsche kleine Dörfer zu entdecken. Das macht man einfach viel zu selten, sich treiben lassen und in kleinen Ortschaften anhalten, sich so die ein oder andere Leckerei von dort kaufen und mit den Einheimischen, die eben diese herstellen in Kontakt kommen. Für mich ist es wichtig und auch nicht ganz uninteressant zu wissen woher etwas kommt, das in meiner Küche landet und wie das hergestellt wird.

Zum Verkosten erhalten habe ich folgende regional fränkische Lebensmittel:

Fünf Weine sowie ein Weinglas der jungen Winzer von Wein von 3, darunter

Petrini – Deutscher Perlwein

Wolf Jr. – Franken Cuvée feinherb

Melusine – Franken Rotling halbtrocken

Silvaner – Franken trocken

Baron – Franken trocken im Barrique ausgebaut

Franken Früchtchen der Outbeck-Conditorei – handgemachte Pralinés mit edlen fränkischen Bränden in den Sorten Zwetschge-Tradition, Mirabelle-Tradition und Williams-Tradition

Deutscher Rapshonig des Imkers Josef Stelzer

Grüner und weißer Spargel im Glas von Andreas Knaup

Birnenbrand Williams der Edeloberbrennerei Jürgen Rebhann

Schweinfurter Stadt-Kaffee der kleinen Kaffee-Rösterei

Hochwertiges Sonnenblumenöl – High Oleic von Frankensonne

 Puh, als das Paket ankam staunte ich nicht schlecht, denn es war so schwer, dass ich es nicht selbst hochtragen konnte. Warum, das hat sich mir beim Auspacken offenbart: Honig, Öl, Spargel, fünf Weinflaschen. Das Ganze wog eine Menge. Es war ein bunt gemischtes Paket mit allerlei unterschiedlichen Leckereien auf deren Verkostung ich mich freuen durfte:

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 Ich komme hier nicht umhin zu sagen, dass ich mich ganz ganz besonders auf die Weine der drei Winzer von Wein von 3 gefreut habe, denn ich mag Weißwein sehr gerne und weiß ein gutes Gläschen an so manchem Abend mit Freunden sehr zu schätzen und das nicht nur deshalb, weil ich den Weinkenner schlechthin in der Familie habe. Sein Einfluss ist hier allerdings deutlich spürbar, danke Bruderherz! Ich schnappte mir also meine Mädels, einige Erdbeeren und Minzblätter und so kosteten wir an verschiedenen Abenden und zu unterschiedlichen Gelegenheiten die Weine – selbstverständlich kamen die Früchte nur in den Schaumwein – unter denen auch ein Rosé ist.

 In der Zwischenzeit habe ich diesen Vorrat bereits selbst mit einer Bestellung wieder aufgestockt und was das heißt dürfte euch klar sein. Ich finde die Weine wirklich gut! Ich bin vielleicht (noch) keine (Wein)Expertin par excellence, aber nach der einen oder anderen Weinprobe und einem Bruder, der so ziemlich alles über Wein weiß, was man nur wissen kann, denke ich, dass ich ganz gut unterwegs bin und vor allem auch weiß, was mir schmeckt. Klare Empfehlung von mir an dieser Stelle, wenn ihr Weißwein mögt und ich freue mich schon sehr, auf meinem Weg nach Schweinfurt einen Stopp im Barockschloss Zeilitzheim einzulegen und auch eine Nacht dort im Schlosshotel zu verbringen.

Kann es ein Zufall sein, dass einen Tag später im Rahmen des Tages des offenen Denkmals Führungen im Schloss stattfinden und es auch eine Weinverkostung bei Wein von 3 gibt? Glück muss Frau schon auch mal haben. Ich werde in jedem Fall berichten wie es dort war und vielleicht kann ich euch dann auch einen weiteren Tipp oder eine Empfehlung geben. Ich bin gespannt.

