A Blogger´s Christmas Madness Day 6: Zweierlei fructosearme Advents-Traumstücke

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Backen / Fructosedingens

Hello hello there, ihr Lieben! Heute geht es weiter mit unserer “A Blogger´s Christmas Madness”-Themenwoche, eine tolle vorweihnachtliche Woche voll süßer, winterlicher Backwerke zum jetzt sofort mit einer heißen Schokolade auf´s Sofa kuscheln und es nie wieder verlassen.

Tretet ein, staunt und kostet was fünf Blogger-Mädels mit einem extrem dezenten, überhaupt nicht der Rede werten, nahezu ganz und gar nicht vorhandenen *hust* Hang zu verführerischer Zuckerbäckerei im Vorweihnachts-Küchenchaos für euch gezaubert haben. Neugierig? Das solltet ihr auch sein.

10610933_10152572758353717_7167018531047418691_nZu Beginn der Woche wanderten wir zusammen bereits über Nebel verhangene, schneebedeckte Cupcake Hügel durch einen Wald aus winterlichen Tannenbaum Cake Pops von Judysdelights über knusprig, krümelige vegane Chai-Weihnachtsbäume von Kalinka´s Kitchen.

Wir sind runden Lebkuchen-Schneemännern mit hübsch leuchtenden orangen Nasen von Baking the law begegnet und saßen mit den fluffigsten, veganen Schokoladen-Cupcakes der Welt bei Backrezepten aus Nicole Just´s aktuellem Backbuch um ein Lagerfeuer und Karens Backwahn las uns daraus vor. Und weil ein Backwerk allein keine süße Fee zufriedenstellt, gab es anschließend als Betthupferl für jede ein verführerisches Schneekugel-Törtchen von Thank you for eating., in das wir am liebsten allesamt als WG eingezogen wären.

Heute, am leider schon vorletzten Tag der Woche, bin ich dran und habe euch dekadente fructosearme und in helle und dunkle Schokolade gestippte Traumstücke mitgebracht. Meine Freundin Karen ist am Traumstücke-Hype nicht ganz unberechtigt und ihr könnt das Originalrezept, das natürlich nicht fructosearm ist, hier bei ihr nachlesen.

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Weihnachten ist nicht alle Tage und da kann man es sich auch als Intoleranzler mal gut gehen lassen und schlemmen bis zum mehr-als-sonst Abwinken, denn genau das ist für uns gerade in einer Zeit von allgegenwärtigen Plätzchen und Schokoladen-Nikoläusen oft nicht ganz selbstverständlich. Deshalb solltet ihr euch jetzt hinter die tonnenweise Produktion dieser kleinen Genossen stürzen.

Aus diesem Grund habe ich die Traumstücke in zwei winterlichen, verträglichen Varianten abgewandelt, die mir persönlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern und hoffentlich auch euch damit hinterlassen.

Zutaten für zwei Sorten:

je 3 Eigelb

je 130g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten

je 90g Getreidezucker

je 2 Msp. gemahlene Vanille

Zusätzlich für die helle Sorte:

250g Mehl

Geriebene Schale einer Bio-Orange

2 gestr. TL Kardamom

100g weiße Schokolade (Frankonia) zum Überziehen

Geriebene Schale einer halben Bio-Orange

Zusätzlich für die dunkle Sorte:

200g Mehl

50g hochwertigen, ungesüßten Kakao (ich habe Valrhona verwendet)

2 gestr. TL Lebkuchengewürz

3 TL Kakaobohnensplitter

80g Vollmilchschokolade (Frankonia) oder 100g Zartbitter Schokolade mit hohem Kakaoanteil zum Überziehen

Evtl. noch eine Msp. Lebkuchengewürz

Funktioniert so:

1. Mischt jeweils alle Zutaten (bis auf die Schokoladen und das “Extragewürz”) für die dunkle und helle Sorte in einer Rührschüssel zusammen und rührt das Ganze mit dem Handmixer einmal ordentlich durch. Die Masse ist anfangs sehr (!) krümelig, aber lasst euch nicht beirren und knetet die Zutaten per Hand weiter zu einem schönen Teig – das kann schonmal 5 Minuten dauern, aber es wird!

2. Beide Teige jeweils zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie für ca. 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und für jede Sorte ein Backblech mit Backpapier auslegen.

3. Nach 15 Minuten auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche jeweils etwas vom Teig abschneiden und zu fingerbreiten “Würsten” rollen. Davon jeweils ca. 1 cm breite “Bonbons” abschneiden und mit geringem Abstand nebeneinander auf das Backblech legen.

4. Die Traumstücke ca. 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen, sie sollen dabei aber nicht braun werden. Anschließend vollständig auskühlen lassen.

5. Für die hellen Traumstücke die weiße Schokolade zusammen mit der Orangenschale unter ständigem Rühren auf niedriger Temperatur schmelzen und anschließend jedes Traumstück kurz hineinstippen. Die Schokolade fest werden lassen.

