Zum Geburtstag: rohes, veganes, fructosearmes Erdbeer-Cashew Törtchen!

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Den kleinen weißen Kuchen gibt es heute schon drei Jahre. Exakt drei ganze Jahre, AH! Das wären dann ähm…. drei Mal ganze 365 Tage. Das sind also, lasst mich kurz überlegen, am Stück 1.095 irre Tage!! Eintausendfünfundneunzig Tage in denen ich manch, nein, verdammt viele tolle, interessante, leise, laute, verrückte, noch verrücktere und aber in jedem Falle absolut fantastische Menschen kennenlernen und einmalige, schöne Momente, Tage, Veranstaltungen, Reisen, erleben durfte! Durch die Lande tingeln mit Menschen, die man mag. Gibt es etwas Tolleres?!

Es passiert im Moment vieles und damit meine ich jetzt nicht nur die achtstündige kiloweise Sonntags-Zitronenraspel-und-Auspressaktion-für-eine-Menge-Limonadenbasis oder das Wahninnskonzert von Other Lives im Universum gestern Abend. Nicht nur, aber auch. Vor allem auch. Wo ich anfangen soll, das weiß ich selbst zurzeit oft nicht und werde dabei überrannt von Rhabarber, Beeren, Aprikosen und allem anderen, was noch um die Ecke linst und zu gern im Kuchen landen würde. Zig Bücher liegen zur Rezension bereit. Es darf ganz viel gekocht und gebacken werden.

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Ja, der Blog steht momentan scheinbar still: scheinbar. Hinter den Kulissen ganz und gar nicht. Ich möchte vieles, kann davon aber derzeit nur 1/4 umsetzen und wisst ihr was? Das ist okay so. Echt, ich finde das total okay. Es könnte zwar, wenn ich die Arschbacken zusammenkneife, auch anders sein, aber… Man sollte sich einfach öfter entspannen und zurücklehnen anstatt sich umzuschauen, was die anderen 5-6-7 Tage die Woche treiben. Auch das ist natürlich okay, bei mir aktuell nur nicht möglich. Vielleicht irgendwann einmal, bis dahin allerdings ist Zeit. Zeit ist ein kostbares Gut.

Jetzt ist erst einmal kostbare Zeit für Kuchen! Es will schließlich ein kleiner Geburtstag hier gefeiert werden, Kinners, und ein Geburtstag ohne Kuchen ist in etwa so wie sich morgens beim 0815-Bäcker einen miesen und überteuerten Kaffee zum Mitnehmen im ich-produzier-im-Vorbeigehen-richtig-viel-unnötigen-Müll-Becher zu holen = so richtig beknackt.

Ich habe euch zur Feier dieses besonderen Anlasses ein (Obacht!) kühles, veganes, rohes und um das Ganze noch zu toppen fructosereduziertes Erdbeer-Kokostörtchen mitgebracht. Die liebe Kalinka hat doch zum letzten München-Besuch glatt einen ihrer zauberhaften rohen Kuchen so fructosearm wie möglich für mich umgebastelt und heute gibt es genau diesen Kuchenschatz von mir etwas abgewandelt direkt auf eure Kaffeetafel, ist das nix?

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Ich bitte an dieser Stelle mal kurz um anerkennendes allgemeines Nicken in den ersten Reihen, denn solch einen Kuchen möglichst fructosearm und roh und vegan zeitgleich zu machen ist nicht die einfachste Disziplin der internationalen olympischen Backspiele. Jetzt weiß ich aber wie es geht (danke Kalinka!) und möchte an weiteren Kreationen feilen. Im Sommer bieten sich erfrischende Törtchen geradezu an, wenn es in meiner Dachgeschoss Wohnung nahezu unerträglich wird und ich am liebsten mit einer eisgekühlten, ausgehöhlten Wassermelone auf dem Kopf herumlaufen würde.

Noch ein paar kurze Infos vorweg, ehe sich jemand womöglich gleich total motiviert in die Küche stellt und dann erst merkt, dass hier Einweichzeiten zu beachten und ein guter Standmixer gefragt sind. Die Cashewkerne müssen vor allem dann, wenn ihr keinen sehr leistungsstarken Mixer habt, um die 8 Stunden eingeweicht werden. Ich mache so etwas gerne morgens ehe ich zur Arbeit gehe, damit ich abends direkt loslegen kann. Wenn euer Mixer in der Lage ist auch harte Nüsse zu knacken, dann betrifft euch das nicht. Ich habe Zuhause zum Beispiel einen Standmixer von Kenwood stehen, der packt eingeweichte Nüsse gut und die Füllmenge des Mixers passt genau auf diesen Kuchen.