 Franken ist natürlich nicht nur, aber eben auch eine große Genussregion für die nicht nur die oben genannten Spezialitäten aus dem Paket stehen. Für diese Region als solche interessiere ich mich als Foodie natürlich ganz besonders, aber nicht nur, denn als eventuell eines Tages Historikerin (oh, das liegt noch in weiter Ferne), gibt es selbstverständlich mindestens genauso viel historisch Interessantes zu entdecken! Angefangen bei der Altstadt, dem Schrotturm oder dem Renaissance-Rathaus bis hin zu all den Museen, die ich mir in der kurzen Zeit meines Aufenthaltes leider nicht mal ansatzweise werde ansehen können. Dafür freue ich mich schon sehr die regionale Küche direkt vor Ort probieren zu können. Was mich dort wohl erwartet?

 Das älteste bis heute erhaltene Schriftzeugnis besagt, dass auf dem heutigen Stadtgebiet bereits im 8. Jahrhundert eine Siedlung existierte und schon damals wurde in dieser Gegend scheinbar Weinbau betrieben. Unsere Vorfahren wussten eben was gut ist, nicht wahr?

Wie ich gerade sehe, gibt es wirklich eine Menge toller historischer Gebäude zu sehen – meine Kamera wird es in zwei Wochen nicht leicht haben das alles festzuhalten, ich sehe es jetzt schon kommen und um wie viele Kilo schwerer ich nach all den regionalen Spezialitäten sein werde kann ich nur erahnen. Vielleicht sollte ich den Blog in “the whitest cake alive auf Reisen” umbenennen?

 Kulinarische Genüsse in  Franken, was sollte ich unbedingt essen und trinken, wenn ich dort bin? Franken ist bekannt für seinen Spargel. Dafür bin ich jedoch viel zu spät dran, aber ich habe ja zur Not noch den im Glas hier. Die Wild- und Rotweinwochen, dafür bin ich leider zu früh unterwegs, denn die finden im Oktober und November statt. Bier! Das fränkische Bier soll sehr gut sein. Ja, ist gar neben dem Wein gar nicht mehr aus der Region wegzudenken.

Neulich in der U-Bahn saß mir erst ein Franke gegenüber, der sich über unser Stuttgarter Hofbräu (schmeckt tatsächlich eher so naja) amüsierte und betonte, dass es in Franken die besten Biere weit und breit gäbe und nahezu jedes Dorf sein eigenes Bier braut. Ob das wirklich stimmt kann ich noch nicht sagen und eigentlich bin ich auch eher im Zeichen der Weinrebe unterwegs, aber das finde ich mit Sicherheit noch heraus. Eine weitere in Franken sehr beliebte und typische Spezialität ist die Original Schweinfurter Schlachtschüssel, klingt abenteuerlich und soll wohl auch ein wahres Erlebnis sein.

 Wie ich hier so sitze und diesen Beitrag niederschreibe, merke ich wie facetten- und abwechslungsreich diese Region doch ist mit der ich mich zuvor noch nie beschäftigt habe, da ich aber auch keinen Grund dazu hatte. Das ändert sich immer, sobald man jemanden kennt, der aus dieser Gegend kommt und es ist toll, dass ich bald selbst eine Woche dort bin und all das worüber ich jetzt gerade schreibe selbst sehen und erleben werde. Alles breitet sich wie eine Landkarte vor mir aus, all die Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Genüsse, die darauf warten entdeckt und probiert zu werden. Eine gute Vorbereitung ist das hier also in jeder Hinsicht und ich muss aufpassen, dass ich nebenher nicht alle Franken Früchtchen wegnasche.