6. Für die dunklen Traumstücke wiederholt ihr das Ganze natürlich mit der dunkleren Schokolade und wenn ihr mögt mit einer zusätzlichen Messerspitze Lebkuchengewürz. Wenn ihr mögt, dann könnt ihr sie zusätzlich noch mit gehackten Pistazien dekorieren.

Et voilá! So einfach könnt ihr euch ganz besonders feine Plätzchen backen oder sie auch an jemanden verschenken, der eine Fructose Intoleranz hat. Ich verspreche euch hoch und heilig, ihr werdet in zwei riesengroße, freudige Augen blicken.

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Gerade für die dunklen Traumstücke sollte es unbedingt, wenn möglich ein hochwertiger Kakao sein, ihr werdet den Unterschied schmecken und das lohnt sich ganz gewiss.

Leider sind wir jetzt auch schon fast am Ende der “A Blogger´s Christmas Madness” angelangt und ich bin etwas traurig darüber. Die liebe Kalinka wird uns morgen mit einem kleinen Round-Up versorgen und bis dahin könnt ihr euch nochmals die Teilnehmerinnen dieser Woche ansehen:

Day 1  – Judysdelight mit Schnee-Cupcakes und Tannenbaum Cake Pops

Day 2 – Kalinka´s Kitchen mit Chai-Tannenbäumchen

Day 3 – Baking the law mit Lebkuchen-Schneemann Donuts

Day 4 – Karens Backwahn mit veganen Schokoladen-Cupcakes und Nougatkern

Day 5 – Thank you for eating. mit Schneekugel-Törtchen

Day 6 – habt ihr gerade vor euch

Day 7 – Kalinka´s Kitchen mit einer Zusammenfassung

Küchensoundtrack: Bonaparte – Too Much (Christmas Cookies)

Wenn du alles hast, weißt du nicht, was es wert ist oder: Gedanken über Essen

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Dies und das

Ihr Lieben, der nächste Kuchenbeitrag steht schon länger aus. Die frühe Dunkelheit und andere Dinge wie das Leben 1.0 lassen es momentan nicht so gut zu sich um Mehl, Zucker, Eier und Butter zu kümmern, dennoch wartet u.a. noch ein sehr feiner Apfel-Nusskuchen in der Pipeline, den ich hier unbedingt noch an den Mann bringen möchte – sofern ich jemals wieder auf die korrekte Mehlmenge dafür komme… *hofft und bangt*

Heute wird es erst einmal wieder etwas persönlicher. Wer möchte nicht ab und an mal auf den Tisch hauen und sich Luft verschaffen? Ich verrate euch heute deshalb etwas. In meinem Kopf. Da ist ein Gedanken-Kuddelmuddel, bei dem ich das Gefühl habe ich muss das nun einfach mal alles loswerden und euch vor den Latz knallen. Auch, weil ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin und es dem einen oder anderen da draußen aktuell ganz genauso geht.

In einem der letzten Blogposts hat Liv von Thank you for eating ebenfalls ihre Gedanken zum Thema Essen und Ernährung geäußert und ich finde das toll! Als Foodbloggerin, aber auch Privatperson, setze ich mich stark mit dem Thema auseinander und mache das auch gerne, denn es ist mir keineswegs egal, was auf meinem Teller und in meinem Kühl- und Vorratsschrank landet. Das Thema ist wichtig und nein, mir ist nicht langweilig.

Vom 1. November an haben wir uns zwei Wochen strikt vegan ernährt. Es war ein äußerst waghalsiges Experiment – Achtung, Ironie! Wir, das sind mein Freund und ich. Kürzlich habe ich das bereits auf Facebook geschrieben und war sehr positiv überrascht ob all der positiven Rückmeldungen, sowohl online als auch in meinem Freundeskreis oder von mir unbekannten Menschen. Nein, wir haben das nicht gemacht, weil es irgendwie In oder im Trend ist, diese Tatsache erleichtert allerdings einiges.

Fakt ist, dass ich diesen Gedanken schon seit ein paar Monaten in mir herumtrug, aber nie über zwei bis drei vegane Tage hinaus gekommen bin. Spätestens Sonntags durfte es dann immer wieder der heißgeliebte knusprige, durchwachsene Speck, das innigst geliebte Frühstücksei oder der Frischkäse auf dem Brötchen sein. Dinge, für die es keinen zufriedenstellenden veganen Ersatz gibt. Wobei, wenn es vegane Frühstückseier gäbe, dann fände ich das irgendwie ziemlich gruselig. Zu zweit sind solche Pläne etwas einfacher umzusetzen habe ich das Gefühl. Man kann sich gegenseitig motivieren und hat nicht alleine Lust oder Heißhunger auf etwas gänzlich unveganes. Das ist total normal. Der andere vertreibt diese Gedanken ganz schnell wieder und außerdem sollte das Ganze ja nicht für immer sein sondern eben ein Versuch auf begrenzte Zeit.

