Buch-Empfehlungen

An dieser Stelle folgt eine Kategorie, die mir schon lange am Herzen liegt:

Empfehlungen für grandiose Koch- und Backbücher! Und für Exemplare, die geschriebene Oden an Lebensmittel darstellen oder aus anderen Gründen empfehlenswert sind und selbstverständlich mit der Liebe zu gutem Essen und tollen Lebensmitteln zu tun haben.

Meine Lieblinge also. Diejenigen, zu denen ich oft greife. Selbst, wenn ich gerade auf der Suche nach Nichts bin, ich nicht unbedingt etwas kochen oder backen möchte, sondern einfach nur mal – wie man auf Kroatisch zu sagen pflegt – die Augen dampfen lassen möchte.

Ich gehöre zu den Menschen, die lieber frei Schnauze kochen und sich nur selten genau an Rezepte halten, doch ich liebe es in Kochbüchern zu stöbern und mich damit unter die Decke zu verkriechen und ja:

Ich lese sie manchmal sogar in der U-Bahn!

Außerdem liebe ich es sehr, in fremde Bücherregale zu linsen. Egal wo ich bin. Manche Menschen gucken gerne in Kühlschränke, ich gucke gerne in Bücherschränke. Ganz besonders gern natürlich in die Ecken mit der Futter-Inspiration. Weil ohne gutes Essen geht´s halt nicht und dort entdeckt man immer einen Schatz!

Und weil es vermutlich vielen anderen Lebensmittel-Liebhabern ganz genauso geht, öffne ich hier sozusagen meine virtuelle Feinkostabteilung* aus Papier:

Kochen:

A Casa – Gut kochen. Besser essen. Jeden Tag.

Dieses Buch ist Liebe zum Lesen!

Für Menschen gemacht, für die Kochen und die Zubereitung von Lebensmitteln nicht nur Mittel zum Zweck sind, sondern, die diesen Prozess und diese Magie zutiefst genießen, „weil sie die Zeit mit Schönheit füllen“. Genauso ist es, lieber Claudio del Principe! Und es gibt keinen anderen, der das besser ausdrücken könnte.

Dieses Buch macht das Leben schöner.

Erschienen im AT Verlag.

Ein Jahr lang gut essen.

Nigel Slater ist nochmal so einer, der das mit dem „über´s Essen schreiben“ einfach ziemlich gut kann.

Ich liebe ihn für Sätze wie »Wir sind nicht sehr lange auf dieser Welt. Da sollten wir uns zumindest etwas Gutes zu essen machen.« Ich stimme dem mit jeder Faser meines Körpers zu!

Außerdem liebe ich das Buch für wirklich schöne Texte, Rezepte wie Speck-Granola und Titel wie „Ernsthaft zitroniges Zitrussorbet“ oder „Knack, Kracks, Knister“. Es ist ein Buch für jeden Tag, mit Rezepten, die für jeden gemacht sind. Rezepte, die einfach, aber trotzdem oder gerade deshalb einfach grandios sind und die einmal mehr zeigen, dass gutes Kochen ohne großen Schnickschnack klappt. Zum Ende jeder Jahreszeit gibt es nochmals eine ganze Menge saisonaler Rezepte an die Hand – Lust auf Feta mit Blutorangen und Sesam?

Das Buch war ein Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Den Grundsatz keine neuen Koch- und Backbücher mehr zu kaufen, habe ich mir längst abgeschminkt.

Erschienen im Dumont Verlag.

Simple Dinners.

Ich kann nicht sagen, seit wie vielen Jahren ich dieses Kochbuch von Donna Hay schon besitze. Kommt mir so vor als hätte ich es schon immer im Regal stehen gehabt. Es ist ziemlich groß und pickepackevoll mit schönen Rezepten, die nach den Lebensmittel-Gruppen

Eier, Brot, Pasta, Asianudeln & Reis, Couscous, Bohnen & Linsen, Huhn, Rind, Lamm, Schwein, Fisch & Meeresfrüchte, Gemüse, Früchte und Schokolade

aufgeteilt sind.