 Zum unterwegs Übernachten habe ich mir zwar vor allem wegen dem Weingut das Barockschloss Zeilitzheim ausgesucht, aber hättet ihr gewusst, dass es neben diesem noch an die 20 weitere Burgen und Schlösser in Franken gibt? Das einzige weitere, welches ich während meines Aufenthalt in Franken wohl sehen werde, ist das Schloss Klingenberg. Für Burgenfans ist das also das reinste Eldorado hier und, nun ja, auch für Leute wie mich, die auf Geschichte stehen. Ja, ich lasse euch damit schon in Ruhe…

 In zwei Wochen nehme euch sehr gerne mit auf meine kleine Reise um das Ganze dann auch nochmals etwas zu veranschaulichen. Ganz besonders für die Einblicke vorab in diese kulturell reiche Gegend möchte ich mich beim Team von Schweinfurt 360° bedanken! Es ist schön, dass ich das in Kürze auch nochmals persönlich tun kann – sowohl mich bedanken als auch endlich live sehen worauf ich mich gerade schon vor dem Laptop freue.

 Ihr Lieben, wir sehen uns ganz bald wieder, nämlich dann, wenn ich euch verrate, was mich überhaupt nach Franken verschlägt und wieso ich in meinem Urlaub freiwillig arbeite. Soviel vorab: es hat etwas mit Wein zu tun und ist ganz unabhängig vom heutigen Post. Dass ich beides verbinden kann finde ich aber umso toller!

Bis bald an dieser Stelle

Eure Sonja

Auf Kokos-Wölkchen 7 schweben!

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Backen

Stellt euch bitte vor, ihr liegt gerade auf einem Bett aus zuckerwatteartig-weichem, flauschigem, nach Sommer und Sonne duftenden Kokos-Biskuit. Ihr streckt den einen Arm aus, dann den anderen. Ihr zupft euch auf jeder Seite etwas von eurer “Matratze” ab und steckt erst das eine und anschließend das andere Stück in den Mund. Es ist weich. Es duftet nach Kokos.

Ihr schmeckt es, der Geschmack ist angenehm und leicht erfrischend. Am Rande erschmeckt ihr noch einen Hauch Vanille. Es ist ein bisschen wie die Hände ausstrecken, sich ein kleines Stückchen Wolke vom Himmel schnappen und genießen. Ihr seid happy gerade auf diesem wattig weichen Kokos-Träumchen zu liegen. Eine wunderschöne Vorstellung, nicht?

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Auf Kokos Wölkchen 7 schweben klingt bei den aktuellen Temperaturen wesentlich ermunternder und wünschenswerter als eine Schneeballschlacht im August. Diese fluffig-weichen Köstlichkeiten heißen aber tatsächlich so. Es sind Schneebälle. Sommerliche Kokos-Schneebälle sozusagen und wenn ihr mich fragt in etwa 2743433x besser als Raffaello, das ohnehin viel zu süß ist. Diese Schneebälle hat Elena von Das süsse Leben letztes Jahr als Wegproviant (wenn Süßkramblogger unterwegs sind, ne?) mit zu unserem Buchmesse-Wochenende nach Frankfurt genommen. Diesen Mädchentrip vergesse ich nach wie vor so bald nicht und hoffe, dass wir das auch dieses Jahr irgendwie zwischenpacken können.

Selbstredend war es ihr total offensichtlicher Plan uns damit absolut süchtig, wenn nicht gar willenlos zu machen. Was Süßkramblogger, die andere Süßkramblogger kennenlernen eben so im Schilde führen. Es ist ihr auch gelungen, muss ich zugeben. Trotzdem hat es nun doch so viele Monate gedauert bis ich mich endlich einmal selbst hinter die Schneeball Produktion geklemmt und fleißig gerollt habe. Warum das so lang gedauert hat? Das kann ich mir selbst nicht erklären. Ich muss völlig neben mir gestanden und benebelt von Rhabarbera, Erdbeer-Pavlova und Konsorten gewesen sein. Was gibt es aber auch immer so verdammt viel Auswahl?!

