Auf Kokos-Wölkchen 7 schweben!

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Backen

Stellt euch bitte vor, ihr liegt gerade auf einem Bett aus zuckerwatteartig-weichem, flauschigem, nach Sommer und Sonne duftenden Kokos-Biskuit. Ihr streckt den einen Arm aus, dann den anderen. Ihr zupft euch auf jeder Seite etwas von eurer „Matratze“ ab und steckt erst das eine und anschließend das andere Stück in den Mund. Es ist weich. Es duftet nach Kokos.

Ihr schmeckt es, der Geschmack ist angenehm und leicht erfrischend. Am Rande erschmeckt ihr noch einen Hauch Vanille. Es ist ein bisschen wie die Hände ausstrecken, sich ein kleines Stückchen Wolke vom Himmel schnappen und genießen. Ihr seid happy gerade auf diesem wattig weichen Kokos-Träumchen zu liegen. Eine wunderschöne Vorstellung, nicht?

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Auf Kokos Wölkchen 7 schweben klingt bei den aktuellen Temperaturen wesentlich ermunternder und wünschenswerter als eine Schneeballschlacht im August. Diese fluffig-weichen Köstlichkeiten heißen aber tatsächlich so. Es sind Schneebälle. Sommerliche Kokos-Schneebälle sozusagen und wenn ihr mich fragt in etwa 2743433x besser als Raffaello, das ohnehin viel zu süß ist. Diese Schneebälle hat Elena von Das süsse Leben letztes Jahr als Wegproviant (wenn Süßkramblogger unterwegs sind, ne?) mit zu unserem Buchmesse-Wochenende nach Frankfurt genommen. Diesen Mädchentrip vergesse ich nach wie vor so bald nicht und hoffe, dass wir das auch dieses Jahr irgendwie zwischenpacken können.

Selbstredend war es ihr total offensichtlicher Plan uns damit absolut süchtig, wenn nicht gar willenlos zu machen. Was Süßkramblogger, die andere Süßkramblogger kennenlernen eben so im Schilde führen. Es ist ihr auch gelungen, muss ich zugeben. Trotzdem hat es nun doch so viele Monate gedauert bis ich mich endlich einmal selbst hinter die Schneeball Produktion geklemmt und fleißig gerollt habe. Warum das so lang gedauert hat? Das kann ich mir selbst nicht erklären. Ich muss völlig neben mir gestanden und benebelt von Rhabarbera, Erdbeer-Pavlova und Konsorten gewesen sein. Was gibt es aber auch immer so verdammt viel Auswahl?!

Die lasse ich euch heute nicht, ihr M-Ü-S-S-T am besten noch vorgestern mit der Schneeball- äh… pardon Kokos-Wölkchenschlacht begonnen haben. Da führt kein Weg dran vorbei, versteht ihr? Schneebälle sind die neuen Schneebälle und wenn ihr mich und sicher auch Elena fragt, dann müssen diese kleinen Kerlchen noch wesentlich bekannter werden da draußen. Weil sie einfach toll sind. Probiert es aus, dann werdet ihr wissen wovon ich spreche. Hier ist das leicht abgewandelte Rezept, ab dafür, zack zack!

Zutaten für den Biskuit:

200g Zucker

1 Pck. Vanillezucker oder 1-2 EL selbstgemachten Vanillezucker

Msp. gemahlene Vanille

7 Eier (M)

200g Mehl

1/2 Pck. Backpulver

Prise Salz

Zutaten für die Creme:

50g Zucker

1 EL selbstgemachten Vanillezucker

1 Msp. gemahlene Vanille

400g Schlagsahne

2 Pck. Sahnesteif

250 Speisequark (nicht mager, das bringt euch hier auch nix mehr)

200g Creme Fraiche

ca. 150g Kokosraspeln

Funktioniert so:

1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen bzw. leicht buttern.

2. Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz schlagen bis es sehr fest ist, beiseite stellen. Jetzt die Eigelbe mit den Zuckersorten, dem Mehl und Backpulver verrühren. Den Eischnee vorsichtig unter den Teig rühren und die Masse gleichmäßig in die Springform geben. Den Biskuit etwa 15-20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Nach erfolgreicher Stäbchenprobe den Ofen ausschalten und die Form ein paar Minuten drin lassen. Anschließend herausholen und vollständig auskühlen lassen.

3. In einer großen Schüssel den Quark, Creme Fraiche, die beiden Zuckersorten und Vanille verrühren. Die Sahne mithilfe des Sahnesteif schlagen und unter die Quarkmasse heben.

4. In einem hemmungslos zerstörerischen Gewaltakt und unter Einfluss gitarrenlastiger, lauter Rockmusik wird jetzt der schöne Biskuit zerrupft. Ja, bitte komplett und bis auf den letzten Krümel.  Die Krümel hüpfen nun zu der Creme in die Schüssel und vereinen sich mithilfe des Handmixers zu einer homogenen Masse, die unglaublich lecker schmeckt und bereits jetzt Suchtpotenzial auslöst.

5. Nun nehmt ihr euch mit den Händen jeweils etwas von der Masse und rollt es in euren Händen zu einer Kugel, die ihr anschließend durch die Kokosraspeln wälzt. Das macht ihr nun bis die Masse aufgebraucht ist. Tätätätääääää, fertig sind die Schneebälle!

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Sie sind zugegeben wahre Kalorienbomben, aber juckt das eigentlich irgendwen? Mich hat es das jedenfalls nicht und meine Geburtstagssausen-Gäste letzten Samstag ebenso wenig. Sie haben munter fröhlich zugegriffen und als wir später losgegangen sind um uns all die Creme Fraiche von den Hüften zu schütteln, waren alle weg. Alle bis auf die, die ich für die Fotos in weiser Voraussicht frühzeitig vor ihrem köstlichen Schicksal gerettet habe. Natürlich nur um sie anschließend selbst zu essen, aber pssssst….

Die Schneebälle eignen sich perfekt als kleines und unkompliziertes Fingerfood-Dessert auf Partys bei denen Geschirr Mangelware ist. Kann ja nicht jeder Foodblogger sein und zig Teller, Schälchen, Platten und sonstigen Schnickschnack in fünfzig Ausführungen zum Süßkram hübsch drapieren haben. Falls ihr also in so eine Situation kommt, stellt sicher, dass ihr Schneebälle am Start habt und die Leute werden euch zu Füßen liegen. Großes Foodblogger-Indianerehrenwort! Und nu, worauf wartet ihr noch?

Himmlische  Grüße

Eure Sonja

Küchensoundtrack: The White Stripes – The Denial Twist

12 Comments

  1. Hmmm, köstlich! Ich bin im Moment total auf den Kokos Trip und kann einfach nicht genug davon bekommen :-) Dann Rezept kommt mir also gerade recht *hihi
    Dir noch einen schönen Sonntag!
    Liebste Grüße,
    Kimi

  2. Allerliebste Sonja <3
    was ein zuckersüss-gerollter äh geschriebener Bericht… Meine Idee einer Schneeballmassenproduktion steht :-D

    Herzlichste Grüße & bis September

  3. Hallo Sonja ! danke dir für deine erheiternden und appetitmachenden ausführungen über die sommerschneebällchen- hat spass gemacht ! viele grüsse und ein schönes wochenende von anja

  4. Die sehen ganz fantastisch aus, liebe Sonja. Und die eine oder andere kleine „Kalorienbombe“ muss ja auch mal sein ;) Ganz liebe Grüße, Elli

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