Dulce de Leche á la einfacher geht´s nicht

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Geschenke aus meiner Küche / Kochen

Aus der Not heraus nirgends in Stuttgart Dulce de Leche von der lieben Bonne Maman auftreiben zu können, griff ich wie die meisten Foodblogger zur dann-mache-ich-sie-eben-selber-Version. Und wie das dann eben so läuft, danach habe den Aufstrich sogar in einem CAP-Markt in Untertürkheim gefunden. Die Gläser standen verloren in einer der hinteren Ecken, wo man sie auch nur durch Zufall entdecken konnte. Dieses eine Glas Bonne Maman-Karamell steht noch unangerührt im Schrank. Stattdessen koche ich regelmäßig selber Dulce de Leche, ist ja auch viel schöner!

Dass es kein Hexenwerk ist, hat man nach einmal selber machen schnell herausgefunden. Im Gegenteil, es geht soo00ooo einfach, dauert nur ungefähr sooooo00 lange. Aber das „bisschen Haushalt“ kann man da schön nebenher machen.

Ihr braucht folgende Hilfsmittel:

ein altes Geschirr- oder Handtuch, einen großen Topf, zwei heiß ausgespülte Marmeladengläser (je nach Größe), eine Dose gezuckerte Kondensmilch (ca. 397ml), z.B. von Milchmädchen.

So geht´s:

1. Als Erstes legt ihr das alte Geschirrtuch in den Topf, dann klappern die Gläser da drinnen nicht so sehr und können euch somit auch nicht zur Weißglut treiben. Das ist mir passiert, als ich es das erste Mal ausprobiert habe. Seid schlauer!

2. Jetzt füllt ihr die gezuckerte Kondensmilch in die gesäuberten Marmeladengläser um. Bei mir reicht eine Dose in der Regel für zwei Gläschen, so habe ich eines für mich und kann das andere verschenken,wenn ich mag. Jetzt fest verschließen! Nun gebt ihr die Gläser in den Topf und füllt ihn bis kurz unter den Deckelrand mit heißem Wasser (so das die Kondensmilch mit Wasser bedeckt ist) und bringt es zum Kochen.

3. Das Ganze sollte ungefähr zwei Stunden vor sich hin köcheln oder eben so lange bis die Creme eine karamellige Farbe erhält, deshalb immer mal wieder in die Küche spickeln. Das könnt ihr auf diese Weise prima beobachten (bei der Dosenmethode müsst ihr euch am Ende überraschen lassen..). Wichtig ist, dass ihr darauf achtet, dass die Kondensmilch stets von kochendem Wasser umgeben ist. Ihr müsst ab und an neues Wasser dazugeben. Das ist auch schon das ganze Hexenwerk.

Et voilá, ihr habt jetzt euer Süßes von der Milch, mit dem ihr unendlich viele tolle Sachen anstellen könnt!

Schmackofatz hoch 10 kann ich da nur sagen!

Nicht empfehlenswert finde ich die Methode mit der Kondensmilch-Dose, die man zwei Stunden kocht. Warum? Das Teil hat dummerweise kein Sichtfenster. Ich kann also nicht sehen, ob die gezuckerte Kondensmilch am Ende wirklich zu Karamell geworden ist oder nicht.

Wenn ich Pech habe, ist die Creme noch nicht fertig und ich habe eine offene Dose mit unfertiger Dulce de Leche – super… Ihr kauft doch auch nicht die Katze im Sack oder? Ich will schon sehen, was sich da drin abspielt. Und wenn ich die Creme verschenken will, muss ich sie erstmal umständlich umfüllen und habe kein ordentlich konserviertes Karamell. Unschön, mag ich nicht haben.

Ihr könnt mit der Dulce de Leche natürlich auch experimentieren und Aromen wie Vanille & Co. oder Nüsse dazugeben. Dazu könnt ihr zum Beispiel je eine halbe Vanilleschote mit in die Gläser geben, oder auch das Mark herauskratzen und hineingeben. Die Phantasie ist ja bekanntlich grenzenlos!

