Hausgemachte Erdnussbutter in nur 5 Minuten

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Geschenke aus meiner Küche

Erdnussbutter ist so ein Lebensmittel, dem ich nie wirklich viel abgewinnen konnte. Bis vor etwa zwei Jahren war sie auch überhaupt nicht in meinem Küchenschrank vertreten, niemals, nie, nie, nieeeeemals nicht. Ich habe sie immer als eine dieser seltsamen amerikanischen Essgewohnheiten abgetan und fand es einfach nur pervers sich so etwas mit ner dicken Schicht Butter darunter auf´s Brot zu schmieren. Was soll man mit Erdnussbutter nur tun? Wer hat Erdnussbutter erfunden und wozu? Zum Essen?

Dann probierte ich jedoch ein Rezept für Erdnussbutter-Kekse aus. Einfach so, aus Mut zu Neuem. Das soll ja ab und an nicht schaden, hab ich mir sagen lassen. Und seitdem hatte ich ab und an auch Erdnussbutter im Schrank, aber natürlich nur für die Kekse und nie zum auf´s Brot schmieren. Ich kaufte mir diese mal im Bioladen und mal im Supermarkt, fand sie aber immer irgendwie… erschlagend. Wisst ihr, was ich meine?

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All I need is neben love auch noch das hier. ;)

Und dann ist mir kürzlich der Blog Leckerbox über den Weg gelaufen und ich entdeckte ein Rezept für selbstgemachte Erdnussbutter. Genau mein Fall, die musste ich ausprobieren. Und wie lecker sie ist! Aufgrund meiner Fructose-Intoleranz bin ich für solche Rezepte immer sehr dankbar, denn dieses  ist mit Reissirup und kommt ohne viel Süße aus. Auf die gekaufte Variante verzichte ich da freiwillig, da dort herkömmlicher Zucker enthalten ist und ich in der Hinsicht aufpassen muss.

Hier nochmals das Rezept für ein mittelgroßes Glas:

– 200g geröstete Erdnüsse (nur geröstet, nicht gesalzen sonst wird es zu salzig)
– 2 EL Reissirup (für Normalos geht natürlich auch milder Honig oder Agavensirup)
– 2 TL Erdnussöl
– 2 Prisen Salz

Funktioniert so:

1. Die gerösteten Erdnüsse in ein etwas höheres Gefäß/Schale geben und die Erdnüsse so lange mit dem Pürierstab bearbeiten bis sie eine cremige Konsistenz erhalten. Jemand nannte es passenderweise auch „…und dann Holladrio mit dem Pürierstab“.

2. Zwischendrin das Erdnussöl, etwas Salz und den Reissirup hinzugeben. Lieber erstmal etwas weniger. Das Ganze immer schön weitermixen, bis ihr mit der Masse zufrieden seid. Und dann ist das Ganze auch schon fertig und ihr könnt es in ein steriles Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Dazu schmeckt geröstetes Weißbrot.

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Bei mir waren zum Schluss noch einige Erdnussstückchen drin, aber das mag ich ganz gerne. Den Reissirup hätte ich schon beinahe weglassen können, aber so ist es noch immer nicht zu süß und ich mag die leicht salzige Note. Ich finde die Erdnussbutter richtig gut und sie geht vor allem richtig schnell und einfach. Optimal, wenn man nicht lange in der Küche stehen und sich oder seinen Kids zwischendurch oder zum Frühstück etwas Leckeres auf den Tisch stellen möchte.

Von dieser Erdnussbutter bin ich überzeugt. Die esse sogar ich als bisherige Anti-Erdnussbutter-Tante, wie ihr nun wisst. ;) Versucht es doch auch mal, ihr werdet sehen, einfacher geht´s fast nicht mehr. Danke Mona für die Inspiration! Ich glaube nächstes Mal haue ich noch ein paar Sesamkerne mit rein, mhhh..

Ich bin schon gespannt auf eure Berichte und Meinungen dazu und wünsche euch noch einen schönen Montagabend,

Süße Grüße

Sonja

8 Comments

  1. Vielen Dank für das tolle Rezept! Bis jetzt war mir einfach nicht klar, dass man Erdnussbutter auch selber machen kann. Das werde ich auf jeden Fall probieren!
    Viele Grüße
    Christiane

  2. Oh toll! Ich liebe Erdnussbutter! Bei uns kommt die crunchy Variante (OHNE voher noch Butter aufs Brot zu schmieren) auf schönes frisches Brot und darüber ganz klassisch Marmelade. Am liebsten Aprikosenmarmelade oder selbstgemachtes Himbeer-Jostabeeren Gelee.
    Auf die Idee, Erdnussbutter selber zu machen, bin ich irgendwie noch nie gekommen… Tolle Sache!
    Vielen Dank für das schnelle und einfache Rezept, werd ich am Wochenende gleich mal ausprobieren! :-)

    Liebe Grüße
    Chiri

  3. Ich habe auch seit meiner FI Diagnose auf Erdnussbutter verzichtet… ich esse sie so wahnsinnig gerne unter Schokoaufstrich :-D
    Das Rezept werde ich also auf jeden Fall dazu verwenden meine Lieblings-Frühstücks-Kombi nach all den Jahren endlich wieder aufs Brot zu schmieren!
    liebe Grüße =)

  4. Seit ich einen Pürierstab habe, der Nüsse klein bekommt, experimentiere ich auch mit Schokoladen- und Nussaufstrichen. Das ist aromatisch so ein Unterschied zu gekauften und man kann Tonkabohne oder Espresso dazugeben, ganz wie man mag. Süßen, wie man es mag. Und die Nüsse nehmen, die man am liebsten mag. Macadamia z.B. Oder gar gemischt! Du siehst, es gibt einiges auszuprobieren!
    PS: Erdnussbutter mochte ich schon immer ;-)

  5. Also ich kann ja gar nicht verstehen, wie man Erdnussbutter nicht mag. Letzten Sommer in Florida habe ich wie ein Verrückter alle Süßigkeiten durchprobiert, in denen welche drin war :) Und mein derzeitiger Lieblingsbrotauftrich ist Erdnussbutter mit Nutella gemischt (kann ich wirklich nur empfehlen!).
    Liebe Grüße und DANKE für das Rezept,
    Steffen

  6. Hallo Sonja,
    freut mich das Dir die Erdnussbutter schmeckt. Ich habe am Freitagabend auch mal fix neue gemacht, und diesmal ohne den Wintervorrat an Nüssen schälen zu müssen, denn die sind zum Glück aufgebraucht. Es geht soooo fix, und diesmal habe ich auch etwas länger püriert und sie ist noch etwas cremiger geworden. Am Samstag Morgen wurde sie dann ganz wunderbar auf einem frischem Brötchen gegessen…mhmmmmm.
    Wünsche Dir noch einen schönen Abend.
    LG
    Mone :-)

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