Happy Baking: fructosearme und glutenfreie Schokoladen-Macadamia Flans!

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Backen / Fructosedingens

Hi! Ja, ich bin es wirklich! Ich schicke euch heute ein kurzes Hallo aus der Versenkung und inmitten von Hausaufgaben, Klausurvorbereitung, Klausurnachbereitung, Vokabel Lernerei, meiner bevorstehenden Spanientrip-Planung und der Arbeit, die mich die letzte Zeit etwas arg unter sich verbuddelt haben. Geplant war das so nicht, aber nun ja… so ist das eben von Zeit zu Zeit, nicht? Manchmal genieße ich dann auch lieber den Moment anstatt wieder Stunden vor dem Laptop zu sitzen. Wenn der Sommer und die Ferien erst einmal da sind, wird sich das sicher wieder ändern, denn nicht nur die Kamera fehlt mir sehr…

Natürlich bin ich heute nicht mit leeren Händen aufgekreuzt. Nein, ich habe euch heute fructosearme und glutenfreie Macadamia Flans mitgebracht. Frisch aus dem Ofen! Der Hals kratzt gerade, doch die Wohnung duftet ganz wunderbar nach Schokolade. Und Schokoladenduft bringt sicherlich mehr als Kräuter zu inhalieren und macht ganz nebenbei enorm glücklich.

Wanderbuch Logo

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Heute geht es tatsächlich in die dritte Runde der sich wohl langsam zum alljährlichen Ereignis entwickelnden Wanderbuchaktion meiner lieben Freundin Karen von Karens Backwahn. Bei ihr ist der Blogname Programm und ich freue mich auch dieses Jahr wieder mit einem Beitrag dabei zu sein, danke Karen! Das Buch habe ich diesmal von der lieben Nici von Klitzekleinfein zugeschickt bekommen, die einen sündhaft aussehenden Kakaokuchen mit exotischen Früchten gebacken hat. Davon könnte ich nun auch fünf Stück vertragen.

Wer hat denn hier schon einmal glutenfrei gebacken? Ich habe oft das Gefühl, dass das Ganze zwangsläufig meist in furztrockenem (sorry, not sorry!), endlos staubendem Gebäck endet, was immer sehr schade ist. Sehr ungern benutze ich dafür auch diese fertigen glutenfreien Mehlmischungen, weil ich stark das Gefühl habe darin liegt der Hund begraben. Dem Mehl fehlt es selbstverständlich am „Kleber“ und an der Geschmeidigkeit von herkömmlichem, nicht glutenfreiem Mehl und das merke ich hier einfach ganz besonders. Vermutlich würde ich mich backtechnisch nicht anders als dieses Fertigmehl verhalten, wäre ich 7 Tage durch die Atacama Wüste gepilgert.

Das Buch „Happy Baking“ des GU Verlags möchte das genaue Gegenteil davon beweisen und schafft das bislang auch. Franziska Schweiger, von der ich bereits ein sehr schönes Plätzchenbuch mein Eigen nennen darf, zeigt wie es richtig geht. In dem Buch sind viele Tipps enthalten, mit denen man schön saftige und alles andere als staubtrockene Teige zaubert.

Kreatives Backen geht nämlich auch sehr gut „ohne“, ich weiß das. Das Buch beantwortet Fragen nach dem richtigen Aufgehen von glutenfreiem Hefeteig oder welche zunächst vielleicht ungewöhnlichen Mehle man abseits der fertigen Mischungen verwenden kann. Und da ist vieles möglich. Sie zeigt wie man glutenfreien Mürbe- und Rührteig herstellt, aber auch wie man einen schönen Hefe- oder auch Biskuitteig hinbekommt.

„Happy Baking“ ist Ratgeber und Backbuch in einem, wie das im Idealfall eben sein sollte und ich bin mir ganz sicher, dass jede glutengeplagte Person sich unheimlich über einen Kuchen aus diesem Buch freuen würde, eben weil der Markt bei weitem noch nicht das beste aus glutenfreiem Gebäck herausgeholt hat. Ein Markt, der in Sachen Fructose Intoleranz bislang auch noch nicht sehr viel mehr als ein verhaltener Witz ist. Ich denke jede/r Betroffene wird mir da zustimmen.

