Ein fruchtiger Tag: das CampCuisine von SanLucar

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Dies und das

Nun ist er schon etwas her, der tolle Tag, den ein paar andere supernette Bloggergirls und ich vor etwa drei Wochen im Zauberlehrling in Stuttgart verbringen durften. SanLucar – die mit dem Obst und Gemüse, welches ihr vielleicht aus dem Supermarkt kennt – hatte geladen einen ganzen Tag im Zeichen frischer Obstgenüsse, gemeinsamen Diskussionen rund um gesunde Ernährung und einem anschließenden gemeinsamen Kochkurs zu verbringen.

Als ich die Email mit der Einladung in meinem Postfach hatte, war ich sofort Feuer und Flamme! Auch wenn meine Tanzgruppe am 29. März einen Auftritt hatte, stand für mich fest, dass ich diesmal nicht mittanze sondern mich mit dem Anbau und Infos rund um Obst beschäftigen würde und was es alles durchläuft, bis es letztendlich in unseren Obstschalen Zuhause landet. Toll, dass es so ein Event mal in Stuttgart gab!

IMG_1577Wir fanden uns also am 29. März kurz vor 11 Uhr vor der Kochschule und dem Private Room des Zauberlehrlings ein. Die Zeit davor hatte ich bei schönstem Sonnenschein noch dazu genutzt eine Runde auf dem Karlsplatz-Flohmarkt zu drehen. Danach ging es dann mit einem späten Brunch los, der wirklich keine Wünsche unsererseits offen ließ und vermutlich war ich nicht die Einzige, die im ersten Moment mit all der Auswahl überfordert war. Es gab alles, was zu einem ausgewogenen Frühstück dazu gehört und natürlich den ganzen Tag über jede Menge Obst von SanLucar. Jetzt da wir unter uns sind, kann ich euch ja verraten, dass ich bei den Erdbeeren etwas Bedenken hatte…

IMG_1564IMG_1571IMG_1567IMG_1596Da sie aber schonmal da waren, habe ich natürlich welche probiert und sie waren ganz okay. Geschmacklich haben sie mich nicht vom Stuhl gerissen, aber für März-Erdbeeren waren sie total in Ordnung. Auch von den Brombeeren und Heidelbeeren habe ich genascht und hier und da ein Eckchen Ananas – ich muss doch aufpassen mit dem Fruchtzucker… Wusstest ihr, das der untere Teil der Ananas stests der süßeste ist? Mit Beeren im März kann ich mich nach wie vor nicht anfreunden, es gibt für mich einfach nichts Schöneres als die duftenden heimischen Erdbeeren vom Markt. Ich würde also auch diese im Supermarkt nicht kaufen, nichts gegen SanLucar.

Nach diesem opulenten Brunch ging es weiter mit einer kleinen Vorstellungsrunde und einer Präsentation von Marketingmann Gunnar. Im Schnelldurchlauf lernten wir das Unternehmen kennen und erfuhren, dass es SanLucar sehr wichtig ist langfristige Kooperationen mit Obst- und Gemüsebauern aufzubauen, die allgemeinhin Meisteranbauer genannt werden. Für jedes Produkt gibt es einen solchen in den unterschiedlichsten Ländern und Gebieten, überall da, wo eben das Klima und die Anbaubedingungen für Erdbeeren oder Tomaten oder Bananen oder Äpfel oder… am besten sind. Es gibt solche Meisteranbauer auch hier bei uns in Deutschland, die Erdbeeren, Äpfel oder Tomaten kommen also nicht immer nur aus fernen Ländern zu uns. Wir haben auch gelernt, dass die Erdbeeren in Spanien weniger Sonne abbekommen als unsere heimischen, dafür haben sie es dort wärmer. Hier bei uns kann also nicht dieselbe Sorte gedeihen wie dort. Klingt logisch.

