(Reklame + Rezept) Voll auf die Nuss: gNuss mit fructosearmer Macadamia-Vanillebutter!

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Backen

Nun, ich wollte diesen Beitrag schon munter mit dem Satz: „Jetzt gibt´s so richtig was auf die Nüsse!“ beginnen, aber nun ja…. es wird niemand verkloppt und das Ganze hier soll sich irgendwie auch noch im jugendfreien und ästhetisch ansprechenden Bereich abspielen. Es gibt dementsprechend nur im positiven Sinne heute etwas auf die Nuss. Es gibt: Brot! Von Dankebitte. Natürlich.

Dieser adrette nussige Genosse hat es nämlich in und auf sich und vereint so gleich drei Sorten direkt in seiner  Krume und eine obendrauf: Paranüsse, Cashewkerne, Walnüsse sowie eine Handvoll Macadamias schließen sich zu einem genüsslichen Pakt zusammen. Mit einer leckeren selbstgemachten Macadamia-Vanillebutter obendrauf kommen wir dem Nuss-Olymp dann doch schon sehr nahe, oder? Wo bitte gibt´s denn sonst so viele knackige hübsche Nüsschen in einem Brot?

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Hinter diesem wohl deutschesten aller Lebensmittel steht jemand, der das Brotbusiness weitab von Zusatzstoffen, Geschmacksverstärkern, Konservierungsmittelchen, Enzymen und Konsorten, die ehrlich kein Mensch in seinem Brot haben und anschließend auch noch konsumieren mag, aufmischt.

Es sind Brotbackmischungen, ja. Sie bestehen davon abgesehen aus 100% natürlichen Zutaten, die nicht unnachvollziehbar vorab monatelang durch die Lande gekarrt wurden. Die Mehle sind allesamt aus Demeter-Qualität, im Idealfall stammen die Zutaten direkt aus der Umgebung. Für alle, die es (noch) nicht wissen, Demeter hat die strengsten Qualitätskriterien unter allen biologisch-dynamisch wirtschaftenden Verbänden. Somit kommt hier absolut kein Schmu hinein.

Auch wenn euer Körper nichts mit Gluten anfangen kann, müsst ihr euch nicht groß Gedanken machen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es oft nicht einfach ist bei einer Unverträglichkeit geeignete Lebensmittel zu finden, die einen ohnehin geplagten Magen nicht zusätzlich überfordern. Hier sind sechs von 14 unterschiedlichen Mehlsorten glutenfrei, einige Brote kommen ganz ohne Hefe aus und wenn euch, so wie mir, nach einer ganz ganz eigenen Mischung ist, falls ihr eine ganz ganz andere Unverträglichkeit habt, oder aber unbedingt mal mit Sepia-Tinte, Chia- und Hanfsamen auf einmal backen mögt, dann könnt ihr euch aus 100 Zutaten auch eine ganz eigene Mischung zusammenstellen, eurem Brot-Baby einen Namen geben und die Zutaten dafür werden direkt nach Eingang der Bestellung frisch zusammengemischt und noch am selben Tag auf den Weg zu euch gebracht.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, wieso ich das hier eigentlich mache? Euch eine Brotbackmischung und das Lädchen dahinter vorzustellen? Ihr wisst, ich bin nicht faul, wenn es um ausgefallene Kombinationen und ungewöhnliche Zutaten geht. Ich probiere gerne Neues aus, bin ein neugieriger Mensch und bin vor allem dann neugierig, wenn es um schöne, natürliche, gute, hochwertige Alternativen zum Handwerksbäcker um die Ecke geht. Wenn diese Alternativen dann noch so schöne Brotkombinationen hervorbringt, modern, kreativ und einfach machbar ist, DANN opfere ich mich liebend gerne zu diesem Zweck und probiere aus, ob all das, was da so schön klingt und aussieht auch mit einer Fructoseintoleranz vereinbar ist. Das ist mein Beispiel.

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Da gibt es wohlklingende Brotnamen wie Rogg die Beere, Tumaliba die Möhrchen (würde Helge sicher auch gefallen), Peter Parsley, Feige Nuss oder auch das kleine Schwarze. Mein Daumen geht dafür schonmal hoch, denn allein sich durch die Galerie zu klicken und die Beschreibungen zu lesen macht hier einfach Spaß.

Insbesondere im Bezug auf die Intoleranz finde ich das Ganze spannend. Geht das, ist das damit gut machbar? Ich habe anfangs gezögert, ob ich mich zu erkennen geben soll oder das nicht doch lieber für mich behalte… andererseits, wieso sollte ich diesen Teil von mir verheimlichen? Es ist zwar immer wieder ein bisschen so, wie sich vor Fremden halbnackig auszuziehen, aber hey, das ist halt einfach die letzen Jahre ein Teil meines Lebens geworden (also nicht das nackig ausziehen sondern die Intoleranz, gell). Außerdem gibt es doch noch ganz viele andere Menschen da draußen, die sich entweder nicht trauen selbst Brot zu backen, keine Zeit haben oder die so gar keinen echten Handwerksbäcker mehr in ihrer Nähe haben.

