Fructosearme Bananen-Zimtschnecken mit Walnüssen und Reissirup-Glasur

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Backen / Fructosedingens

Hey ho ho ho und ein frohes neues Jahr da draußen. Hattet ihr einen entspannten Neujahrs-Abend? Für uns endete das Jahr in den Fellbacher Weinbergen, ein schöner Ort um das alte Jahr zu beenden und das frische, neue zu beginnen, nicht wahr?

Von und über gute Vorsätze möchte ich heute keine Predigten halten, denn es gibt wieder frische, fluffig warme Hefeteigwaren. Mit Banane. Und Walnüssen. Zum Reinlegen. Von einer schneeweißen Glasurlandschaft on top möchte ich gar nicht erst anfangen. Wo kämen wir da  mit Vorsätzen hin? Pah…

Das Ganze gibt es auch noch in fructosearm, denn ich muss mal wieder runterschalten. Der Dezember war eher sehr zuckerlastig und gespickt von Sünden. Ja, ich weiß, ist er sicher für jeden, aber mein Bauch muss mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Fructose Intoleranz und so… Ihr wisst Bescheid.

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Ich habe schon gefühlte Ewigkeiten – außer den zweierlei fructosearmen Traumstücken – nichts superduper gut verträgliches mehr nur für mich selbst gebacken. Immer waren es Dinge, man nennt sie in der Fachsprache auch „Kuchen“, die für die anderen bestimmt waren. Für Freunde, Familie, Kollegen und so weiter. Das ist auch super, aber wenn man selbst kaum davon essen kann/sollte/darf/hmpf/pffff/wähähää, dann kann das ab und an schon mächtig nerven. Untertrieben ausgedrückt.

Deshalb gibt es heute, hier und jetzt: fructosearme Bananen-Zimtschnecken mit Walnüssen und Reissirup-Glasur. Ultralange Beitragstitel rocken by the way. Das Rezept ist aus Zucker, Zimt und Liebe´s Backbuch abgewandelt und ich suchte Tag und Nacht nach einer Gelegenheit es endlich einmal ausprobieren zu können. Nur um eines herauszufinden: es lässt sich wunderbar abwandeln.

Jeanny, die Schnecken werden auch so schon fantastisch sein, aber in fructosearm hätte ich mir tatsächlich einen Ottomanen daraus basteln können und ich wäre  nie wieder davon aufgestanden. Nie mehr! Denn wer braucht schon ein bed of roses, wenn er ein bed of fluffig warme, Bananen-Zimtschnecken haben kann? Hm? *irrer Blick*

Ehe ich euch nun aber in die unendliche Bananen-Galaxie entschwinden lasse, muss ich noch ein kleines „Obacht!“ aussprechen, denn diese Schnecken sind nicht in fünf Minuten gemacht. Auch nicht in sieben. Das Ergebnis aber lässt euch gänzlich auf fluffig weichen, warmen Bananenwölkchen schweben. Es lohnt sich diese Zeit zu investieren und dafür spreche ich in diesem Fall auch eine Garantie aus! Nämlich sogar.

Zutaten:

160ml Milch
120g Butter
2 EL Sonnenblumenöl
2 1/2 EL Trockenhefe
50g Getreidezucker
Prise Salz
1 Eigelb
450g Mehl
3 Bananen, gut zerdrückt
1 EL Speisestärke
3/4 TL Backpulver
5 EL Sukrin Gold
2 TL Ceylon Zimt
Handvoll gehackte Walnüsse

Für die Glasur:

100g Frischkäse, Doppelrahm
100g Getreidezucker
2 EL Reissirup
1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

1. Milch mit 40g Butter in einem Topf erhitzen bis die Butter geschmolzen ist. Topf vom Herd nehmen und Öl hinzugeben. Gut abkühlen lassen. Anschließend Hefe zugeben, verrühren und etwa 5 Minuten stehen lassen. Das Ganze in eine Schüssel geben; Zucker, Salz, Eigelb, 240g Mehl und Bananemus dazu geben und alles gut vermengen.