Ich wünsche euch süße Träume und eine gute Nacht!

Eure Sonja

25 Comments

  1. Hallo Sonja!
    Wollte nur schnell sagen, dass ich 1. deinen Namen „whitest cake alive“ super finde und 2. deine unkomplizierte Schreibweise super finde!
    Danke für den Tipp mit dem Glas. Wäre ich nicht drauf gekommen, aber du hast so recht. Viel Spaß beim zaubern weiterhin!
    Grüße aus la Gomera,
    Lena

    • Hallo Lena,

      weißt du was? Du hast meinen ziemlich blöden Tag vorgestern sehr erheitert durch deine Worte. Danke dafür! Und nicht zu danken, ich habe den Dosenfehler auch schon begangen und mich hinterher geärgert. :)

      Viele Grüße aus Stuggi
      Sonja

  2. jutta says

    Hallo Sonja,
    da für zwei Weihnachtskeksrezepte in der aktuellen „Für Sie“ Dulce de Leche benötigt wird und es die hier in Wien in den Supermärkten anscheinend nicht gibt, bin ich in deinem Blog gelandet. Frage: Du erwähnst die Vollmilch-Variante mit 3 EL Honig, 1 TL Backpulver und 1/2 TL Fleur de Sel – zu wieviel Milch und Zucker? Kochst du die Vollmilch-Variante auch in Marmeladegläsern ein? Der Vorteil der Methode ist, dass nichts anbrennen kann. Aber muss die Milch nicht verdampfen können? Da ich nicht weiß, wie das fertige Produkt genau aussehen und schmecken soll, bin ich mir beim auf Verdacht Ausprobieren unsicher.

    • Hallo Jutta,

      schön, dass du mich so gefunden hast! Zunächst einmal, die Einkochvariante im Glas gilt nur für gezuckerte Kondensmilch. Für die andere Variante wird Vollmilch im Topf aufgekocht und als Süßungsmittel ist hier lediglich der Honig drin. Genau weil die Milch einkocht und verdampfen muss, wird sie im Topf eingekocht. Diese Methode habe ich erst viel später entdeckt, wird beizeiten aber auch nochmal separat gebloggt, da ich sie mittlerweile viel besser finde. Die Zutaten kommen auf einen Liter Vollmilch, werden dann zusammen aufgekocht und etwa 45 Minuten eingekocht. Ich hoffe das hilft dir weiter.

      Liebe Grüße
      Sonja

  3. Tamara says

    Liebe Sonja
    Ich wollte dich nach dem alternativen Dulce de Leche Rezept mit der frischen Vollmilch fragen. Gibst du da noch Zucker dazu? Wie viel?
    Liebe grüsse
    Tamara

    • Hallo Tamara,

      ich hatte noch keine Zeit es zu verbloggen. In die Vollmilch-Variante kommen zusätzlich 3 EL Honig, 1TL Backpulver und ein halber Teelöffel Fleur de Sel. Ultimativ lecker!

      Liebe Grüße
      Sonja

  4. Hallo, ich glaube du bist meine Rettung. Ich habe Dulce de Leche in Dosen (versucht) zu kochen, tja, wie soll es anders sein, sie ist noch flüssig.
    Neuer Versuch mit deinem Vorschlag, klingt viel versprechend. Ich werde mich in zwei Stunden melden. Hoffentlich wird mein Kuchen, für den ich diese Creme brauche, bis drei Uhr fertig…aarrgh!

    Deinem Blog werde ich nun folgen, nicht nur weil ich dankbar bin, sondern weil er sehr ansprechend ist. ;)

    Grüne Grüße
    Mion

    • Hallo Mion,

      oh nooooo, aber das mit den Dosen ist auch einfach totaler Käse, leider! Hat es denn auf diese Weise geklappt? Ich drücke feste Daumen und hoffe, dass es noch etwas geworden ist mit dem Sonntagskuchen! Über deine Meinung freue ich mich sehr.

