Lust auf Backen: zum Beispiel fructosearme Creme Brulee Tartelettes!

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Backen

Heute freue ich mich wieder einen Teil zur diesjährigen Wanderbuch Aktion meiner lieben Freundin Karens Backwahn beisteuern zu dürfen. Wobei äh…. ich muss mich kurz korrigieren, denn das Buch ist bereits seit Herbst letzten Jahres und somit schon seit Wochen und Moooonaten unterwegs durch die deutschen Lande, Dörfer, Städte und ihre zahlreichen kreativen Bloggerküchen.

Wie ist das wohl, ein Wanderbuch-Teilnehmer zu sein? Ich habe das Glück jetzt schon zum zweiten Mal bei dieser Aktion bei Karen mitmachen zu können und es ist wunderbar Teil dieses großen Ganzen zu sein. Es macht riesig Spaß das Paket aufzureißen, darin ein schönes Backbuch zu finden und sich bei einem Kaffee auf dem Sofa all die Notizen, Tipps und liebevollen Hinweise der Teilnehmer/Innen, die das Buch vor einem bereits in Händen hielten und fleißig daraus gebacken haben, durchzulesen und zu überlegen, was man sich denn selbst vorknöpfen könnte. Mitunter ist die Auswahl wirklich nicht einfach. Solch ein Buch im eigenen Bücherregal stehen zu haben, das muss schon schön sein. Oder, Karen?

Wanderbuch Logo

Noch schöner ist es aber, wenn du das Päckchen aufreißt und dir deine Vorgängerin etwas zum Naschen, nämlich die leckersten – und einzigen – fructosearmen Gummibärchen von Frusano beilegt. Tausend Dank nochmal, liebe Nici, ich habe mich wirklich sehr über deine Überraschung gefreut! Bei Nici findet ihr auch den Kuchenklassiker schlechthin: Marmorkuchen!

Zurück zum Buch, so ein Grundlagenwerk gehört ohne Frage in jeden Haushalt, in dem gerne selbst gebacken und gekocht wird. Es bietet für erfahrene Backfeen zwar keine großen und gänzlich neuen Tipps und Tricks, aber ich denke wir sind uns alle einig, dass es niemals schadet ein Nachschlagewerk zu haben, denn…

Wie war das nochmal mit dem Brandteig? Worauf muss ich da nochmal achten? Wie stelle ich nochmal einen tollen Biskuitteig her und vor allem… wie mache ich ganz einfach selbst Strudelteig? Niemand von uns kann alles wissen und können und es gibt immer etwas, das man zum ersten Mal macht – auch als erfahrene Bäckerin. Gerade für solche Fälle ist es gut, solch ein Buch zur Hand zu haben, in dem man mal eben nachschlagen und sich die wichtigsten Grundschritte anschauen kann.

Ein persönliches Beispiel gefällig? Ich weiß nicht wie es euch geht, aber Brandteig hatte ich beispielsweise das letzte Mal vor unzähligen Jahren in der Schulküche im Topf. Und ich habe ihn keineswegs geliebt! Eigentlich kenne ich bis heute niemanden, der so wirklich auf die Herstellung von Brandteig steht oder eine exzessive Leidenschaft dafür unterhält.

Wie ist das bei euch? Brandteigfreund oder eher Gegner? Kleine Windbeutel, Eclairs und Co. stehen durchaus auf meiner Backliste, aber nun ja…. davor stehen noch drölfzig andere Sachen darauf, die ich unbedingt mal backen möchte. Kann mich da eventuell jemand davon überzeugen, das Brandteig und ich doch noch Freunde werden könnten?

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Ich hätte mir sicherlich als Herausforderung also diesen Genossen vorknöpfen können, aber wenn ich ehrlich sein darf, ich hatte nicht gerade viel Spielraum für Experimente und da ich Creme Brulee schon lange einmal wieder und vor allem als Tartelette und in fructosearm machen wollte, war das die passende Gelegenheit dazu.

Deshalb beglücke ich euch heute mit diesen Kerlchen, die man getrost auch mit der besten Freundin oder dem Freund teilen kann. Selbstversändlich könnt ihr den Getreidezucker auch einfach mit normalem Zucker austauschen, wenn die Törtchen für euch nicht fructosearm sein müssen.

Zutaten für 4-6 Tartelettes:

Für den Mürbeteig:

100g kalte Butter

30g Getreidezucker

Prise Salz

1 Eigelb, Größe M

150g Mehl (Type 405)

1/2 TL Backpulver

1/2 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale

Für die Creme:

450g Sahne

7 EL Milch

1 Vanilleschote

9 Eigelb, Größe M (ja, neun Stück!)

120g Getreidezucker

Funktioniert so:

1. Für den Mürbeteig bereitet ihr aus den oben angebenen Zutaten einen geschmeidigen Teig. Dabei solltet ihr euch nicht abhetzen, aber nur so langsam wie nötig arbeiten. Ich knete übrigens tatsächlich per Hand, ihr dürft aber gerne dazu auch die Küchenmaschine begnügen. Den Teig anschließend in Folie gewickelt 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

2. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Förmchen großzügig mit Butter einfetten. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche dünn ausrollen und – je nachdem wie groß eure Förmchen sind – vier oder sechs Teigkreise ausstechen,das geht z.B. mit einer Tasse oder einem Schälchen ganz gut. Die Förmchen mit dem Teig auslegen und eventuell überstehende Ränder abschneiden.