Zutaten für eine Springform á 18cm:

Boden:

100g Hirseflocken (oder welche du magst)

2 EL Leinsamen

1 EL geschälte Hanfsamen

80g Reissirup

1 EL Chiasamen

2 EL Kakaopulver, ungesüßt

Cashewcreme:

240g Cashewkerne, über Nacht eingeweicht (gibt es auch als Cashewbruch, das ist etwas günstiger und geht auch)

55ml Wasser

100ml Reissirup

2 TL frischer Zitronensaft

110g Kokosfett, geschmolzen (z.B. Palmin)

Prise Salz

1 Msp. gemahlene Vanille

Erdbeercreme:

200g Erdbeeren

50g Reissirup

200g Kokosfett, geschmolzen

Etwas Obst für die Deko, wer mag

Funktioniert so:

1. Die Springform mit Backpapier auslegen, den Rand evtl. mit etwas Kokosöl einreiben. Für den Boden alle Zutaten in den Mixer geben und mal ordentlich Dampf machen. Die Zutaten für den Boden bleiben recht grob und müssen nicht bis zur Unkenntlichkeit kleingehäckselt werden.

2. Masse in die Springform geben und mit einem leicht angefeuchteten Teigschaber verteilen und andrücken. Der Boden ist sehr klebrig und das soll so. Die Springform für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Das Mixgefäß muss jetzt kurz gereinigt werden.

3. Für die Cashewcreme alle Zutaten in den gereinigten Mixer geben und so lange bearbeiten bis eine möglichst cremige Masse entsteht. Da ich keinen Omniblend habe, waren noch kleine Nusstückchen zu sehen, aber das ist vollkommen okay. Macht sie einfach so klein wie es euch möglich ist. Die Creme wird mit kleinen Unterbrechungen einige Minuten lang bearbeitet, der Mixer soll uns ja nicht explodieren.

4. Die Cashewcreme nun auf dem gekühlten Boden verteilen (bitte nicht auf dem Küchenboden) und gleichmäßig verstreichen. Wer mag kann jetzt noch einige Erdbeeren in den Boden drücken um später einen schönen Anschnitt zu haben. Die Springform entweder für 15 Minuten in den Gefrierschrank geben oder bis sie fest geworden ist in den Kühlschrank stellen. Ich habe ein Lilliputaner-Tiefkühlfach, deswegen kam sie bei mir für 1-2 Stunden in den Kühlschrank.

5. Die Erdbeeren waschen, vom Strunk befreien, vierteln und mit den restlichen Zutaten kurz im Mixer bearbeiten bis eine cremige Masse entstanden ist. Die Erbeercreme auf dem fest gewordenen Kuchen verteilen und das Ganze nun nochmals ca. 2 Stunden kühl stellen. Nach Belieben dekorieren.

Ich kann eure erschrockenen Gesichter sehen. Was, das dauert ja Stunden?!?!?!?! Und ich sage dazu, na und? Der Blog hat Geburtstag und ihr ja vielleicht auch irgendwann? Macht ihr bei Geburtstagen etwa keine aufwendigen 5-stöckigen Torten mit tonnenweise Glitzer und Pipapo drauf und dran?

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Und ehe sich einer beschwert, dieser Kuchen macht tatsächlich satt. Also, er ersetzt keine komplette vollwertige 24-Gänge-Mahlzeit, so ist es nicht. Also irgendwie ja schon, aber… nun ja, mehr als ein Stück schafft man davon wohl nicht. Vielleicht, wenn man sich anstrengt. Aber das ist ja auch gut so, denn zu viel davon sollte man als Intoleranzler ja ohnehin nicht essen, denn Cashews sind ja böse.

Wenn es denn dann mal hart auf hart kommt und ihr bekommt wirklich nix mehr runter oder habt gerade keine 30-köpfige Familie mit am Tisch sitzen, dann hält sich dieses Törtchen abgedeckt auch 2-3 Tage im Kühlschrank, aber pssst… das halte ich für ein Gerücht! Welcher Kuchen überlebt denn bitte länger als zwei Stunden? Habt ihr sowas schonmal gesehen? Wo gibt´s das denn?

