Malzbier-Schokoladen Gugelhupf für echte Kerle!

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Backen / Schokolade

… und solche, die es werden wollen. Und ja verdammt, ich gebe es zu, ich bin gerade selbst süchtig geworden! Eben komme ich vom Stuttgarter Weihnachts-Bloggerstammtisch nach Hause geschneit und das erste, was ich tue, ist, die Kuvertüre für diesen Gugelhupf zu schmelzen. Man muss ja praktisch denken und das schöne Licht noch ausnutzen ehe es weg ist. War es nicht schön heute?

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Diesen Männer-Gugelhupf habe ich nun zum zweiten Mal gebacken und werde ihn auch ein drittes, viertes, fünftes,… hundertstes Mal backen. Es muss nicht unbedingt Guinness für den Kuchen sein, auch wenn dies natürlich das Originalrezept der Hummingbird Bakery verlangt. Ihr könnt getrost jedes andere, dunkle Malzbier dafür verwenden. Der Kuchen wird trotzdem sehr gut schmecken!

Ich korrigiere, nachdem ich ihn nun nochmals gekostet habe: der Kuchen schmeckt noch viiieeel viiieeel besser mit diesem Bier als mit Guinness! Ohne Scheiß jetzt… Müsst ihr probieren, das gibt´s im Bioladen eures Vertrauens.

Karamalz wäre für eine alkoholfreie und/oder kindgerechte Version sicherlich auch interessant… Das wird noch ausprobiert. Hier nun die Zutaten für diesen Gugelhupf zum Niederknien (und ich würde das nicht sagen, wenn es nicht wirklich so wäre):

Zutaten für eine große Form:

250ml Guinness oder ein anderes dunkles, malziges Bier (ich hatte Lammsbräu Dunkel)

250g Butter

80g Kakaopulver

200g Zucker

100g braunen Zucker

60g gehackte Zartbitter-Schokolade

2 Eier

Msp. gemahlene Vanille

140ml Buttermilch

280g Mehl

1/2 TL Backpulver

2 TL Natron

200g gute Zartbitter-Kuvertüre (ich hatte welche von Rapunzel)

2 EL Kakaobohnensplitter

Funktioniert so:

1. Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Eine Gugelhupfform fetten und mit etwas Mehl ausstreuen, damit der Gugl später auch schön raushüpft.

2. Das Bier zusammen mit der Butter in einem Topf sachte erhitzen bis die Butter geschmolzen ist. Nun vom Herd nehmen und den Kakao, die beiden Zuckersorten und die Vanille unterrühren bis sich der Zucker größtenteils gelöst hat. Buttermilch und Eier verquirlen und unter die nicht mehr ganz so heiße Bier-Zuckermischung rühren.

3. Mehl, Backpulver und Natron in einer Schüssel mischen. Die Biermasse in zwei bis drei Etappen hinzugießen und abwechselnd mit dem Handrührgerät vermengen bis sich alles gut verbunden hat. Zum Schluss die gehackte Schokolade unterheben. Der Teig ist recht flüssig, aber keine Sorge, das muss so.

4. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und für 45-50 Minuten auf der mittleren Schiene des Ofens backen. Den Kuchen  im Auge behalten und lieber etwas früher hineinspicken und die Stäbchenprobe machen, er darf nicht zu trocken werden. Ist der Kuchen fertig, einige Minuten in der Form belassen, anschließend stürzen und vollkommen auskühlen lassen.

5. Für den Schokomantel die Kuvertüre im Wasserbad auf ca. 37 Grad erwärmen und unter Rühren schmelzen lassen. Nun über den Gugelhupf geben. Ich finde es schön, wenn er nicht ganz bedeckt ist und die Schokolade schön dick an den Seiten herunterfließt. Jetzt noch einige Kakaobohnensplitter oder gehobelte, geröstete Haselnüsse darauf verteilen und erkalten lassen. Et voilá, fertig ist der perfekte Gugelhupf für echte Männer!

Meine bisherigen Testesser konnten nicht genug davon bekommen. Es ging sogar soweit, dass mir mein eigenes Stück, welches ich mir nach der Backerei jawohl redlich verdient hatte, vom Teller weggefuttert wurde, als ich gerade mit der musikalischen Untermalung des Abends beschäftig war?! Ganz schön dreist, wenn ihr mich fragt. Niemand klaut einfach ungestraft der Bäckerin ihren eigenen Kuchen vom Teller, tss…

Na jedenfalls bedeutet das ja, dass irgendwas dran – oder drin? – sein muss an diesem Kuchen. Sorgt euch nicht um all den Zucker, das ist keinesfalls zu viel, er wird nicht zu süß schmecken, wir müssen dem herben Bier ja einen passenden Gegenspieler gegenüberstellen.