Unsere Gründe für diesen Schritt sind ganz unterschiedlich. Ich für meinen Teil bin in letzter Zeit einfach extrem übersättigt und habe das Gefühl, mein Körper muss mal etwas runterfahren und Pause machen. Sich auf das Einfache besinnen, keinen Schnickschnack. Ich möchte mich bewusster ernähren als ohnehin schon. Zutatenlisten zu studieren ist für mich nichts Neues, das muss ich aufgrund der Unverträglichkeit gegen Fruchtzucker ohnehin bei so gut wie allem und mache das auch weiterhin. Es erspart mir eine Menge Leid und nebenbei auch viel Mist an Lebensmitteln. Das ist positiv. Diese Einstellung musste ich mir über Monate erarbeiten und sie hat viel Geduld, auch mit mir selbst, gekostet. Heute sehe ich einiges anders und vermisse vieles auf meinem Speiseplan nicht. Ich esse anders und besser – nicht als andere, sondern als davor.

Das ich die letzten Wochen aber zusätzlich noch auf Tierisches geachtet habe, machte es, wie ihr euch vielleicht denken könnt, nicht wirklich einfacher. Vieles fällt da weg. Trotzdem hat es mir großen Spaß gemacht mich damit zu beschäftigen und es ist tatsächlich eine Herausforderung, die die eigene Kreativität im Bezug auf Lebensmittel fördert und fordert. Auch das sehe ich als positiv an.

Die zwei veganen Wochen waren für mich eine Bereicherung – für meinen Freund wahrscheinlich nicht so sehr. *hrhr* Klingt das gegensätzlich? Die meisten Menschen würden den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wohl nicht gerade bereichernd finden. Es ist aber erstaunlich wie sehr sich die Speisekarte tatsächlich mit weitestgehend unbekannten Lebensmitteln füllen lässt und wie befreiend das sein kann. Wer möchte da noch von Verzicht sprechen? Wir haben übrigens auch nicht gehungert, also ich jedenfalls nicht. Am Anfang ist es allerdings schon eine große Umstellung, ein paar Tage brauchte ich ohne Zweifel um mich zurecht zu finden, wohl zu fühlen und in die Thematik hinein zu finden.

Ich bin begeistert davon, wie aufgeschlossen und freundlich man in Restaurants empfangen wird, die normalerweise nichts Veganes auf ihrer Speisekarte gelistet haben. Ich bin mir aber auch bewusst, dass das nicht an der Tagesordnung liegt und auch nicht überall so ist. Wieso fallen solche “Ess-Termine” aber auch  immer in solche Phasen? Erst Sonntags – unser zweiter veganer Tag! – eine Essenseinladung zu Rouladen, am Montag darauf der Bloggerstammtisch bei Takeshii´s Cuisine und einen Tag später ein Geburtstagsdinner beim Mexikaner. Wenn es kommt, dann meist dicke.

Ich mag das Gefühl nicht eine Extrawurst zu sein, aber ich habe stets vorher Bescheid gesagt und nett gefragt wie das denn ist mit der Option eines veganen Essens. Schon diese zwei Male hatte ich so tolle, freundliche und offene Reaktionen erhalten, dass ich ehrlich happy war. Bei Takeshii´s hatte ich gleich mehrere Möglichkeiten und habe eine wirklich feine saisonale Gemüsepfanne mit Tofu-Bratsticks und Duftreis erhalten, die mich wunschlos glücklich hinterließen. Es geht also doch irgendwie und es geht in jedem Fall sehr lecker und vielseitig. Selbst Sonntags zur Rouladenrunde hatten wir so viele leckere Beilagen, dass ich die wirklich gut riechende und aussehende Roulade auf meinem Teller nicht wirklich vermisste.

Wer sich dafür entscheidet eine Zeit lang vegan zu essen, der muss sich ohne Zweifel vorher gut informieren, vorbereiten, viel nachfragen und keine Scheu haben. Auch nicht gegenüber der Chefin, die zum Sonntagsessen einlädt. Spontan unterwegs etwas für den kleinen Hunger kaufen ist nicht ganz so einfach, häufiger musste ich mir Samstags den Frischkäse-Bagel oder die Butterbrezel am Brezelhäusle auf der Königstraße verkneifen. Wenn ich in der Stadt einen Kaffee trinken mochte, musste ich mir überlegen wo ich ihn mit Pflanzenmilch bekommen könnte oder eben Tee trinken.

Das ist zwar heutzutage in vielen Cafés kein Problem, aber ich habe einfach noch nie zuvor wirklich darauf achten oder mich damit auseinandersetzen müssen. Gehe ich beispielsweise, wie sonst gerne, in das tolle Café im Kunstmuseum so werde ich auf den Brownie-Bissen zum Cappuccino verzichten müssen, denn ich weiß ja nicht ob er vegan ist – er ist es natürlich nicht. Sie haben dort übrigens auch keine Pflanzenmilch. Fragen, die mir ständig im Kopf herumgeisterten sind: ist das vegan? Geht das jetzt? Kann ich das essen? Hinzu kamen noch die Fragen von meinem Freund, der noch weniger im Thema drin war. Ab und an macht man sich wirklich zu sehr verrückt.