Ich verabschiede mich für heute mit einigen Songs des gestrigen Abends und schwelge weiter in dieser absolut himmlischen Musik, dazu werde ich mir selbstverständlich ein weiteres Stückchen Kuchen gönnen und reiche die Platte gerne weiter. Nein, ich werde mich hinein legen. Meine komplette rechte Körperhälfte ist zusätzlich noch etwas lahm von der Zitrusaktion, aber gleich heute Abend werde ich mir ein Fläschen Zitronen Limonadenbasis erwerben gehen, für die ich stundenlang kiloweise allerschönste Zitronenschale geraspelt habe. Das war es mir wert. Man munkelt die gäbe es diese Woche bei pois im Fluxus… *hust*

Habt es gut und wisst ihr was? Es ist wunderbar euch alle hier zu haben, ich bin sehr sehr sehr dankbar dafür!!

Ich drücke euch mal alle,

Eure Sonja

Küchensoundtrack: Other Lives – Live At Music Apartment

(Reklame + Rezept) Black is beautiful: Schwarzes Brot mit Ricotta und Erdbeerkompott!

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Dieser Beitrag wird so schwarz wie meine Seele. *hust* Nicht. Insgeheim muss ich gerade noch sehr darüber lachen, dass ich aus der Überschrift eben versehentlich zunächst nicht “Black is beautiful” sondern “Balack is beautiful” machte. Es gibt zwar schlimmer aussehende Kerle, aber ehrlich, so beautiful ist Balack für mich dann doch nicht. Nichts für ungut.

Es geht um Brot, das drunter sowie das drüber… Schönstes, wie hier schon angekündigtes, schwarzes Brot und das heute auch wieder von Dankebitte – selbstgemachtes von A-Z wird es selbstverständlich auch bald wieder geben. Es steht da zum Beispiel noch das Über-Nacht-Brot von Mutti mit der knusprigsten Kruste ever in der Warteschlange.

Im verlinkten Beitrag hatte ich es bereits angeschnitten, man kann bei Dankebitte nicht nur tolle Brotmischungen bestellen sondern auch eine Mischung nach den eigenen Vorstellungen kreieren lassen. Ihr fragt euch womöglich wozu das gut sein soll? Dass ihr das dann doch auch gleich Zuhause selbst machen könnt?

Könnt ihr schon, aber niemand hat immer alles Zuhause vorrätig oder? Ich habe zwar vieles da, vermutlich sogar überdurchschnittlich vieles, aber eben auch nicht alles. Ein Vorratsfass an Sepiatinte habe ich zum Beispiel nicht und ich wüsste auf die Schnelle auch nicht, wo ich welche herbekommen sollte? Für sachdienliche Hinweise an dieser Stelle bin ich immer dankbar.

Das Brot eurer Träume wird im Anschluss vom Bäckermeister frisch zusammengemischt und dann an euch verschickt. Der weiß auch genau, welche Aromen gut miteinander harmonieren, was man aus seiner Brotmischung doch lieber wieder streichen sollte oder was man stattdessen mit dazu nehmen kann um ein gutes Ergebnis zu bekommen. Da ich mein Brot vor lauter Freude mit allerhand Zutaten vollpackte, hat er mich wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Es wäre sonst einfach zu viel des Guten gewesen. Das Brot soll schließlich nicht einfach nur kunterbunt sein sondern auch gut schmecken. Der brasilianische rosa Pfeffer musste dann also weichen und damit konnte ich gut leben.

Aber jetzt mal Butter bei die Fische, wie zum Geier kommt man auf Sepiatinte? Ich weiß es nicht, aber ich wollte unbedingt damit backen und war von dieser Zutat auch durch nichts abzubringen. Ja, ich kann sehr dickköpfig sein. Etwas schwarz zu färben kenne ich nur von Motivtorten und ganz ehrlich? Mein Geschmack ist weder normaler Fondant noch schwarz gefärbter Fondant. Ja, ich vertrage ihn noch nicht einmal. Verkohlte Kuchen wiederum sind auch nicht unbedingt erstrebenswert. Ein Gebäck aber auf natürliche Weise schwarzähnlich zu färben ohne, dass dieses einen seltsamen, nicht gewünschten Eigengeschmack trägt, das finde ich interessant und wollte ich unbedingt ausprobieren.