Die lasse ich euch heute nicht, ihr M-Ü-S-S-T am besten noch vorgestern mit der Schneeball- äh… pardon Kokos-Wölkchenschlacht begonnen haben. Da führt kein Weg dran vorbei, versteht ihr? Schneebälle sind die neuen Schneebälle und wenn ihr mich und sicher auch Elena fragt, dann müssen diese kleinen Kerlchen noch wesentlich bekannter werden da draußen. Weil sie einfach toll sind. Probiert es aus, dann werdet ihr wissen wovon ich spreche. Hier ist das leicht abgewandelte Rezept, ab dafür, zack zack!

Zutaten für den Biskuit:

200g Zucker

1 Pck. Vanillezucker oder 1-2 EL selbstgemachten Vanillezucker

Msp. gemahlene Vanille

7 Eier (M)

200g Mehl

1/2 Pck. Backpulver

Prise Salz

Zutaten für die Creme:

50g Zucker

1 EL selbstgemachten Vanillezucker

1 Msp. gemahlene Vanille

400g Schlagsahne

2 Pck. Sahnesteif

250 Speisequark (nicht mager, das bringt euch hier auch nix mehr)

200g Creme Fraiche

ca. 150g Kokosraspeln

Funktioniert so:

1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen bzw. leicht buttern.

2. Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz schlagen bis es sehr fest ist, beiseite stellen. Jetzt die Eigelbe mit den Zuckersorten, dem Mehl und Backpulver verrühren. Den Eischnee vorsichtig unter den Teig rühren und die Masse gleichmäßig in die Springform geben. Den Biskuit etwa 15-20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Nach erfolgreicher Stäbchenprobe den Ofen ausschalten und die Form ein paar Minuten drin lassen. Anschließend herausholen und vollständig auskühlen lassen.

3. In einer großen Schüssel den Quark, Creme Fraiche, die beiden Zuckersorten und Vanille verrühren. Die Sahne mithilfe des Sahnesteif schlagen und unter die Quarkmasse heben.

4. In einem hemmungslos zerstörerischen Gewaltakt und unter Einfluss gitarrenlastiger, lauter Rockmusik wird jetzt der schöne Biskuit zerrupft. Ja, bitte komplett und bis auf den letzten Krümel.  Die Krümel hüpfen nun zu der Creme in die Schüssel und vereinen sich mithilfe des Handmixers zu einer homogenen Masse, die unglaublich lecker schmeckt und bereits jetzt Suchtpotenzial auslöst.

5. Nun nehmt ihr euch mit den Händen jeweils etwas von der Masse und rollt es in euren Händen zu einer Kugel, die ihr anschließend durch die Kokosraspeln wälzt. Das macht ihr nun bis die Masse aufgebraucht ist. Tätätätääääää, fertig sind die Schneebälle!

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Sie sind zugegeben wahre Kalorienbomben, aber juckt das eigentlich irgendwen? Mich hat es das jedenfalls nicht und meine Geburtstagssausen-Gäste letzten Samstag ebenso wenig. Sie haben munter fröhlich zugegriffen und als wir später losgegangen sind um uns all die Creme Fraiche von den Hüften zu schütteln, waren alle weg. Alle bis auf die, die ich für die Fotos in weiser Voraussicht frühzeitig vor ihrem köstlichen Schicksal gerettet habe. Natürlich nur um sie anschließend selbst zu essen, aber pssssst….

Die Schneebälle eignen sich perfekt als kleines und unkompliziertes Fingerfood-Dessert auf Partys bei denen Geschirr Mangelware ist. Kann ja nicht jeder Foodblogger sein und zig Teller, Schälchen, Platten und sonstigen Schnickschnack in fünfzig Ausführungen zum Süßkram hübsch drapieren haben. Falls ihr also in so eine Situation kommt, stellt sicher, dass ihr Schneebälle am Start habt und die Leute werden euch zu Füßen liegen. Großes Foodblogger-Indianerehrenwort! Und nu, worauf wartet ihr noch?

Himmlische  Grüße

Eure Sonja

Küchensoundtrack: The White Stripes – The Denial Twist

Willkommen im Club Tropicana, Tarte!

