Lavendel-Thymian-Brot

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Brotzeit-Banner von Miss Blueberrymuffin

Endlich habe ich es geschafft und ein Brot als Beitrag zur Brotzeit gebacken. Der August wurde, wie schon angekündigt, von Miss Blueberrymuffin vor wenigen Wochen zum Brotback-Monat erkoren und so machte auch ich mich daran mich in die Reihe der Brotbäckerinnen einzureihen. Die Auswahl ist mir nicht leicht gefallen und dieses Rezept hat mich sofort angesprungen!

Warum? L-A-V-E-N-D-E-L?! Dieses Lavendel-Thymian-Brot hätte ich zu gerne bei einem Picknick in der Provence dabei und obendrauf etwas Ziegenfrischkäse, mhhhh herrlich! Und danach direkt ein paar frische Feigen. Hhmmm… Glück kann doch so einfach sein.

Ihr braucht für einen Laib:

ca. 1 TL Lavendelblüten

einige Zweige frischen Thymian

2 Knoblauchzehen

150ml Milch

1/2 Würfel Hefe (21g)

350g Weizenmehl Type 550

ca. 1 TL Meersalz

ca. 1/2 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

2 TL gutes Olivenöl

Funktioniert so:

1. Ein paar Thymianzweige vom Pflänzchen deines Vertrauens ernten, waschen, trocken tupfen und fein hacken. Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder durch eine Knofi-Presse drücken. Milch und 100ml Wasser leicht erwärmen, die Hefe hineinbröckeln und darin auflösen.

2. Mehl, Salz, Pfeffer, Lavendel (hier vorsichtig dosieren!), Thymian, Knoblauch, Öl und die Milch-Hefe-Mischung mit den Knethaken des Handmixers zu einem glatten Teig verkneten und an einem warmen Ort zugedeckt ca. 45 Minuten schlafen lassen. Im Idealfall ist er danach um einiges gewachsen. Der Idealfall ist bei mir nicht eingetreten. Falls dir das auch passieren sollte, nicht verzagen. Das Brot wird trotzdem gut!

3. Den Teig jetzt nochmals auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und zu einer länglichen Rolle formen, es sollte dann wie ein dickes Baguette aussehen. Das Brot zu einem Zopf eindrehen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und etwas Meersalz darauf streuen. Jetzt nochmal 20 Minuten zugedeckt gehen lassen. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen.

4. Nach der Ruhezeit das Backblech auf der mittleren Schiene 30-40 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Wenn es fertig ist im Ofen etwas abkühlen lassen und dann direkt mit frischer Butter oder Ziegenfrischkäse genießen. Oberyummy!

Leider ist mein Teig so überhaupt nicht aufgegangen.. Das ist mir vorher noch nie passiert, und ich arbeite sehr gerne mit Hefe. Habe allerdings zum ersten Mal die Hefe in der Milch aufgelöst und vermute daher, dass die Milch zu heiß gewesen sein könnte? Oder sich die Hefe wegen meiner Ungeduld nicht komplett aufgelöst hat. Kennt sich da jemand aus?

Das ist aber, wie gesagt, kein Weltuntergang. Das Brot ist trotzdem toll geworden und ich werde es auf jeden Fall wieder backen! Der Duft nach Kräutern, der dabei in der Küche liegt ist einfach unnachahmlich und lässt mich unweigerlich in Gedanken durch provenzalische Gässchen schlendern, wo man eben diesen auch vorfinden könnte.

Na, hab ich euch Lust auf ein leckeres Lavendel-Thymian-Brot gemacht? Dann ist ja alles bestens!