Lasst euch Letzteres bitte einmal auf der Zunge zergehen. Das allein ist schon eine traurige Entwicklung im Land des Brotes, nicht wahr? Aber auch eine Aussage, die mir mittlerweile schon öfter begegnet ist und bei der wir auch mal das eigene Konsumverhalten reflektieren und uns überlegen sollten, wo wir eigentlich unsere Brötchen genau herbekommen und vor allem, wen wir damit unterstützen. Was kann man da also tun? Mit diesen Broten werden beispielsweise auch regionale Projekte der Heidelberger Tafeln unterstützt. Vielleicht kommt ihr ja aus der Gegend?

Man muss Discountbäckern und ihren aufgepumpten brotähnlichen Gebilden nicht auch noch unter die Arme greifen, ob man nun die Wahl hat oder nicht, und man muss auch nicht immer selbst den Sauerteig ansetzen (darin bin ich zum Beispiel kläglich gescheitert), wenn es noch andere Möglichkeiten gibt. Dankebitte. Natürlich. ist solch eine Möglichkeit und ich probiere sie gerne aus, weil ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann und Lust darauf habe.

Jetzt gibt´s aber endlich die viel gepriesenen Inhaltsstoffe sowie ein feines kleines Rezept von mir, was ihr als Aufstrich auf dieses und viele andere Brote, ob selbstgebacken oder nicht, geben könnt. Das Rezept für die Nussbutter ist so einfach, dass ich mich schon fast im Schrank verstecken möchte!

In einem Laib gNuss stecken:

Dinkelmehl, Typ 630

Cashewnüsse

Paranüsse

Walnüsse

Brotgewürz, gemahlen

Meersalz

Funktioniert so:

Die Backmischung wird mit 400ml lauwarmem Wasser und einem Würfel frischer Hefe verrührt und kommt anschließend bei 180 Grad im nicht vorgeheizten Backofen in eine gefettete Form.

Ja, das war´s. Einfacher geht kaum.

Für ein kleines Glas Macadamia-Vanillebutter braucht ihr:

125g Macadamia Nüsse

2 Msp. gemahlene Vanille

1-2 EL Getreidezucker, z.B. von Frusano

Funktioniert so:

1. Vielleicht habt ihr Glück und findet ungesalzene Macadamia Nüsse, falls nicht braust ihr sie lediglich kurz mit kaltem Wasser ab und rubbelt sie trocken, dann sind sie nicht mehr ganz so salzig.

2. Die Nüsse werden nun in einen Blender gegeben und je nachdem wie fein ihr eure Nussbutter haben möchtet 3-5 Minuten bearbeitet. Bei 3 Minuten ist die Macadamia Butter noch crunchy, je länger sie ihre Runden dreht desto feiner und cremiger wird sie und das ganz ohne Zugabe von Ölen.

3. Wenn ihr mögt, gebt jetzt noch 1-2 Esslöffel Getreidezucker oder ein Süßungsmittel eurer Wahl sowie die gemahlene Vanille hinzu.

Fertig ist eine geschmeidige und bei Fructoseintoleranz optimal verträgliche Nussbutter. Erwähnte ich bereits, dass das Ganze dermaßen einfach zu bewerkstelligen ist, dass ich mich schon fast schäme und verstecken gehen mag?

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Tatsächlich habe ich bis auf Erdnussbutter noch keine einzige Nussbutter selbstgemacht. Schande! Dabei geht es gar nicht einfacher als mit Macadamia Nüssen, die von sich aus schon gut ölhaltig sind. Rein theoretisch braucht ihr nicht einmal Zucker oder andere Gewürze hinzugeben. Rein untheoretisch, könnt ihr sie mit weiteren Aromen oder etwas Kakao gerne noch verfeinern. Sie hält sich im Kühlschrank bei mir schon gute zwei Wochen.

Das war es erst einmal für heute. Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Brot von Dankebitte. Natürlich. eine kleine Anregung geben und etwas inspirieren. Es gibt immer (!) eine Möglichkeit an tolle Brote zu kommen und die finden wir garantiert nicht in den Regalen anonymer Aufbackshops. Wenn ihr also aus welchem Grund auch immer nicht selbst backen könnt, schaut mal dort vorbei und tobt euch aus.

Hier wird auch bald wieder getobt, denn bei mir Zuhause steht u.a. noch das besagte kleine Schwarze herum, dass ich demnächst zücken und euch wieder zum Duell auffordern werde. Dann auch wieder ohne ellenlange Geschichte vorab. *hust*

Bis denn, habt es fein und vergesst nicht, diesen Samstag findet in Stuttgart-West von 14-17 Uhr die supertolle Pop Up Bakery des Kuchenquartett 0711 statt! Mehr Infos dazu hier.

Viele Grüße

Eure Sonja

P.S. Danke vorallem an Andrea von Dankebitte. für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit! Meine Meinung bleibt heute so wie auch die nächsten Male, wie gewohnt, unabhängig.

5 Comments

  1. Das klingt ja fabelhaft und das Brot sieht mega-lecker aus! Danke für die Vorstellung – ich werd auch jeden Fall mal bei Dankebitte vorbei schauen.
    Liebe Grüße
    Dila

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