Um es den Pflückern leichter zu machen, wachsen die Erdbeeren auch nicht am Boden sondern sind in einer Art Hochbeet angelegt. Das macht es aber nicht nur leichter an die Früchte heranzukommen, da man nicht gebückt arbeiten muss, sondern ist zugleich auch hygienischer, weil die Erdbeeren nicht mit der Erde in Verbindung kommen. Alles Punkte an die man nicht unbedingt denkt, die dadurch aber nicht minder interessant sind. Da wird wirklich an alles gedacht und das Wohl der Mitarbeiter ist für SanLucar sehr wichtig, das Unternehmen ist sich der sozialen Verantwortung ihnen gegenüber sehr bewusst. Auf faire Arbeits- und Anbaubedingungen sowie Bildung und eine wirtschaftliche Entwicklung vor Ort wird großer Wert gelegt.

Wie wird entschieden, welche neue Erdbeersorte ab sofort angebaut und verkauft wird und welche nicht? Dorothee erzählte, dass alle Mitarbeiter vor Ort jederzeit dazu eingeladen und aufgefordert sind, neue Sorten zu verkosten und ihre Meinung dazu abzugeben. Wir alle wissen, dass Geschmäcker verschieden sind, aber es ist doch irgendwie schön, dass das auf diese Weise passiert und nicht einer von oben diktiert, was angebaut wird und was nicht. Es wird am Ende die Sorte genommen, die den meisten Personen schmeckt. Da kann es durchaus sein, dass genau diese Sorte dir oder mir so ganz und gar nicht zusagt. Eine weitere Anmerkung: entgegen dem, was die meisten denken kommen die Erdbeeren von SanLucar genauso wie alle anderen Obst und Gemüsesorten keinesfalls mit dem Flugzeug eingeflogen. Die Bananen sind beispielsweise 3-4 Wochen auf dem Seeweg unterwegs und diese Zeit brauchen sie auch.

IMG_1586IMG_1592IMG_1597Ich könnte hier ewig weiterreden, aber das das würde den Rahmen wohl mehr als sprengen. Weiter im Programm! Charlotte, Gunnar, Daniel und Dorothee – die beiden kamen für das CampCuisine aus Valencia hergeflogen – standen zu jeder unserer Fragen Rede und Antwort. So erfuhren wir auch wie schwierig, hektisch und stressig es für die Logistik wird, wenn einer der vielen Händler eine Palette bestellter Erdbeeren plötzlich absagt – wir alle wissen, wie empfindlich diese Beeren sind und, dass sie keinesfalls lange herumstehen dürfen. Auch der diesjährige frühe Wärmeeinbruch hat Folgen für den Handel mit Obst, denn so blieb man auf einem Haufen Orangen sitzen, die keiner haben wollte. Was tun? Orangensaft machen! So einfach ist das aber nicht immer.

Ihr seht, das Ganze hat unendlich viele Facetten und es war schön, dass alles mal gemeinsam an einer Tafel in einem kleinen Kreis mit den vieren diskutieren zu können. Da solche Themen aber auch Hunger machen und wir uns trotz allem nicht nur von dem vielen tollen Obst, süßen Snacks und Kaffee ernähren können, ging es ab 17 Uhr in der Kochschule mit den beiden Köchen Moritz und Marcel zum praktischen Teil über!

IMG_1606IMG_1614IMG_1628Dabei war ein Teil von uns für Teile der Vorspeise und das Dessert zuständig und der andere für den bzw. die Hauptgänge. Ein 4-Gänge-Menü macht sich schließlich nicht von alleine und die gemeinsame Zubereitung hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! Zumindest in der Desserttruppe, auch wenn ich mir Schöneres vorstellen kann als vor sechs oder mehr Menschen mehrere Eier für unser Vanilleeis erfolgreich zu trennen. *hust* Glücklicherweise hab ich das erfolgreich und ohne Pannen hinter mich gebracht…

Marcel hat uns toll angeleitet und uns dabei auch den ein oder anderen Kniff gezeigt. Ich kann jedem nur empfehlen sich das mal genauer anzusehen und das Essen war der Oberknaller! Ich kann mich nicht erinnern je ein besseres Kalbsschnitzel mit frischer Meerrettichkruste gegessen zu haben als dort. Für das Essen kann ich getrost die Note 1 mit Sternchen vergeben, der ganze Tag war aber einfach wahnsinnig spannend, lehrreich und gespickt mit allerlei interessanten Gesprächen. Problemlos könnte ich euch jetzt noch vom Job des Bananenreifers erzählen und weshalb eine Verpackung bei Obst und Gemüse ab und an sehr sinnvoll ist, ihr dürft auch jederzeit gerne losschießen, wenn ihr Fragen habt.