      Liebe Grüße und natürlich ein großes Welcome auf meinem Blog,
      Sonja

      • Hallo Sonja,
        musste umdisponieren, wegen dem Zeitfaktor. Denn die Leche musste dann, für diesen Kuchen, wieder warm gemacht werden um ein Schokokaramell herzustellen. Vielleicht sagt dir Bonofee etwas. Und da dies nochmals mind. 2 Stunden, zum Festwerden, in den Kühlschrank muss, habe ich den Inhalt der 2 Kondensmilchdosen mit 100g Rohrzucker, köchelnd reduziert, bis nur noch Milchkaramell übrig war. Puhh mein Arm war dann ziemlich lahm, nach einer Stunde rühren. Für die Zukunft werde ich mich nun mit Dulce de leche eindecken und zwar mit Hilfe deiner Variante!

        Morgen stöber ich mal auf deinem Blog…bis dahin schönen Abend

        Mion

  5. silkandpaper says

    Leckere Angelegenheit und ein wirklich schönes Mitbringsel ! Danke für die Tipps.
    ps…ich habe die russische Kondensmilch genommen, die auch im Supermarkt steht

    • Nicht zu danken! Mittlerweile koche ich Dulce de Leche mit frischer Vollmilch, das geht sogar schneller und schmeckt nochmal besser. Könnte ich als Alternative eigentlich auch mal auf den Blog packen.

      Liebe Grüße
      Sonja

  6. Celine says

    Liebe Sonja,
    Gestern wollte ich Dulce de Leche machen (Dosenversion) und nach über zwei Stunden im Wasser war die Kondensmilch immer noch komplett flüssig! Komisch, dachte ich, hab dann deine Methode probiert – und immer noch flüssig! Jetzt komm ich mir etwas tollpatschig vor… kann man da echt was falsch machen? ;-)

    Falls du sowas schon mal gehört oder erlebt hast und vielleicht einen Rat für mich hast (denn ich hab mich in Mexiko in das Zeug verknallt), dann würde ich mich freuen!

    Danke und viele Grüße
    Céline

    • Hallo Celine,

      ach, in der Küche kann so viel schief gehen! Ich kann mir das gerade aber wirklich nicht erklären, denn wenn das Wasser laufend sprudelnd kocht muss die Dulce de Leche eigentlich irgendwann fest werden, ob sie will oder nicht. Hat sich denn die Farbe verändert? Welche gesüßte Kondensmilch hast du benutzt?

      Kürzlich habe ich den Aufstrich sogar mit Vollmilch gekocht, das war zwar eine kleine Sauerei, aber auch die ist nach etwa zwei Stunden fest geworden. Ich hoffe wir kommen dem Fehler auf die Schliche.

      Liebe Grüße
      Sonja

      • Celine says

        Hallo Sonja!

        Ja, das ist schon ein kleines Mysterium :) ich wohne in Dänemark und habe hier eine Kondensmilch von irgendeiner holländischen Marke gefunden (das Label ist leider schon im Müll). Ich weiß nur, dass Vitamin D zugesetzt war – aber ob es das sein kann!? Ich vermute, dass da irgendwas drin war, das verhindert hat, dass sie fest wurde…
        Trotz sprudelndem Wasser. Und die Farbe ist auch gleich geblieben.

        Tja, dann versuche ich deine geniale Methode mal mit einer anderen Marke (habe danach auch Nestlé entdeckt) oder mach mal die aufwendige Version mit frischer Milch und werde dann berichten :-)

        Danke dir für den Rat!