Mit der Essensplanung vor allem für den Abend tat ich mich erst schwer, da ich sonst nach der Arbeit auch gerne mal nach Bauchgefühl entscheide, was ich mir nun zu Essen mache. Einen Plan und auch vegane Grundzutaten vorrätig zu haben ist definitiv empfehlenswert, stresst mich zugegeben aber manchmal und ist vor allem zu Beginn etwas zeitintensiver und kostspieliger. Aber welche Ernährungsumstellung ist das nicht? Vor allem Tofu und speziellere Produkte wie Sojafrischkäse gehen schonmal etwas in den Geldbeutel. Da überlegte ich mir das zweimal, ob ich es nun mitnehme oder nicht zumal ich auch nicht zu viel Soja essen wollte. Die Auswahl der Pflanzenmilch fiel mir ebenfalls schwer, weil in fast jeder Sorte von Natur aus schon Zucker enthalten und das für mich nicht optimal ist. In vielen Fällen ist zu allem Überfluss dann auch noch Agavendicksaft, der zu 70% aus Fructose besteht, drin. Hmpf.

Selbstverständlich hatte die Entscheidung zur zeitweisen veganen Ernährung für mich auch mit Tierhaltung zu tun. Ich kann das beim Einkaufen mittlerweile einfach nicht mehr ausblenden und denke, dass es auch wichtig ist zu wissen, was da passiert. Dass ein Kotelett mal ein Tier mit vier Beinen war. Ihr lacht vielleicht, aber viele Menschen blenden das beim Einkaufen aus, sie wollen das nicht wissen. Es interessiert nicht, weil es eine unschöne Wahrheit ist. Auch sehr passend, was Die Zeit schreibt: “Viele Verbraucher sind zwar mit den Haltungsbedingungen der Tiere nicht einverstanden, überdenken aber das eigene Konsumverhalten nicht.” Treffend, oder?

Es ist mir aber nicht egal, wo das Steak auf meinem Teller herkommt und wie es gehalten wurde. Vor einigen Jahren war es das teils. Entwicklungen brauchen Zeit, so ist das eben. Gewissermaßen bin ich der Intoleranz daher sogar sehr dankbar, denn sie hat mich wieder zurück gebracht zu natürlicherem, weniger industriell verarbeitetem Essen und weg von Fertigkram-Glutamatbomben, die früher auch öfter mal auf meinem Speiseplan landeten. Oder auf dem Teller im Restaurant. Wer ohne Sünde ist, der werfe bitte die erste Olive.

Ich bin aktuell ehrlich für vieles dankbar und es ist wichtig, finde ich, sich das von Zeit zu Zeit zu Gemüte zu führen, denn wie sonst sollten wir die Dinge ausreichend wertschätzen, die wir täglich um uns haben und zu uns nehmen?

Leute, wir haben in Deutschland die größte regionale Brotvielfalt der ganzen Welt und da kaufen wir Billig-Gummibrot vom Backshop, das nach 24 Stunden als solider Backstein beim Hausbau dienen könnte? Ehrlich jetzt? Ist ja wohl nicht wahr. Das soll man dann auch noch günstig nennen? Wenn ich 3x die Woche geschmacksneutrale Holzklötze kaufe, dann kann das ja wohl weder günstig noch gut für mich sein. Kleiner Vergleich: das gute Brot von der Eselsmühle kostet mich nen Euro mehr und hält mir richtig gelagert eine komplette Woche, wenn nicht sogar länger.

Wertschätzung ist einigen Menschen heutzutage leider ein Fremdwort mit sieben Siegeln. Es scheint völlig normal, dass wir alles zu jeder Zeit überall massenhaft und billig konsumieren können, wenn wir das möchten. Es scheint völlig normal, dass wir vier Packungen verschiedensten Wurst- und Käseaufschnittes im Kühlfach haben. Wir brauchen schließlich immer eine Auswahl, für den Fall, das wir heute auf dieses und morgen auf jenes Lust haben.

Wenn du dich plötzlich vegan oder auch schon fructosearm ernährst oder ernähren musst (tut man ja nicht immer aus freier Entscheidung), dann hast du diese Auswahl oftmals nicht einmal in einem großen Supermarkt. Hier fängt Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln für mich bereits an. Ich kann, sollte – und will nicht einmal mehr – einfach ins Chipsregal greifen und irgendetwas herausfischen. Irgendetwas, das meinen Bauch füllt. Egal was.