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Jetzt beim zweiten Mal mit dem dunklen bayerischen Bier haut mich der Kuchen auch von der Saftigkeit total um, ich finde ihn so wie er ist einfach p-e-r-f-e-k-t!

Ich kann nicht mehr dazu sagen, ihr müsst euch selbst davon überzeugen. Backt ihn, probiert ihn und bildet euch eine Meinung. Ich hoffe ihr habt noch einen wunderbaren 3. Advent, genießt den Abend und bis bald!

Eure Sonja

(die nicht mehr aufhören kann diesen Gugl zu essen… Eines Tages vielleicht. Wenn nichts mehr davon übrig ist. Ach was soll´s… Attacke!)

26 Comments

  1. Pingback: Schoko-Bier-Cupcakes mit Kirschfüllung – Glück ist backbar

  2. Liebe Sonja,

    ich liebe, liebe, liebe diesen Kuchen! Ich habe ihn bestimmt schon vor einem Jahr bei Dir gefunden und seitdem zahllos nachgebacken. Er ist einer meiner absoluten Lieblinge geworden! Jetzt denke ich endlich einmal dran, hier auch zu kommentieren ;)

    Ich habe dein Rezept diese Woche nämlich mal zu Schoko-Bier-Kirsch-Cupcakes abgewandelt. Darf ich das Rezept in meinem (gerade entstehenden) Blog-Eintrag zitieren und Dich verlinken?

    Ganz liebe Grüße!

    Laura

    • Hallo Laura,

      jetzt hätte ich doch fast vergessen Dir zu antworten… Dein Feedback zu dem Kuchen freut mich ungemein!! Habe ihn selbst schon viel zu lange nicht gemacht. Natürlich darfst Du das Rezept sehr gerne verlinken. Ich freu mich! Und bin schon ganz gespannt auf deine unheimlich lecker klingenden Cupcakes, vielleicht mache ich dann doch lieber gleich die. :)

      Viele Grüße
      Sonja

  3. Pingback: {nachgebacken} Malz – Schokoladen – Kuchen | Suses Koestlichkeiten

  4. Katharina K. says

    Hi Sonja,

    vielen, vielen Dank für das super leckere Rezept! Ich habe den Kuchen diese Woche schon zwei Mal backen „dürfen“ und beide Male Malzbier dafür verwendet (dafür etwas den Zucker reduziert) – der Kuchen wird sehr feucht, saftig und schokoladig, ohne schmierig zu sein.
    Auf den Schokoguß haben wir allerdings verzichtet (hatte nur etwas Puderzucker drauf), der passt wohl eher zu der etwas herberen Version mit „echtem“ Bier, so war uns das zu viel des Guten…

    Lieben Gruß
    Katharina

  5. Kirsten says

    Hallo! Hat jemand schon den Kuchen mit Karamalz (also alkoholfreiem Malzbier) probiert?
    Muss das dunkle, malzige Bier eher süßlich sein oder eher herb? Hat jemand einen Biertipp für eine Nordhessin?

    • Hallo Kirsten,

      ja, der Kuchen wurde auch schon alkoholfrei mit Karamalz gebacken. Da das aber süßer ist, empfehle ich hier den Zucker zu reduzieren, wenn du keinen Schock bekommen willst. Das Bier für den Kuchen sollte in jedem Fall dunkel, nicht zu süß und mit einem malzigen Geschmack sein, ich benutze am liebsten das, welches ich auch im Rezept verlinkt habe. Du kannst aber auch Guiness oder ein anderes nehmen. Vielleicht gibt es ja eine lokale Brauerei in deiner Nähe, die so eines hat. In Nordhessen kenne ich mich biertechnisch leider nicht aus. :)

      Liebe Grüße
      Sonja

      • LECKER ist er geworden!! Habe gleich mal zwei Stücke an meine lieben Nachbarinnen verteilt und sie finden ihn auch super gut! :D Danke also fürs Rezept. Habe lediglich zwei kleine Änderungen vorgenommen: Joghurt statt Buttermilch, weil ich die sonst immer nicht mehr wegbekomme und sie schlecht wird und ich Joghurt lieber mag und 50 g weniger Zucker… fürs Gewissen ;))