        Liebe Grüße
        Céline

      • Hallo Céline,

        hmmm, das ist echt schräg. Möglich ist das durchaus. Ich weiß, dass Vitaminzusätze in anderen Fällen schon auch mal nen Strich durch die Rechnung machen können. Die Version mit frischer Milch ging bei mir übrigens schneller als mit der Dosenvariante. Da ich Nestlé schon lang nicht mehr benutze ist das eine echte Alternative und komplett selbst gemacht schmeckts irgendwie nochmal besser. ;)

        Liebe Grüße
        Sonja

  7. Pingback: Alfajores Rezept – 1000leckerbissen

  8. Lucky sweety says

    Liebe Sonja, ich danke dir für diesen wundervollen Eintrag. Man merkt wie sehr du dulce de leche liebst. Genau wie ich. Habe dein Rezept natürlich sofort ausprobiert. Leider deinen liebevollen Tipp mit dem geschirrhandtuch vernachlässigt. Das Endergebnis war dennoch phänomenal.
    Zwei Daumen für diesen post

    • Hey ho,

      oh nein, das war dann aber auch ein endloses Geklapper, oder? Das gibst du dir nur exakt einmal. :) Es freut mich sehr, dass dir das Ergebnis so gut schmeckt und du es vor allem so ausprobiert hast!

      Liebe Grüße
      Sonja

  9. Iris says

    Hallo Sonja,

    ich bins, Iris. Vielleicht erinnerst du dich an mich. Ich war bei Holgers Party. Hab deinen Blog mal durchstöbert und bin auf diese grandiose Rezept gestoßen. Die Ideen mit den Gläsern und dem Geschirrtuch gegens Klappern sind einfach genial. Das Ergebniss war zum Auslöffeln lecker. Pur schmeckt mir die Dulce de Leche am Besten.
    So und jetzt werd ich mich an deine Erdnussbuttercookies machen. Freu mich schon aufs Ergebnis. Yummi…
    Tollen Blog hast du da. Sehr inspirierend. Und deine Fotos sind der Wahnsinn. Da kriegt man richtig Lust zu backen.

    Grüßle

    • Hallo Iris,

      aber ja, ich erinnere mich an dich. Freue mich sehr, dass du den Weg hierher gefunden und das Rezept für die Dulche de Leche ausprobiert hast! Das erste Mal habe ich es noch ohne das Tuch gemacht, da wirste echt wahnsinnig bei und die Methode finde ich 10x besser als die Kondensmilch in der Dose zu kochen.

      Haben dir die Erdnussbutter Cookies denn geschmeckt? Sie sind tatsächlich das am meisten gesuchte Rezept hier. Deine Worte zu meinem Blog gehen runter wie Butter, ich danke dir und hoffe du findest darin weitere Inspiration! Vielleicht sehen wir uns ja auch mal wieder bei Holger, das würde ich schön finden.

      Liebe Grüße
      Sonja

  10. Dulce de Leche habe ich in Argentinien das erste Mal als Brotaufstrich gegessen. Das war sooooo lecker. Vielen Dank für dein Rezept.
    Lieben Gruß, Renate

  11. Dulce de Leche (also die von Nestle) bekommt man (zumindest hier in München) auch in gut sortierten Asiamärkten. Seit ich in Spanien gewohnt habe, liebe ich das Zeug!
    Viele Grüße,
    Steffen

  12. Das mit den Gläsern ist eine gute Idee! Ich habe bisher immer die Dosenmethode gemacht, und beim letzten Mal hatte ich eine zwar leckere, aber leider nicht fest genug gewordene Karamellsoße, die ich dann in der Bratpfanne weiter reduziert habe. So entsteht allerdings keine dulce de leche, sondern Karamellbonbons, im Geschmack und in der Konsistens den in Goldfolie verpackten „echten“ sehr ähnlich… auch lecker, aber eben nicht das was ich wollte. In Gläsern kochen ist natürlich eine einfache und gute Idee- auf die man aber erst mal kommen muss. Danke für die inspiration!

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