2. Weitere 180g Mehl mit der Stärke mischen und zum Teig dazugeben, mit den Händen zu einem Teig kneten. Mit einem sauberen Geschirrtuch abgedeckt auf der untersten Schiene des Ofens bei 50 Grad 1 1/2 Stunden gehen lassen.

3. Das restliche Mehl mit dem Backpulver mischen und zum aufgegangenen Teig geben. Den Teig gut durchkneten. Ist der Teig noch zu klebrig, etwas mehr Mehl dazugeben bis er sich auf einer bemehlten Arbeitsfläche gut ausrollen lässt. Zu einem Rechteck ausrollen.

4. Restliche Butter zerlassen und damit den ausgerollten Teig bepinseln. Mit Sukrin, Zimt und den gehackten Walnüssen bestreuen und von der schmalen Seite her aufrollen. Mit einem scharfen Messer Scheiben abschneiden und in eine gebutterte Auflaufform (bei mir waren es sogar zwei) geben. Da sie noch aufgehen, ruhig etwas Platz dazwischen lassen.

5. Die Schnecken nochmals für 30-40 Minuten bei 50 Grad im Ofen ruhen lassen. Anschließend auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen, bis sie oben leicht gebräunt sind.

6. Für die Glasur alle Zutaten gut miteinander verrühren und auf den noch warmen Zimtschnecken verteilen. Yummy!

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Na, wer sagt´s denn? Geschafft! Jetzt habt ihr euch ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Bananenschnecken verdient und das beste ist, dass ihr keine Bauchschmerzen und Co. davon tragen werdet.

… und wo ich hier gerade so sitze und mich frage, wie lange es her ist, dass ich eine ganz normale, nicht fructosearme Schnecke gegessen habe… ich kann es euch ehrlich nicht sagen. Es ist sehr sehr lange her und ich vermisse es momentan auch überhaupt nicht.

Wir lesen uns bald wieder, habt es gut!

Eure Sonja

Schneckentrack: The Tallest Man on Earth – The Dreamer

13 Comments

  1. Hmmmm, das schaut so super lecker aus. Tolles Rezept. Ich liebe Zimt (-Schnecken)…

    Lieben Gruß
    Anita

      • Das ist ja frech, dabei wollte ich ja nur was nettes schreiben. ;)

        Aber mein Computer mag WordPress sowieso gar nicht… viele Kommentare werden einfach nicht gesendet. Ich bin manchmal schon am verzweifen, weil ich auf einigen Blogs nie kommentieren kann. :(

        Schön, dass es zumindest ankam.

        Schönen Sonntag
        Anita

  2. Ohhh das klingt lecker :-) Kommt auf die „After-Detox-Liste“!
    Aber vom Tee nehm ich bis dahin gern mal was.

    GLG Julia

  3. Sieht superlecker aus :) Ich mag nur keinen Zuckerguss, hier in Frankfurt machen alle Bäcker immer Zuckerguss auf die „Stückchen“. Die zuckrigen französischen Glasuren (durchsichtig) mag ich persönlich viel lieber, trotzdem ein sehr schönes Rezept, schmeckt sicher lecker. :)

    • Oh, ach so, mit Frischkäse sieht das auch so weiß aus wie Zuckerguss? Habe eben nochmal genauer gelesen, das wäre doch mal einen Versuch wert. :)

      • Ja genau, zudem ist er noch schön cremig. Einen Versuch ist das definitiv wert, wenn du es noch nie probiert hast. Vielleicht schmeckt dir der Guss so ja besser.

        Liebe Grüße
        Sonja

    • Dankeschön! :) Das ist mir dann auch viel zu süß, aber ich esse diese süßen Stückchen ohnehin fast gar nicht mehr. Persönlich mache ich sie auch nie so dick, sondern auch lieber eher durchsichtig.

      • Ach fein!
        Das klingt richtig leckergemütlich! :-)
        Auch bei Tee bin ich dabei! :-)
        Liebe Grüße
        Maria!

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