        Liebe Grüße! Stefanie

      • Hey Stefanie,

        das freut mich total! Ich finde es übrigens auch immer unsinnig mit diesen riesen Buttermilch-Packungen, aber mache mir aus dem Rest dann gerne einen Bananenshake oder sowas. Finde das aber toll zu wissen, dass es auch mit Joghurt so gut klappt! Vielleicht mache ich ihn dann nächstes Mal auch so. ;)

        Liebe Grüße und vielen Dank dir,
        Sonja

      • Hi Sonja. Ja stimmt, für Shake fehlt mir nur der Mixer… aber wieder ein Argument einen anzuschaffen ;)
        Habe gerade ein Scheibchen vom Kuchen mit einer Erdbeere gegessen und das hat mega gut gepasst!! Ich glaube die Kombo muss ich deswegen unbedingt demnächst in Form eines Erdbeerkuchens testen :D
        Liebe Grüße Stefanie

  6. Hallo Sonja, der sieht ja lecker!! aus, muss ich unbedingt probieren. Aber mal ganz doof jetzt gefragt: bei Schokokuchen mit Wein, schmeckt der Kuchen ja auch leicht nach Wein – wie ist es mit dem Lammsbräu Gugel – schmeckt man da das Bier raus?

    Schokoladige Grüße
    Stefanie

    • Hallo Stefanie,

      vielen Dank! Das gar keine doofe Frage, im Gegenteil, sie ist nicht ganz unberechtigt, man schmeckt das Bier aber tatsächlich nicht groß heraus. Ein klitzekleines Bisschen natürlich, aber keiner meiner Probanten wäre auf Bier als Hauptzutat gekommen. Ich hoffe das hilft dir weiter. :)

      Liebe Grüße
      Sonja

      • Ja prima, ganz lieben Dank fuer die schnelle Antwort! Dann kann ich gleich zum Bioladen hier ums Eck das Lammsbräu kaufen und heute Abend losbacken :D

      • Das klingt super und ich bin schon sehr gespannt wie du den Kuchen finden wirst! Ich hoffe es klappt alles und wundere dich nicht, wenn der Teig sehr flüssig erscheint. Das ist richtig so. :)

        Viel Spaß beim Backen und liebe Grüße
        Sonja

  7. Tekla says

    Woah: Der Wahnsinn! Die Kinder der Nachbarschaft haben sich dickbackig mampfend drauf gestürzt, der „echte Kerl“ (der eigentlich keinen Schokokuchen mag) war hin und weg, Nachbars Erdbeerkuchen hatte entsprechend das Nachsehen und mein Schokogugel war ratzfatz weggekrümelt. Ha! Aber was ess ich jetzt? Montagsfrust.

    • Sooo viel Schokoglück, ich bin begeistert! Der Guiness-Kuchen aus Süße Sünden diente mir auch als Vorlage, nur dass ich ihn mit diesem deutschen Bier noch leckerer finde. Ohhh ich komme gar nicht mehr auf dem Freuen raus… es freut mich, dass er dir schmeckt! :)

      • Hast du etwa etwas anderes erwartet, bei so viel guter Schokolade im Teig?? :-) Ich habe übrigens ganz mutig noch rosa Pfefferbeeren zerstoßen und auch in den Teig gemischt – seeeehr lecker. Ein Blog-Post folgt natürlich bald!

      • Mhhhh, das sieht dann auch noch sehr hübsch aus. Ich freue mich auf deinen Post und schiebe mir solange noch ein Stück Kuchen rein (anders ist das ja nicht auszuhalten^^)!

  8. Hey Sonja,

    nach soviel Cremigkeit letzte Woche, soviel Saftigkeit?! Du weisst, ich lass mich gerne begeistern! Wird alsbald nachgebacken! Danke für das Rezept!

    Liebe Grüße aus Hessen!
    Gyöngyi

    • Hey Gyöngyi,

      nach „sooo cremig“ kommt jetzt „soo saftig“ und „soo schokoladig“, als Schokojunkie empfehle ich dir einen Bissen davon! ;) Bitte dann unbedingt berichten wie dir der Kuchen geschmeckt hat.

      Liebe Grüße
      Sonja

  9. Ok ok du hattest mich heute morgen schon! Das sieht so gut aus, hätte zu gerne ein Stückchen davon :)

    Kussi

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