Deshalb gibt es heute Brot(körbchen) mit Ricotta und Erdbeerkompott! Das Kompott (Originalrezept von Ylva) habe ich so fructosearm wie möglich gestaltet, was manch einem vielleicht doch das ein oder andere Löffelchen Glückseeligkeit bringen wird, wenn doch schon die ganze Schüssel nicht geht. Wie gut, dass man stattdessen auch einfach draufpacken kann, was man möchte und gerne mag. Zum Frühstück mag ich die Kombination von Ricotta und Marmelade sehr gerne und deshalb musste es diese in dem Fall auch sein.

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In meiner Brotmischung steckten:

Weizenmehl Typ 550, Amaranthmehl, Meersalz, Chiasamen, Brotgewürz, Sepiatinte (je zwei 4g-Packungen)

Beim Backen läuft es meist nach demselben Prinzip, die Backmischung wird mit 400ml lauwarmem Wasser und einem Würfel frischer Hefe verrührt und kommt anschließend bei 60 Minuten bei 180 Grad im nicht vorgeheizten Backofen in eine gefettete Form. Die Sepiatinte habe ich als letztes dazugegeben und mit den Knethaken des Handmixers untergearbeitet, das klappt am besten. Per Hand? Mache ich sonst immer, aber in dem Fall: forget it!

Da ich diesmal allerdings keinen Laib gemacht sondern mit reichlich bemehlten Händen aus einer Teighälfte Körbchen auf einem umgedrehten Muffinblech und aus dem Rest kleine Laibe geformt habe, ging es wesentlich schneller. Die Brotkörbchen machen sich zudem hübsch auf der Frühstückstafel.

Zutaten für ein Glas Erdbeerkompott:

500g Erdbeeren

4-5 EL Getreidezucker oder Traubenzucker

Saft einer halben Bio-Zitrone

Funktioniert so:

1. Die Erdbeeren waschen, entstielen und mit Zucker und Zitronensaft in einen Topf geben. Da die Erdbeeren saften werden, sollte dieser nicht zu klein sein sondern eher so, dass die Erdbeeren etwas Platz nebeneinander haben.

2. Den Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Nach einigen Minuten sollten die Erdbeeren bereits Saft abgegeben haben. Nach weiteren 10 Minuten sind die Erdbeeren weich und ihr könnt sie z.B. mit einem Kartoffelstampfer etwas zerdrücken. Ob mehr oder weniger, bleibt ganz euch überlassen. Meine habe ich etwas mehr bearbeitet.

3. Nun etwa 15 Minuten sirupartig weiterköcheln lassen und anschließend in ein sauberes, sterilisiertes Glas füllen oder direkt über Ricotta auf´s Brot geben, yummy!

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Das Kompott hält sich laut Ylva eine Woche im Kühlschrank, aber so lange hat es bei mir nicht überlebt, weshalb ich unbedingt auch wieder für Nachschub sorgen muss solange es noch Erdbeeren gibt. *flöt*

Vielleicht oder nein, sogar ganz bestimmt schwirren euch jetzt noch einige Fragen im Bezug auf das Backen mit Sepiatinte im Kopf herum und da möchte ich nun gerne noch kurz drauf eingehen. Ein großes Fragezeichen hatte ich beispielsweise im Bezug auf den Geschmack.

Da ich von Anfang an einen süßen Aufstrich für das Brot geplant hatte, fragte ich mich, ob es durch die Tinte einen unangenehmen, wenn nicht sogar säuerlichen oder metallischen Geschmack haben würde, der nicht dazu passt. Sepiatinte kannte ich schließlich  nur von damit gefärbter schwarzer Pasta und die gibt es eben nicht als süße Variante. Ich hatte keinen Anhaltspunkt und musste es einfach selbst ausprobieren.

Das Brot schmeckt aber weder komisch noch säuerlich. Vielmehr lassen wir uns da auch einfach zu sehr von unseren Augen und der ungewöhnlichen Farbe beeinflussen, so dass die Geschmacksnerven ganz selbstverständlich “etwas” wahrnehmen. Ja, es unterscheidet sich von ungefärbtem Brot und es schmeckt dezent anders, aber es schmeckt nicht seltsam oder gar schlecht. Ich finde das Brot sogar sehr ästhetisch und schön gerade durch seine ungewöhnliche Farbe.