Unser Menü bestand aus folgenden Speisen:

Vorspeise

Grüner Salat mit Balsamico-Dressing,

dazu Avocadocreme mit karamellisierten Kirschtomaten und grünem Spargel im Backteig

Zwischengang

Risotto mit Salsa Verde und einer flambierten Garnele

Hauptgang

Kalbsschnitzelchen mit Meerrettich Kruste, dazu Ratatouille und Sellerie-Püree

Dessertvariation

Erdbeermousse

karamellisiertes Ananasragout

Mangochutney mit tasmanischem Pfeffer

geeiste Melonensuppe

selbstgemachtes Vanilleeis an Birnenragout und Schokoladensauce

als moderne Variante der Birne Helene

Das Ganze sah dann so aus:

IMG_1637IMG_1645IMG_1650IMG_1654Zum Schluss würde mich noch brennend interessieren, wie ihr denn zu dem Thema Obst und Gemüse steht: achtet ihr darauf wo es herkommt und wie es dort angebaut wird? Wo kauft ihr euer Obst und Gemüse am liebsten/meisten – eher im Supermarkt oder regional und saisonal auf dem Wochenmarkt? Achtet ihr sehr darauf , wie es verpackt ist oder kauft ihr eher unverpackt?

Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals bei SanLucar, Charlotte, Dorothee, Daniel und Gunnar für dieses tolle Event und die Einladung in eine so tolle Location mit all dem Obst und guten Gesprächen! Am nächsten Tag ging es mir trotz der Intoleranz bestens; ich schreibe das mal dem Fakt zu, dass das Obst kaum bis gar nicht behandelt wird und werde das weiterhin testen. Vielen vielen Dank euch allen!

Süße Grüße von Sonja

Außerdem dabei waren folgende Bloggergirls:

Carina von …like a piece of New York Cheesecake…

Jessi von Luxuria

Tina von Lunch for One

Sonja von Die kleine Brezel

Karen von Karens Backwahn

Tanja und Emira von Ihana

Anna von Anna im Backwahn

Christina von Christina´s Catchy Cakes

3 Comments

  1. Hallo Sonja,

    vielen lieben Dank für die Zusammenfassung. Die Bilder haben bei mir nochmal die Erinnerung an den schönen Tag mit euch allen geweckt (und an unsere Kochkünste ;-)). Und umso besser zu wissen, dass du das Früchtenaschen am nächsten Tag nicht bereuen musstest!

    Lieben Gruß aus Valencia nach Stuttgart, Dorothee

  2. Die tollen Bilder habe ich schon auf Insta bewundert… Das das Event im Zauberlehrling stattfand ist ja nochmal ein Highlight mehr :-) Ich sträube mich auch noch ein bisschen dagegen Obst, das jetzt noch keine Saison hat zu kaufen. Wenn es nicht sein muss, dann warte ich bis es heimisches Obst gibt.. Kannst du dich noch an die Neuseeland-Äpfel auf der eat&style erinnern? Da bevorzuge ich doch lieber die Bodenseeäpfel, auch wenn sie richtig gut geschmeckt hatten… ;-)

    • Hey Judy, muss gerade echt schaaarf nachdenken, denn an diese Äpfel kann ich mich gar nicht erinnern. Wahrscheinlich hatte ich aber auch gar keinen und weiß es deshalb nicht mehr… Die Äpfel vom Bodensee sind aber doch auch richtig gut. :) Ich sehe das genauso wie du und warte auch lieber auf heimisches Obst, zu dem einen oder anderen exotischen Obst sag ich aber nicht nein. Leider wachsen bei uns keine Mangos und Papayas… :(

      Liebe Grüße
      Sonja

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