Donnerstagmorgens sobald ich Zuhause aus der Tür trete begrüßt mich schon das Schild des Glutamat-Hähnchen-Espress´. Um 8:30 Uhr in der Frühe brutzeln die Hühner schon an der Stange. What the hell?! Ein halbes Hühnchen ca. 2,50€, wenn überhaupt. Na dann. Muss das wirklich sein? Muss das wirklich wirklich sein? Zumal man vor lauter Geschmacksverstärkern ja ohnehin nicht viel von diesem Huhn schmeckt. Ich bin schwerst in Versuchung den guten Mann mal zu fragen, wie viele Hühnchen er an einem Tag so verkauft. Würde mich so ganz dezent doch mal interessieren.

Die Frage ist: müssen wir Fleisch essen um jeden Preis? Jeden zweiten oder sogar jeden Tag? Was hat man denn von einem armen, zähen Chemie-Huhn, das sein ganzes, sehr kurzes Leben lang auf wenigen Zentimetern eingepfercht zwischen massenhaft vielen anderen Lebewesen gefristet hat und niemals auch nur einen Sonnenstrahl erblickt hat? Möchte ich mir das vielleicht mal selbst antun, so zum Vergleich?

Ach, es kostet doch nur (höchstens) 2,50€, da geht das schon. Und ach, selbst wenn es schlecht wird und ich es wegwerfen muss, weil ich 38395790 andere Packungen Fleisch, Wurst, Käse, Joghurt, sonstwas im Kühlschrank habe, dann werfe ich es halt weg. Es war doch so billig, das tut meinem Geldbeutel nicht weh! Echt jetzt? Wer einmal ein gutes Kilo Ochsenbeinscheiben wegwerfen musste, weil er total fehlgeplant hat, dem tut das sehr wohl weh! Sehr weh sogar und zwar für den armen Ochsen, für einen selbst, für das tolle Essen, dass man daraus hätte zaubern können und für den Geldbeutel. Es tut minimum diese 4x weh. Ausreichend um es nicht zu wiederholen.

Ich habe es satt. So richtig satt und es macht mich wütend! Erst gestern zeigte mir die liebe Franzi wie sich ein Herr, ich nenne ihn mal Franzl, regelrecht daran aufgeilte für schlappe 30€ kiloweise, ich möchte schon fast sagen tonnenweise hauptsächlich Fleisch in allen erdenklichen Varianten gekauft zu haben und ließ seine Freunde raten, wie viel bzw. wenig ihn seine Supermarkt-Eskapade wohl gekostet hat.

Ist das heute der neue Schwanzvergleich? Warum macht man das und warum ist Franzl auf so eine “Leistung” auch noch stolz und freut sich wie ein kleines Kind über einen prall gefüllten Nikolausstiefel an Weihnachten? Es geht mir nicht in den Kopf. Kann mir das mal jemand bitte erklären, was daran cool/toll/aufregend/nachahmungswürdig sein soll? Dann freue ich mich vielleicht sogar ne Runde mit.

Ein weiteres Beispiel aus dem echten Leben: muss ich mir bei Lidl 10 Eier für 99 Cent kaufen? Das sind demnach 100 Eier für knapp 10 €. Da stelle ich mir völlig ernsthaft die Frage: hakt es eigentlich bei Lidl?! Und wieso kauft man diese Eier? Weil es – Achtung neues Lieblingswort – billig ist? Schon mal daran gedacht, dass die nicht vom Himmel fallen? Dass da ein Tier und stets auch ein Mensch, der eine Existenz hat, dahinter steht? Das darf echt nicht wahr sein.

Nein, ich möchte hier keine Diskussionen lostreten über Menschen, die monatlich vielleicht nicht so viel Geld zur Verfügung haben. Es geht aber doch auch ein bisschen darum wie wir mit dem was wir haben umgehen. Wir müssen nicht in einem Berg voll Essen sitzen und darin baden wie der Sultan von sowienoch in Goldmünzen. Oder wie Franzl, der Mann mit 20 Kilo Fleisch für schlappe 30 €, der sich auch noch für den tollsten Hengst auf Erden hält. Er kann dann ja gerne hinterher in den Unmengen an Plastik baden, die all diese Schnäppchen mit sich bringen. Mir wird schlecht.

Lebensmittel haben einen Wert. Die Eier mit denen wir unsere leckeren Kuchen backen, sie haben einen Wert. Sie stammen von einem Lebewesen. Es geht hierbei nicht nur um Fleisch, es geht um sämtliche Lebensmittel wie um Gemüse, Obst, Brot und alles andere, das mit Füßen getreten und nicht wertgeschätzt wird, weil es uns nahezu in unerschöpflichen Maßen überall um die Ohren fliegt. Wertzschätzung ist nicht nur im gegenseitigen Umgang wichtig.

Ich bin niemand, der mit erhobenem Zeigefinger durch die Straßen rennt. Dafür bin ich heute aber umso strenger mit der Auswahl meines Essens und kaufe nichts in dem Zutaten enthalten sind, die kein Mensch aussprechen kann und/oder die aus einem E + Zahlenkombination dahinter bestehen. Nichts, das sich kein normaler Mensch in den Vorratsschrank stellen würde. Dieses Umdenken findet auch bei vielen anderen bereits statt. Jeder, der schonmal selbst Gemüse auf dem Balkon gezogen hat, weiß um den Wert und auch um den so viel besseren Geschmack. Es sind Welten und diese Welten an Unterschied machen nicht nur einen selbst glücklich.