Weiterhin sollte man die Tinte lieber mit dem Handmixer unterarbeiten. Nicht nur, weil es natürlich schwarz bzw. dunkel färbt sondern auch, weil es so gleichmäßiger wird. Ich habe es zuerst per Hand und mit Handschuhen versucht und mir da regelrecht einen abgeknetet. Wenn ihr es also auch mal versuchen möchtet, macht es lieber gleich richtig, es reicht wenn einem von uns die Hände wegen übermäßiger Kneterei abfallen.

Ob ich das so bald wieder machen werde? Ich denke nicht, da die Methode an Sepiatinte zu kommen für das Tier wahrscheinlich weniger spaßig ist. Beim nächsten Mal werde ich mich deshalb lieber an einer anderen natürlichen Methode versuchen, für die garantiert kein Tier vorab unter erheblichen Stress gesetzt werden muss.

Habt ihr schon einmal mit Sepiatinte gearbeitet und wenn ja, was haltet ihr davon? Was habt ihr damit angestellt? Falls nicht, würdet ihr auch gerne einmal etwas damit anstellen? Und was?

Ich freue mich auf eure Erfahrungswerte, Gedanken aber auch mögliche weitere Fragen zu dem Thema und hoffe, dass ich euch heute wieder eine Anregung geboten habe, etwas Neues auszuprobieren.

Und wenn ihr nun schon kein schwarzes Brot backt, dann müsst ihr unbedingt das Kompott kosten. Selbst wenn ihr danach, was sehr wahrscheinlich ist, zur Kompott-Sucht-Therapie müsst. Es lohnt sich, versprochen!

Süße Grüße

von einer im Erdbeerkompott-Himmel schwebenden Sonja

Küchensoundtrack: Kings Of Convenience – I´d rather dance with you

Es warten rosige Zeiten: göttliche Erdbeer Rosentarte mit Pistazien!

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Das Leben des, in freier Wildbahn, allgemein bekannten so genannten gemeinen Foodbloggers ist echt hart. Am laufenden Band wird man mit Essen und interessanten, neuen Geschmackskombinationen konfrontiert. Überall gibt es etwas zu probieren. Ständig hat man Leckereien vor der Nase. Ständig! Bei privaten Festlichkeiten wird man immerzu dazu verdonnert etwas Süßes, Salziges, Luftiges, Schweres, Leichtes und manchmal sogar Gesundes mitzubringen. Immer dasselbe Spielchen. Andauernd fotografiert man ungemein toll aussehendes Essen, von dem man bis dahin womöglich noch nicht einmal die Gelegenheit hatte zu kosten. Vor allem bei Kuchen und Gebäck kann das superfies sein. Erst heute wieder festgestellt. Echt gemein!

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Trotz der Tatsache, dass ich diese Erdbeer Rosentarte – einvernehmlich auf meiner Facebookseite von euch gefordert – in den letzten Wochen schon mehrfach und auch für meine erste Pop Up Bakery zusammen mit den Mädels Elena, Judy und Natalie aka Kuchenquartett 0711 gebacken habe, ist es mir bei keiner der Tartes dermaßen schwer gefallen mich selbst zusammenzureißen, sie nicht sooooofort, jetzt und hier komplett aufzuessen. Ok, bei einer Pop Up Bakery kommen bereits angenagte Kuchen nicht so gut und komplett leere Tortenplatten sehen ebenfalls wenig schmuck aus.

Am Pfingstmontag steppte ich zur Verbloggung dieser Tarte-Lady also durch die Küche. Knetete den Mürbteig – dazu gibt es weiter unten noch ein paar Worte mehr – und freute mich schon auf die später folgende Fotosession, denn die Sonne schien, es war warm, ich war total entspannt und es war einfach ein schöner Tag, bis… Ja, bis plötzlich der Platzregen einsetzte und es Nacht wurde über Stuttgart. Ähm, so war das aber nicht abgemacht, ja?

Vor lauter Entsetzen und geistiger Umnachtung vergaß ich mit der Kamera ein Bild von der Tarte zu machen ehe sie ihren Schönheitsschlaf im Backofen machen konnte. Ihr werdet aber auch bei diesem Instagram Foto von mieser Qualität verstehen, wieso dann wortwörtlich doch noch die Sonne in meiner Bude aufging:

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Ein Bad im Ofen, aprikosige Bebauchpinselung (ja meine Kuchenkinder haben es gut bei mir), mehrere Fotos und einige laute Schmachtseufzer später endlich der Anschnitt. Himmel…! Ich habe gerade mal ein Foto mit einem der Kuchenstücke auf einem Teller schießen können (das mir nicht so gut gefällt als das ich es hier zeigen mag) und dann ging nichts mehr.