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Backen
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Hallo hallo, ich melde mich mal kurz aus der Versenkung zurück und stelle fest, dass schon fast ein ganzer Monat seit meinem letzten Post vergangen ist. Ich staune nicht schlecht wie schnell die Zeit vergeht… Wahnsinn! Natürlich komme ich aber nicht mit leeren Händen, is´ ja klar.

Zu dieser Gelegenheit habe ich euch etwas Feines mitgebracht, eine erfrischende tropische Tarte, die letzten Freitag mit zum Tropenschmaus-Dinner durfte. Der Holger aka Zeilentiger liest Kesselleben hatte nämlich dazu eingeladen und es war wie immer ein absolut grandioser Abend mit vielen netten Menschen und tollen Gesprächen.

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Er hat uns getreu dem Motto des Abends “Some like it hot” mit allerlei vegetarisch-veganen Leckereien aus Äquator-Ländern bekocht, dazu wurden verdammt leckere vegane Mango Lassis und Himbeer Limes – vom Kampfsportlehrer höchstpersönlich gemixt – gereicht. Desserttechnisch habe ich mich passenderweise an typisch kolumbianische Früchte gehalten und so war es ein toller bunter Stuttgarter Sommernachtsabend.

So etwas sollte man wirklich öfter mit Freunden machen!

Zutaten für eine eckige Tarteform:

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal

1 Eiweiß

1 Becher Schmand

250g Quark aka Topfen, Rahmstufe (je mehr Fett desto besser!)

4 EL selbstgemachter Vanillezucker

1/2 TL gemahlene Vanille

1 Mango

abgeriebene Schale einer Limette und einen Spritzer Saft

einige Physalis

Funktioniert so:

1. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Tarteform mit Backpapier auslegen.

2. Den Blätterteig aus dem Kühlschrank holen und Tarteform-gerecht zuschneiden – es bleibt noch fast die Hälfte des Teiges übrig, daraus habe ich Blätterteigstangen gemacht. Den Blätterteig mit Eiweiß bestreichen und einen Esslöffel des Vanillezuckers darauf verteilen. Den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen und auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten vorbacken.

3. Währenddessen Schmand und Quark miteinander verrühren und weitere 3 EL Vanillezucker sowie die Schale und Spritzer Saft einer Limette dazugeben. Die Quarkmasse in den Kühlschrank stellen.

4. Die Mango schälen und in kleine Würfel schneiden, anschließend ebenfalls in den Kühlschrank stellen.

5. Den Blätterteig aus dem Ofen nehmen, wenn er schön goldbraun ist. Er wird etwas aufgegangen sein, aber das legt sich beim Auskühlen wieder und das sollte er nun auch tun.

6. Ist der Teig erkaltet, gebt ihr die Quarkmasse darauf und verteilt die Mangowürfel. Anschließend die gemahlene Vanille über die Mango geben und mit Physalis dekorieren, et voila! Fertig ist eine schnelle, erfrischende, tropische Tarte für heiße Tage.

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Lasst euch nicht von den sechs Arbeitsschritten abschrecken, die Tarte ist in nicht sehr viel mehr als einer halben Stunde fix und fertig auf dem Tisch und wirklich kinderleicht zu machen. Gerade wenn es so warm ist wie am vergangenen Wochenende habe ich in meiner Dachgeschossbude absolut keine Lust den Ofen ewig laufen zu lassen und in der Küche zu stehen. Diese Tarte ist dafür die perfekte Lösung und lässt sich mit jeglichem Lieblingsobst ganz einfach abwandeln.

Die Tarte kommt mir gerne wieder auf die Kaffeetafel und ist laut den Tropenschmaus-Probanden auch ein gern gesehener Gast neben Piri-Piri, Dongo-Dongo, Kochbananen und Co. gewesen. Das freute mein Bäckerinnenherz natürlich ausgesprochen. Es gibt nichts Schöneres als in zufriedene Kuchen-ess-Gesichter zu blicken, nicht wahr?

Habt noch eine tolle Woche!