An glutenfreien Hefe- sowie Mürbteig habe ich mich bislang noch nicht getraut. „Ohne“ backen ist zweifelsohne ein sehr spannendes Feld. Deshalb freue ich mich auf weitere Experimente der zwar eher seltenen, aber nicht unmöglichen Kombination aus glutenfrei und fructosearm. Es ist doch immer schön, wenn man mehrere Problemfälle so einfach wie heute lösen und damit jemand anderen oder auch mal sich selbst glücklich machen kann. Auf geht´s, Kinners!

Zutaten für 4-6 ofenfeste Förmchen:

80g Macadamia Nüsse

130g fructosearme Zartbitterschokolade

110g Butter

abgeriebene Schale einer Bio-Orange

4 Eier (L)

150g Getreidezucker

2 TL Speisestärke oder Johannisbrotkernmehl

Prise Meersalzflocken

etwas zusätzliche Butter sowie Kakaopulver zum Ausstreuen der Förmchen

Funktioniert so:

  1. Die Förmchen mit Butter einfetten und mit Kakaopulver ausstreuen. Die Macadamia Nüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett leicht anrösten, dabei immer wieder schwenken damit sie nicht verbrennen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Anschließend fein mahlen. Durch das Rösten bekommen die Nüsse mehr Aroma.
  2. Die Schokolade grob hacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Die geriebene Orangenschale mit hineingeben, einmal umrühren und zur Seite stellen. Währenddessen den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
  3. Eier, Zucker und die Prise Salz mit einem Schneebesen von Hand kurz verrühren. Die gemahlenen Nüsse mit der Speisestärke vermengen und unter die Eiermasse ziehen. Zum Schluss noch die geschmolzene Schokolade unterheben.
  4. Den Teig in die Förmchen füllen und auf der mittleren Schiene etwa 15-20 Minuten backen. Der Teig sollte souffléartig aufgehen und wird hinterher wieder etwas in sich zusammenfallen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann auch eine Stäbchenprobe machen. Der Teig ist innen saftig und weich, sollte jedoch trotzdem nicht mehr am Stäbchen hängenbleiben. Fertig!

In dem Buch sind zwar noch eine Menge mehr und auch jahreszeitlich viele noch passendere Kuchen mit Beeren enthalten, jedoch hatte ich für diese Küchlein schon alles zur Hand und das hat letztlich den Ausschlag für mich gegeben ihnen den Vorzug zu geben.

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Sie sind wahnsinnig einfach fructosearm abzuwandeln, da ich vermute, dass auch andere Fructose Intolerante diese Zutaten bereits im Vorratsschrank haben. Sie sind fix zusammengerührt und machen dafür einiges her, vorallem wenn man mit dem Löffel in ihr fluffiges Innenleben gerät. Huch!

Die inneren Werte zählen manchmal eben doch! Und da ich mir das Ganze nun selbst eingebrockt habe, gehe ich es nun auf dem Balkon und in der Sonne mit einem Kaffee auslöffeln. Hach, das Leben kann ja SO anstrengend sein…

Das Buch gebe ich hiermit weiter an meine quasi die-Straße-runter-Nachbarin Lisa von What´s Cooking, Lisa? und bin gespannt, welches Rezept sie sich wohl aus dem Buch aussuchen wird.

Vielleicht ja die Blaubeer Tarte mit Ricotta und Zimt oder aber die wirklich unverschämt gut aussehende Aprikosentarte mit Quark-Öl Teig? Die wäre es bei mir auch beinahe geworden.

Habt es fein,

Eure Sonja

Küchensoundtrack: Douglas Dare – Caroline

6 Comments

  1. Oh mein Gott das hört sich so geil an, ich will gleich in die Küche!! Stattdessen kommt das Rezept für heute nur auf die Merkliste..

    • Also ich finde ja, dass 22:47 Uhr eine hervorragende Uhrzeit ist um sich noch einmal in die Küche zu stellen und… Ach obwohl, das Spargel Risotto hab ich auch auf morgen verschoben. *hust* Ich freue mich natürlich sehr, wenn du das Rezept ausprobiert, liebe Marlis!

      Grüßle
      Sonja

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