3. Für das blindbacken den Teig mit Backpapier belegen und Hülsenfrüchte, Pasta, Reis oder was ihr gerade zur Hand habt darauf streuen und die Tartelettes in der Ofenmitte etwa 10-12 Minuten backen. Danach Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und die Böden in den Förmchen auskühlen lassen. Die Ofentemperatur auf 120 Grad herunterdrehen.

4. Für die Vanillecreme die Sahne mit der Milch zum Kochen bringen. Eine Vanilleschote längs halbieren, das Mark herauskratzen und mit den Eigelben und 30g Zucker verrühren. Die Schote bitte nicht wegwerfen! Die könnt ihr prima für selbstgemachten Vanillezucker verwenden. Die Sahnemilch vom Herd nehmen, kurz stehen lassen und dann die Ei-Zucker-Mischung mit einem Schneebesen einrühren. Die Masse durch ein feines Sieb in den vorgebackenen Böden verteilen. Die Tartelettes auf der mittleren Schiene in etwa 45 Minuten stocken lassen. Je nach Ofen kann das, wie bei mir, auch etwas länger dauern.

5. Wenn sie fertig sind, die Tartelettes komplett auskühlen lassen und dann vorsichtig aus den Förmchen lösen. Ideal ist, wenn eure Förmchen einen Hebeboden haben, dann geht das am einfachsten. Vor dem Servieren etwas Zucker – das klappt das auch mit dem Getreidezucker – dünn auf jedes Tartelette streuen und mit einem kleinen Bunsenbrenner goldgeld ankaramellisieren lassen. Alternativ kann das auch der Backofengrill in 1-2 Minuten erledigen.

Tipp: Wenn die Törtchen doch mal etwas länger stehen und die Karamellschicht weich wird, könnt ihr diese ganz einfach wieder mit dem Bunsenbrenner oder unter dem Backofengrill knusprig machen.

Es ist viel Text heute, aber ich hoffe euch schreckt das nicht ab, denn mit ein paar Kniffen und ein bisschen Zeit habt ihr wirklich fabelhafte kleine Tartes auf dem Tisch, an denen kein Creme Brulee Liebhaber – mich zähle ich da unbedingt dazu – vorbeikommt. Das ist eines der Desserts, die ich IMMER essen kann auch wenn ich noch so satt bin. Creme Brulee ohne mich? Keine Chance!

Da allmählich auch die Beerensaison startet, könnt ihr die Tartelettes auch üppig damit dekorieren. Das sieht sehr hübsch aus und so wird es sie auch bei mir am Wochenende wieder geben, vielleicht auch mit einem Klecks selbstgemachtem Rhabarberkompott. Quote: da ich flach liege, wird es für mich wohl doch keine Beerentörtchen Sause geben…

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Nun geleite ich euch aber schnurstracks weiter zum Wanderbuch-Beitrag von Sandra von Stadt Land Food, an sie habe ich das Buch weitergeschickt und sie hat einen super saftig ausschauenden Rüblikuchen aus dem Buch für euch gebacken. Wundert euch bitte nicht wegen den durcheinandergewürfelten Beitragsdaten, ich bin tatsächlich aus Zeitmangel etwas spät dran mit meinem Beitrag. *hust*

Jetzt wünsche ich euch noch einen grandios sonnigen Tag, ein zauberhaftes Wochenende und viel Spaß beim Backen!

Eure Sonja

P.S. In Kürze gibt es ganz besondere Neuigkeiten für alle Stuttgarter. Ihr dürft gespannt sein!

Küchensoundtrack: Peter Doherty – Arcady

6 Comments

  1. Nicole says

    Das sieht so gut aus, meine liebste Sonja! :) Bitte einmal mit einer großen Tasse Tee direkt zu mir!
    Es freut mich, dass dir die Gummibärchen geschmeckt haben, habe ich gerne gemacht.

    Lass es dir gut gehen! ♥
    Ni von JuNi

    • Liebe Nici,

      vielen Dank und das mit dem Tee kriegen wir sicher hin. Unabhängig davon sollten wir mal eine Tea Time mit Monsieur Daniel einplanen. Was meinst du?

      Liebe Grüße
      Sonja

  2. Mein lieber Supertwinny,

    deine Creme Brulee Tartelettes sind so herrlich geworden <3.

    Und ja, es ist ein gigantisches Gefühl, am Ende der Aktion das Buch voller Notizen und den liebevollen Nachrichten in den Händen zu halten.

    Liebe Grüße
    dein Supertwinny Karen

    • Danke meine Liebe! Zum Glück können wir uns ja immer wieder treffen, so dass ich das vollgeschriebene Buch dann bestimmt auch mal bestaunen darf. Wenn nicht, dann besteche ich dich einfach mit dem Malzbier Gugl. ;)

      Drück dich,
      Sonja

  3. Eure Wanderbuch-Aktion finde ich eine super Sache 😀
    Habe ich das richtig verstanden, dass ein Backbuch von einen zum anderen geschickt wird und im Packet ist immer auch etwas Gebackenes aus dem Buch als Überraschung dabei?

    • Hallo Cindy,

      ich find´s super, dass du die Reise des Buches mitverfolgst! :) Das Backbuch wird von einem Teilnehmer zum Nächsten geschickt, aber etwas Gebackenes aus dem Buch kommt in der Regel nicht mit in das Päckchen, das gibt es dann auf den Blogs für alle. Natürlich ist es aber immer schön und eine tolle Überraschung, wenn man für den nächsten Teilnehmer etwas dazu packt, so wie Nici z.B. die Gummibärchen.

      Liebe Grüße
      Sonja

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