Eure Sonja

Küchen-Soundtrack zur Tarte-Fabrikation: Kali Mutsa – Canción de Amor Colla

P.S. Ich LIEBE meine neue Tarteform von Fox Run!

Das Montagsglück: where is my mind? Where is my time?

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Montagsglück

Ihr Lieben, heute geht es um ein Thema, das mir am Herzen liegt mit euch zu teilen. Welches das ist? Nun ja, es fehlt Zeit. Zurzeit an allen Ecken und Kanten. Wo Zeit fehlt, tut sich auch die Muse nicht leicht. Meine Kreativität kann sich nicht entfalten wie sie gerne würde und fühlt sich eingeengt zwischen all dem, was sonst noch erledigt und gemacht werden will. Ich bin nicht wirklich da. So voll und ganz jedenfalls nicht.

Neue Geschehnisse oder Dinge haben es sich im Alltag breit gemacht, manche davon waren geplant und nehmen mehr Zeit ein als gedacht. Andere wiederum nicht, sind aber eben trotzdem da und können nicht weggeschoben werden. Dies ist und soll keineswegs eine Rechtfertigung sein, das ist ganz wichtig. Ihr als meine LeserInnen seid mir allerdings auch ganz wichtig und eben drum ist es mir ein Anliegen euch zu sagen, dass ich die nächsten Wochen blogmäßig kürzer treten werde und vor allem auch muss.

Im Herbst steht eine Prüfung an, da ist der Kopf aktuell eher bei Quellenkritiken zu Armenbriefen aus dem 19. Jahrhundert in England. Er ist bei Begriffen wie Alteuropa, Erinnerungskultur und verschiedenen Epochen unserer Zeitrechnung. Wahnsinnig spannende Themen übrigens!

Der Geist hat keinen Kopf für den Aufbau eines Fotosets zu Johannisbeer Küchlein mit Vanille, zu denen dann ganze 73 Fotos aus allen Perspektiven und mit liebevoll drapierten Beeren, die wie ungewollt hingeworfen aussehen, geschossen werden. Ich versuche mich bei den Posts so kurz, aber doch so ungekürzt wie nötig zu halten. So persönlich wie immer, mit einer kleinen Story drum herum. Einen Beitrag schreiben, das dauert bei mir meist viiiiieeeel länger als vorher angedacht. Manchmal Stunden und die fehlen aktuell. Ich beschäftige mich täglich mit meinem Blog. Das mache ich wahnsinnig gerne. Ja, er ist mein Herzstück und das soll er auch bleiben.

Wie in der Sidebar schon steht: do it with Passion or not at all. Das soll immer so bleiben! Immer immer immer immer. Es wird sich die nächsten Wochen hier auf jeden Fall etwas tun, ein paar Beiträge sind auch in der Warteschlange, aber ich kann vorher nicht ankündigen – ja, ich weiß es nicht einmal selbst – wann ich sie raus jage.

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Das wird vermutlich etwas unregelmäßiger passieren als sonst und Rezepte werden in jedem Fall auch dabei sein. Was das sein wird, weiß ich dann wohl immer erst kurz vorher. Ich bin zurzeit so spontan und unentschlossen was Backpläne angeht. Und nun geh ich erst mal den da hier vom Foto und etwas zu essen (oder doch Cookies?) machen.

Es war mir wichtig euch das kurz zu sagen, denn ihr seid mir wichtig und ich hoffe ihr bleibt dieser Seite weiterhin treu. Wir lesen uns bald wieder, oder?

Zwischen all der Quellenkritik und alten Briefen braucht Frau ja auch mal ein Päuschen und Nervennahrung, selbstverständlich in Kuchenform.  Ihr versteht.

Süße Grüße

Eure Sonja

P.S. Auf Instagram bin ich selbstverständlich weiterhin da und poste beinahe täglich schöne Dinge, die mir vor die Linse hüpfen oder auf den Teller springen. Hier geht´s zu meinem Profil: www.instagram.com/thewhitestcakealive