Je nachdem, was man Zuhause gerade so hat, kann man sich eine sättigende, wohlschmeckende und einfach tolle Mahlzeit zubereiten. Einen Favoriten zu nennen ist schwierig, aber die Couscous-Suppe mit Hühnchen und Chili, die Gorgonzola-Polenta mit Knoblauchpilzen oder das Steinpilz-Risotto aus dem Ofen sind definitiv Favoriten. Als Dessert nehme ich eine doppelte Portion karamellisierte Aprikosen mit Creme Fraiche.

Erschienen im AT Verlag.

 

Backen:

Backen mit Leidenschaft.

Ich möchte ehrlich sein: Dieses Buch hätte ich mir vermutlich niemals gekauft. Das wäre fatal gewesen, denn in meiner Bibliothek möchte ich es heute nicht mehr missen!

Aber zum Glück habe ich es ja (mal zum Geburtstag geschenkt bekommen), denn es ist eine Ansammlung aller Rezepte, die man als Bäckerin mit Leidenschaft eben so braucht.

Es findet sich Süßes und Herzhaftes darin, Basics wie Schokoladen-Cookies, Biscotti oder ein ländlicher Pflaumenkuchen, aber auch Pekannuss-Bourbon-Torteletts, Rhabarbercreme-Torteletts mit Streuseln, Kaffeetrüffel-Brownies mit weißer Schokolade, Rüblitorte oder Käse Burek und die unterschiedlichsten Cracker.

Ich liebe Burek, habe es im Buch aber noch nie in die herzhafte Abteilung geschafft. Weil der Süßkram einfach so gut ist! Ich liebe diese Kuchenrezepte vor allem auch dafür, dass sie immer funktionieren und das ist leider keine Selbstverständlichkeit. Meine Tartes mache ich nur noch mit dem Mürbteig-Rezept von Popina.

Sie funktionieren immer und schmecken jedem.

Kuchenwunder.

Für mich eine Fundgrube der Inspiration. Einige meiner Rezepte haben in diesem Buch ihren Ursprung. Als Experimentier-Seele staune ich über Schokoladentorte mit Pastinaken, Buchweizentarte mit Erbsen-Pistazien-Creme oder Aprikosen-Tomaten Kuchen. Das waren aber schon mit die experimentellsten Kuchen hier.

Gemüse im Kuchen hat noch vor wenigen Jahren für manches Stirnrunzeln gesorgt. Heute sind Rote Bete, Möhren, Bohnen und Zucchini im Teig schon längst ein alter Hut und auch Aprikosenkuchen mit Thymian überrascht niemanden mehr.

Wer weiß, wann ich mich ohne dieses Buch je an Kartoffeln im Teig oder sogar im Käsekuchen versucht hätte? Vielleicht nie? Wäre ziemlich fatal gewesen, denn sie machen sich verdammt gut darin und diese erst so richtig saftig. Eines meiner absoluten fructosearmen Lieblingsrezepte, der Auberginen-Schokoladenkuchen mit Beeren hat seinen Ursprung in diesem Buch, aber auch der Kartoffel-Käsekuchen.

Aus – für mich – unerfindlichen Gründen ist dieses Buch für GU kein Verkaufsschlager geworden und somit nur noch als E-Book erhältlich. Ich kann es dennoch uneingeschränkt empfehlen.

Erschienen bei GU.

Selbermachen:

 

Andere:

 

 

 

 

 

 

*Diese wohl kuratierte, ganz persönliche „Feinkostabteilung“ wird übrigens von niemandem außer mir selbst gesponsert und basiert wie alle anderen Beiträge auf diesem Blog auf reinster Überzeugung. Da ich Amazon scheiße finde (und diese Scheiße eben auch nicht unterstützen möchte), gebe ich mir die größtmögliche Mühe immer direkt auf die Verlagsseite zu verlinken. Dort sitzen, neben dem Autor selbst, schließlich die Menschen, die die Lorbeeren und den Support für diese Arbeit kassieren sollten.