Oh, natürlich gibt es auch in der veganen Küche ganz viel Chemie, Fertigessen und Ersatzprodukte mit ziemlich gruseliger Zutatenliste. Ich erinnere mich vage an einen Blick auf die Liste der Hulala aufschlagbaren Pflanzensahne, bei dem ich es nicht fassen konnte und beinahe hintenüber gekippt bin. Never ever kommt mir etwas derart künstliches, das quasi nur aus E-Nummern besteht, in den Schrank.

Ich weiß und wusste schon zu Beginn des Experiments, dass aus mir keine Vollzeit-Veganerin wird, dafür kann ich es momentan zu schlecht mit meinen Lebensumständen und meiner (momentan sogar etwas besser werdenden) Intoleranz vereinen. Es gibt einfach einige Gemüsesorten, die nicht gut gehen und mit Sojajoghurt werde ich nicht warm, zumal er auch oft viel Zucker enthält und das für mich suboptimal ist. Es gibt aber vieles, das ich beibehalten werde. Es wird nach wie vor kreativ gekocht und vegane Tage werden bleiben. Genauso wird es aber auch mal ein Steak oder ofenglasierte Hühnchenschlegel geben. Aber wisst ihr was? Gerade habe ich noch nicht einmal Lust auf ein gekochtes Ei und das will was heißen.

Mein Joghurt mit Kakaobohnensplittern und Früchten am Morgen bedeutet mir viel. Wir sollten überhaupt viel mehr zu schätzen wissen und nicht alles für selbstverständlich halten. Lasst uns bewusst konsumieren und nicht nebenher, es tut gut. Versprochen.

Liebe erleichterte und von der Seele getippte Grüße,

Eure Sonja

Soundtrack: Daughter – Get Lucky Cover

Durch diesen Beitrag soll sich niemand angegriffen fühlen und er soll auch nicht zu veganer oder sonst einer Ernährungsweise bekehren – ich lebe ja selbst nicht so. Ich habe ihn bewusst an mancher Stelle provokant geschrieben oder gar Ironie untergebracht, das ist mein Schreibstil, war es schon immer und wird es auch noch eine Weile bleiben. Das hier ist ein Thema mit dem ich mich in letzter Zeit sehr oft beschäftige und darüber nachdenke. Auf meinem Blog teile ich meine Gedanken mit euch. Ich verurteile dabei niemanden, der sich ein Steak für 10€ nicht leisten möchte und es ist auch keinesfalls alles Gold was glänzt. Danke für eure Zeit.

From Dusk till Knödel oder Bratapfelknödel mit Zimtbutterbröseln

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Dies und das / Kochen

Noch drei Tage bis am Samstag in München der Rubel… ähm… der Knödel rollt. Vor meinem geistigen Auge kugeln gerade auch ein paar pappsatte Blogger durch die Stadt (Hallo Kalinka! Hallo Liv!). Bitte hier einmal vorstellen wie in alten Westernfilmen Strohballen durch die staubtrockene Steppe fliegen. Es wird sicherlich ein tolles Wochenende im Zeichen des Knödels – may the Knödel be with you, and you, and you – werden und ich freue mich ungemein darauf bei dieser Gelegenheit alte und neue bekannte Gesichter zu treffen!

Im Vorfeld dazu erreichte mich vor einigen Wochen nicht nur die offizielle Einladung von Burgi´s sondern auch unser aller “Arbeitsmaterial” in Form von Kartoffelknödelteig, denn wir sollten damit unsere eigenen, ganz persönlichen Knödel kreieren.

Bratapfelknödel mit Zimtbutterstreuseln

Heute gibt es also meine Bratapfelknödel mit Zimtbutterbröseln für euch, denn die kalte und dunkle Jahreszeit steht uns bevor und was macht da mehr Spaß als es sich Zuhause an einer großen Tafel gemeinsam mit Freunden bei einem guten Essen gemütlich zu machen? Zu einem tollen Essen gehört natürlich auch ein schniekes Dessert, das zu dieser ungemütlichen Zeit des Jahres passen soll.

Zutaten für ca. 14 Knödel:

1 Packung Burgis Knödelteig (750 g)

Für Mandelpaste und Füllung:

100g gemahlene Mandeln

100g Puderzucker

2-3 Tropfen Mandelaroma

1 TL Rosenwasser

3 EL Milch

Spritzer Zitronensaft

2 EL gehackte, geröstete Mandeln

1-2 EL getrocknete Cranberries

1/4 TL Zimt

2-3 Äpfel, Boskop

Für die Brösel:

20g Butter

2 Msp. Zimt

3 EL gehackte Mandeln

3 EL Semmelbrösel

3 EL braunen Zucker

Zubereitung:

1. Für die Mandelpaste Puderzucker und Mandeln mischen. Anschließend Mandelaroma, Milch und Rosenwasser zugeben und zu einer Paste verrühren.