Liebe (leider nicht provenzalische sondern) schwäbische Grüße

Eure Sonja

12 Comments

  1. Anja de Vries says

    Hey,
    dieses Rezept werde ich auf jeden Fall nachbacken,hört sich sehr abenteuerlich an und ich freue mich immer auf neue Rezepte.
    Die Hefe habe ich selber auch mit Milch aufgelöst,funktioniert sehr gut.Ich denke,das die Milch bei dir zu warm war.Kräuter und Hefe haben keine gegensetzliche Lösung. Ich habe schon viele Brote gebacken,auch mit Kräutern und es hat immer super geklappt.
    Ich gehe aber auch her,wenn ich den Teig mit einem Mixer fertig habe,das ich selber noch mal mit der Hand rangehe.Vom Rand mit den Fingern zur Mitte mit dem Handballen,damit sich die Hefe wohlfühlt und nochmals angeregt wird.Ist ein super Tipp von einem sehr guten Freund,der auch Bäcker ist.
    Hoffe,das ich dir damit geholfen habe. Gutes Gelingen fürs nächste Mal.

    • Hallo Anja,

      um Himmels Willen, dieses Rezept ist tatsächlich schon fast fünf Jahre alt?! Mittlerweile backe ich mein Brot ausschließlich selbst und finde mein damaliges Problem aus heutiger Sicht irgendwie schnuckelig-charmant. Sollte dieses Brot eigentlich mal wieder machen. Danke trotzdem für den Bäcker-Tipp, davon kann man nicht genug haben! :)

      Viele Grüße
      Sonja

  2. MeMary says

    Guten Morgen! Der Gedanke an dieses Brot hat mich fast 2 Tage beschaeftigt😏. Jetzt am Wochenende hab ich’s dann mal in Angriff genommen! Habs aber mit Dinkelmehl und Mandelmilch und mit einer Nachtruhe zubereitet… Heute Morgen gebacken und die Küche duftet großartig mmmmmhhhaaa GROßES KOMPLIMENT! Anschneiden werde ich es Morgen vor der Arbeit😋. DANKESCHÖN

  3. So, aufgegangen ist es wunderbar, es riecht auch gut… mal sehen, wie es nachher schmecken wird! Ich werde berichten!

    Liebste Grüße, Claudia

  4. Liebe Sonja,

    ich habe dein Lavendel-Thymian-Brot zu einer Feier gebacken. Dazu habe ich noch Fetacreme gemacht.

    Das Brot ist soooo lecker. Ich werde es auf jeden Fall wieder machen (dann aber gleich zwei).
    Es war meine erstes komplett selbst gemachtes Brot und ich war ganz begeistert, wie einfach es doch war.

    Heute habe ich das Rezept für die Fetacreme auf meinem Blog veröffentlich und im Post auch gleich auf dein tolles Lavendel-Thymian-Brot verlinkt.

    Viele Liebe Grüße,

    Lunado

    • Liebe Lunado,

      das ist das größte Lob, das man als Bäckerin bekommen kann, vielen Dank! Ich freu mich sehr, dass das Rezept funktioniert hat und auch so toll bei dir ankommt. Ich finds auch wichtig, dass das erste selbstgemachte Brot gelingt und man nicht gleich resiginiert sondern angespornt ist. Es muss nicht immer kompliziert sein um gut zu sein.

      Habe mir deinen Blog auch mal angeschaut, gefällt mir gut! Da schaue ich ab sofort öfter rein.

      Liebe lavendelige Grüße
      Sonja

  5. uiuiui – dein brot sieht wunderbar gelungen aus! ist ja net grad einfach so ein perfektes brot hinzubekommen.^^

    mit lieben grüßen,
    sarah maria

  6. Hi, das Brot sieht total gut aus,das werd ich wohl auch mal ausprobieren :)
    Dass es nicht so gut aufgegangen ist, könnte daran liegen, dass die Hefe sich vom Knoblauch und/oder Lavendel „gestört“ fühlt, vielleicht klappt es besser, wenn man diese Zutaten erst später mit einknetet. An der Milch sollte es auf jeden Fall nicht gelegen haben.
    Liebe Grüße!

    • Danke Heidi! :) Bist du schon einmal dazu gekommen? Das könnte natürlich sein.., wobei die sich bestimmt nicht so einfach und gut im „fertigen“ Hefeteig verteilen lassen. Kann es sein, dass die Milch evtl. einfach nicht warm genug war bzw. zu warm?

      Liebe Grüße
      Sonja

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