Fructosearme Pasteis de Nata mit Mango-Vanille Topping, yeah!

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Backen / Fructosedingens

Das letzte lange Wochenende habe ich hier eine regelrechte fructosearme Back- und Dessert-Arie mit diversen Küchentanz- und-Rührbesen-schwing-Aktionen gestartet. Es ist herrlich, wenn man ein paar Tage frei hat, sich auf dem Balkon entspannen kann und einfach mal Zeit hat. Viel Zeit für Inspiration, neue und alte Ideen, die man schon lange mal umsetzen wollte. Oder einfach nur um mal wieder genüsslich ein Buch zu lesen. Bei Frusano hatte ich mir zu dieser Gelegenheit gleich sechs Packen aka 1,5 Kilogramm Getreidezucker bestellt für die ich ein halbes Vermögen liegen gelassen habe. Ist eben doch kein so günstiger Spaß das Ganze.

Ich hatte wieder einmal große Lust verträglich zu backen und ein paar Dinge abzuhaken, die ich schon lange gerne austesten und backen wollte. Die letzte Zeit habe ich viel zu oft gesündigt und das hinterher auch deutlich zu spüren bekommen. Deshalb gibt es für euch und für mich heute ein paar bekannte, aber abgewandelte portugiesische – nachdem Portugal gestern verloren hat, darf man das ja hoffentlich? –  Häppchen: Pasteis de Nata. Fructosearm (wenn ohne Topping) und mit selbstgemachter Kokosmilch, weil ich darauf momentan seeehr abfahre.

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Die Kokosmilch habe ich nach Anleitung von Urgeschmack gemacht. Dass es tatsächlich so einfach ist diese pflanzliche Milch mal eben so schnell und einfach selbst zu machen, das hätte ich nicht gedacht, ist aber oft so wie ich schon festgestellt habe. Ab sofort wird es sie also öfter geben, nicht nur zum Backen sondern auch als erfrischenden Drink bei warmen Temperaturen.

Meine Pasteis sind mit Getreidezucker gesüßt, ihr könnt aber genauso gut auch Traubenzucker nehmen oder – falls ihr keine Unverträglichkeit habt – ganz normalen Haushaltszucker. Die Mango-Vanille Salsa ist natürlich nicht unbedingt notwendig, macht die Pasteis für mich aber leckerer und interessanter – ich kann trotz allem einfach nicht ohne Obst! -, zudem könnt ihr sie auch eurem Besuch vorsetzen, wenn sich spontan welcher anmeldet, denn die Pasteis sind ruckzuck fertig.

Wetten, die merken nicht, dass diese Küchlein ganz ohne normalen Zucker gemacht wurden?

Zutaten für 12 Pasteis de Nata:

5 Eier

80ml Kokosmilch

80 ml Sahne

2 Msp. gemahlene Vanille

1 Pck. Blätterteig (Kühlregal)

50g Getreidezucker (Frusano)

Prise Meersalzflocken

Wer mag:

1 Mango

etwas gemahlene Vanille

Funktioniert so:

1. Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und das Muffinblech gut buttern. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

2. Den Blätterteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz noch etwas ausrollen. Mit einer Tasse/einem Glas mit ca. 10cm Durchmesser zwölf Kreise ausstechen und diese in die Mulden den Muffinblechs geben, hier kommt später die Eiermasse hinein.

3. Die Eier trennen und Eigelb, Zucker, Milch, Sahne, Vanille und die Prise Salz zusammen in einer Schüssel einige Minuten schaumig schlagen. Die Masse anschließend auf die Förmchen verteilen du das Ganze für 15-20 Minuten auf die mittlere Schiene des Backofens geben. Die Pasteis sollten leicht goldbraun werden.

4. Etwa 10 Minuten im abgeschalteten Ofen und anschließend draußen auskühlen lassen. Wer mag, kann jetzt noch die Mango-Salsa machen und dafür das Fruchtfleisch der Mango lösen und in kleine Würfel schneiden, zusammen mit etwas gemahlener Vanille in einer kleinen Schüssel vermengen und auf die ausgekühlten Pasteis de Nata geben.

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Fertig ist ein fructosearmer, aber dank ein wenig Mango – falls ihr sie vertragt, ich bilde mir immer wieder ein, dass ich es tue, aber wahrscheinlich ist eher das Gegenteil der Fall – dennoch fruchtiger und erfrischender, vor allem aber sehr schnell und einfach gemachter Nachmittags-Kaffeesnack für Intolerante und solche, die es nicht freiwillig werden wollen.

Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass auch wir leckere Sachen machen und essen können, auf die getrost auch andere mal neidisch sein können und nicht mehr umgekehrt so wie das sonst gerne ist. Jawohl, das geht nämlich auch!

Und nun wünsche ich euch noch eine gute Nacht und morgen einen  grandios fruchtigen Sonnentag!

Eure Sonja

6 Comments

  1. Tekla says

    Das hat sich gelohnt: glückliche Gäste und glückliche Bäckerin (die als nächstes irgendwas mit Baiser backen wird). Danke für das Rezept!

    • Yay, das find ich gut und jederzeit gerne! Falls du mir ein Foto deiner Werke schicken magst, stelle ich es auch gerne in mein „Nachgebacken“-Album auf Facebook.

      Liebe Grüße
      Sonja

  2. Annikki says

    Hallo! Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und mich gefreut, dass du fructosearme Rezepte postest. Ich habe nämlich vor kurzem meine Diagnose erhalten, dass ich keinen Fruchtzucker mehr vertrage und bin dementsprechend fleißig auf der Suche nach Rezepten. Daher: Blog sofort abonniert. :)
    Liebe Grüße
    Annikki

    • Hallo Annikki,

      ich freu mich sehr, dass du hergefunden hast! :) Ich weiß wie schwierig das erstmal ist bzw. sein kann, nachdem die Diagnose da ist. Dass du keinen Fruchtzucker mehr verträgst ist aber nicht korrekt, du verträgst einfach nur sehr viel weniger als früher mal und das kann sich auch wieder ändern. Wenn du Fragen hast oder Hilfe brauchst, dann kannst du mir gerne auch eine Email schicken.

      Die Rezepte hier sind nicht alle fructosearm, aber wenn, dann steht das immer dabei. Für die Karenzphase eignen sie sich allerdings erstmal nicht. Ich hoffe es gefällt dir hier. :)

      Liebe Grüße
      Sonja

  3. Eine schöne Variante der Pasteis de Nata! Ich muss mal an einer eiarmen oder -freien Variante basteln, wobei das sicherlich dann weniger autentisch wird.

    Aber eins könnte ich vielleicht trotzdem naschen ;)

    • Danke Sandra! Darüber habe ich auch nachgedacht, aber ich habe nicht so viel Erfahrung um ganze 5 Eier in diesem Rezept zu ersetzen. Ich finde das immer schwer, wenn mehr als zwei Stück drin, aber wenn du eine Möglichkeit findest, dann bin ich sehr gespannt auf dein Rezept. :)

      Liebe Grüße
      Sonja

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