2. Für die Bratapfelfüllung Äpfel schälen, fein raspeln und mit dem Zitronensaft in einer Schüssel mischen. Gehackte Mandeln, Cranberries und Zimt kommen in eine zweite Schüssel. Nun die Äpfel etwas ausdrücken, mit der Mandelpaste zu den anderen Zutaten geben und vermengen.

3. Die Knödelfüllung kommt jetzt für ca. zwei Stunden in Eiswürfelformen gefüllt in das Tiefkühlfach damit sie etwas fester wird und beim Füllen später nicht auseinander fällt. Die Füllung lässt sich also auch sehr gut ein paar Tage früher vorbereiten.

4. Ist die Füllung fest geworden, nehmen wir uns die Knödel vor. Dafür den Knödelteig aus der Packung nehmen und nochmals gut durchkneten. Anschließend etwas Teig nehmen, flach drücken, eine Portion Füllung in die Mitte geben, den Teig drum herum verschließen und in den Händen zu einem Knödel formen. Mit dem Rest des Teiges und der Füllung so verfahren bis der Teig aufgebraucht ist.

5. Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen, die Knödel vorsichtig in das kochende Wasser geben und 10-15 Minuten darin ziehen lassen. Schwimmen die Knödel an der Oberfläche sind sie fertig und können vorsichtig mit einem Schaumlöffel auf einen Teller gegeben werden.

6. Für die Brösel Butter mit Zimt in der Pfanne zerlassen. Gehackte Mandeln, Semmelbrösel und Zucker dazugeben und unter Rühren anrösten lassen. Anschließend über die Knödel geben. Wer mag reicht dazu eine selbstgemachte Vanillesoße.

Nun lasset die Knödelei beginnen! Knödelige Grüße von Lord Knödelmort, den Knödelheads und meiner Wenigkeit. Auf Instagram nehme ich euch natürlich auch diesmal wieder mit auf Reisen, zum Knödelkochkurs, zur Bierverkostung, zum Macarons essen und jeglichen sonstigen Foodie-Abenteuern.

Keep on baking,

Eure Sonja

Küchensoundtrack: System Of A Down – Forest

Let´s Strudel again, like we did last summer oder: Apfelstrudel von A-Z

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Backen
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Hallo ihr Lieben, oder besser gesagt dobar dan! Den heutigen Beitrag schreibe ich nämlich nicht aus meinen vier bunten Wänden in Stuggi-West sondern aus Osijek in Kroatien, wo ich noch bis Sonntagmittag bei meinen Eltern bin. Wer eine Woche schwer im Weinberg geschuftet hat, der darf auch mal genüsslich die Füße hochlegen und Hotel Mama in der zweiten Heimat genießen. Oder so ähnlich.

Denn faul war ich die Tage hier nicht im Geringsten. Ich habe zusammen mit meiner Mutti gebacken, fleißig Strudelteig ausgezogen, wir sind in die Gnocchi-Großproduktion gegangen, machen morgen Oma´s Zwetschenknödel aka Knedle od sljiva und ich schaue zu, helfe fleißig mit und lerne. Das ist nicht wirklich neu bei uns, jedoch habe ich mich hier bislang mit Familienrezepten sehr zurück gehalten. Das ist etwas, das ich ursprünglich schon lange ändern wollte.

So wie für diesen Strudel macht meine Mutti alle Strudelteige selbst und zwar ganz ohne Mengenangaben. Das läuft alles frei Hand, nach Gefühl. Als ich heute also mit der Waage ankam, war das wiederum für sie etwas ungewohnt. Wie ihr seht haben wir aber auch das hinbekommen und ich rufe hiermit die große Strudelzeit aus!

Nach unseren beiden herzhaften Strudeln vor ein paar Tagen, die euch bei Instagram und auf Facebook so sehr gefallen haben, habe ich heute beschlossen, dass es Zeit wird für den ersten Apfelstrudel des Jahres. Herbstzeit ist eben auch Strudelzeit, nicht wahr? Ab sofort am liebsten ohne TK-Blätterteig und Co., sondern wirklich selbstgemacht von Anfang bis Ende, so wie dieser Apfelstrudel mit Vanille. Mit einem Teig, der für die herzhafte Version aus lediglich drei Zutaten besteht und für die süße aus vier. Okay okay fünf, wenn man die Liebe hinzurechnet, die das Ganze erfordert um zu gelingen.

Zutaten für zwei Strudel:

Teig:

300g Mehl

Prise Salz

3 TL Vanillezucker

150ml lauwarmes Wasser

Füllung:

ca. 1 1/2 kg Boskop Äpfel (ungeschält)

Saft einer halben Zitrone

Msp. gemahlene Vanille

6-8 gehäufte TL Vanillezucker

etwa 100g geschmolzene Butter

Zwei Handvoll gemahlene Haselnüsse oder Walnüsse

Eine Handvoll Mandelstifte

Rosinen, wer mag (ich mag nicht, du vielleicht?)

Funktioniert so:

 1. Als Erstes knöpfen wir uns den Teig vor. Dafür mischt ihr die trockenen Zutaten und gebt schlückchenweise das lauwarme Wasser dazu. Den Teig mithilfe der Knethaken des Handrührgerätes zu einem geschmeidigen Teig kneten. Das Wasser nach und nach – auf keinen Fall alles auf einmal – zugeben und immer wieder durchkneten bis der  Teig geschmeidig ist. Er darf ein bisschen kleben, sollte aber nicht matschig sein.

2. Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche noch ein wenig mit den Händen durchkneten. Teilen und zu zwei Fladen formen, die ihr bitte auch gut mehlt. Gebt dem Teig jetzt etwa 15 Minuten während ihr die Fülle vorbereitet und deckt ihn mit einem sauberen Geschirrtuch zu, damit er nicht austrocknet.

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3. Für die Füllung gebt ihr nun den Zitronensaft in eine große Schüssel. Die Äpfel schälen und entweder raspeln oder in hauchdünne Scheiben reiben und mit dem Zitronensaft vermischen. Den Vanillezucker dazugeben und mit den Händen gut vermengen.

4. Nun am besten eine alte Tischdecke auf den Esstisch legen und gut mit Mehl ausstreuen, ihr braucht die bemehlte Tischdecke um euren Strudel nachher schnell einrollen zu können. Nun nehmt ihr einen Teigling und zieht in in der Luft erst einmal ganz vorsichtig mit den Händen etwas auseinander. Die erfahrenen können das Teil schon auch mal Pizzabäcker-style herumwirbeln. Anschließend auf die bemehlte Tischdecke geben und von jeder Seite vorsichtig auseinander ziehen bis der Teig eine rechteckige Form hat, in etwa so wie auf dem Foto:

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5. Reißt der dünne Teig an der ein oder anderen Stelle, dann ist das nicht weiter schlimm. Jetzt mit einem Pinsel etwas von der geschmolzenen Butter vorsichtig über die Ränder und den Teig geben. Die Äpfel in einem kleineren Rechteck auf dem Teig verteilen, eine Handvoll gemahlene Nüsse und Mandelstifte darüberstreuen. Wer mag kann jetzt auch Rosinen darüber geben.

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6. Zuerst die Seiten des Strudels einschlagen, dann die Seite von der aus ihr den Strudel einrollt, das Ende bleibt offen. Nun schnappt ihr euch die Tischdecke und beginnt den Strudel damit einzurollen, das geht ruckzuck. Den Strudel vorsichtig in eine gefettete Form geben und mit dem zweiten Teigling genauso verfahren. Die Strudel auf der mittleren Schiene bei 200 Grad so lange backen bis sie goldgelb sind.

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7. Sind die Strudel goldgelb, die Form aus dem Ofen nehmen und mit einem Tuch abgedeckt auskühlen lassen bis sie etwa lauwarm sind. Danach mit etwas Puderzucker bestreut servieren.

Schon immer wollte ich von meiner Mutter gerne sehen wie genau das mit dem selbstgemachten Strudelteig funktioniert und wie ich es schaffe, ihn dermaßen dünn auszuziehen. So, dass er dabei trotzdem nicht reißt. Hauchdünn eben, was er für die süße Version allerdings nicht sein muss, da geht auch etwas dickerer Teig.

Es sind ein paar Schritte, aber es geht ganz schnell bis man mit dem Teig warm wird und den Dreh wortwörtlich heraus hat. Schwer ist er wirklich nicht zu machen und man kann den Strudel mit allem füllen, was man gerade da oder wozu einem gerade der Sinn steht. Strudelteig selbst zu machen ist kinderleicht wie ihr seht und schmeckt gleich 10x besser als gekaufter.

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Ihr habt den Strudel nachgebacken oder ihm eine andere leckere Füllung verpasst? Dann freue mich sehr über euer Feedback, Meinungen, Erfahrungen, Kritikpunkte aber auch Fotos. Wirklich, immer her damit, ich mag doch sehen was ihr hieraus macht. Vielleicht habt ihr aber auch ein tolles Rezept für einen alt bewährten Strudelteig von Omi? Das interessiert mich natürlich auch jederzeit.

Bis dahin wünsche ich euch ein wunderbares und kuscheliges Wochenende! Ich verziehe mich jetzt mit der 743746343 Tasse Tee unter zig Schichten warmer Decke auf´s Sofa.

Viele Grüße (noch) aus Kroatien bzw. puno pozdrava iz Osijeka,

Eure Strudelfee Sonja

Küchensoundtrack: kroatische Radiosender, die ich euch erspare.