Ich musste diese Tarte probieren. Geht nicht anders. Wenn ich sie doch eh schon anschneide, wieso dann nicht auch einfach direkt… probieren? Muss ich ja sowieso. Nicht, dass ich nicht ohnehin schon wüsste wie sie schmeckt, aber nun ja… Jede Tarte ist anders, ihr versteht. Also stand ich da auf dem Schemel, Kamera in der einen Hand, Kuchen in der anderen Hand und Tarte auf meinem vor den Balkon geschleppten Nachttisch. Die Arbeit muss ja trotzdem weitergehen und siehe da, es wurde auch wieder Tag mitten am hellichten Tag.

Wenn ich euch nun also die Tarte beschreiben müsste, würde ich exaktamente diese drei Worte benutzen: backt. sie. nach. unbedingt und hier und jetzt und sofort! Ohne Scheiß! Die Erdbeerzeit ist endlich da und muss genutzt werden. Was läge da näher als Kuchen damit zu backen? Oder aber, wie man hier in Schwaben so schön secht: Breschtlings Gsälz. Das werde ich selbstredend auch noch tun, an einem anderen Tag.

Zutaten für eine Form á 24cm:

Für den Mürbteig:

250g Mehl

125g kalte Butter, klein gewürfelt

70g Rohrohrzucker

1 Ei

Für die Füllmasse:

50g weiche Butter

70g Rohrohrzucker

1 Ei

1 1/2 TL Backpulver

90g Mehl

1-2 TL Rosenwasser

1-2 Handvoll Erdbeeren, geputzt und halbiert

gehackte Pistazien

2EL Aprikosenkonfitüre

1-2 TL getrocknete Rosenblütenblätter, wer mag

Funktioniert so:

1. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen und eine Tarteforn gut buttern.

2. Für den Boden gebt ihr Mehl, Zucker und die klein gewürfelte Butter in eine Schüssel und verarbeitet es zu einer krümeligen Masse. Wenn ihr ebenfalls per Hand knetet, ist es wichtig, dass die Würfel sehr klein sind, das klappt wunderbar. Anschließend das Ei zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und die Tarteform damit auslegen.

Hier gilt: was nicht passt, wird passend gemacht. Falls also der Teig doch mal nicht so will wie ihr, drückt ihr ihn eben in die Form. Alles kein Problem.

3. Für die Fülle weiche Butter und Zucker mit dem Handmixer verrühren, anschließend das Ei unterarbeiten. Mehl und Backpulver mischen und zusammen unter den Teig geben, 1-2 TL Rosenwasser ebenfalls hinzugeben und nochmals kurz durchmixen.

4. Die Füllmasse mithilfe eines Teigschabers auf dem Boden verteilen. Die Fülle wird euch zu wenig und zu dünn für die Tarte erscheinen, aber don´t worry, sie geht im Ofen noch sehr gut auf. Die Erdbeeren darauf verteilen, je mehr desto saftiger wird euer Kuchen hinterher. Die gehackten Pistazien auf der Tarte verteilen.

5. Auf der mittleren Schiene des Ofens ca. 35 Minuten, eventuell etwas länger, backen. Nach gelungener Stäbchenprobe den Ofen ausschalten und den Kuchen noch einige Minuten im Ofen lassen.

6. Die Tarte aus dem Ofen holen und einige Minuten abkühlen lassen. Währenddessen 2 EL Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf erhitzen und mithilfe eines Backpinsels die noch warme Tarte damit glasieren. Die Tarte vor dem Servieren mit getrockneten Rosenblüten (gibt es z.B. bei Madavanilla) bestreuen, fertig!

Das Originalrezept, welches ich etwas abgewandelt habe, ist heute aus einem anfangs für sehr unscheinbar gehaltenen Backbuch, dass ich vor etwa zwei Jahren von einer guten Freundin zum Geburtstag bekommen habe: Backen mit Leidenschaft von Isidora Popovic, die in London 1999 auch eine kleine Backwarenmanufaktur, Popina, eröffnet hat. Beim nächsten London-Trip steht der Laden ganz oben auf meiner Liste.

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Unscheinbar ist das Buch aber nur auf den ersten Blick, gebacken habe ich vor allem die letzten Wochen mehrfach daraus. Ganz besonders die Tartes haben es mir angetan und der Mürbteig aus Popina´s Buch ist bislang mein ungeschlagener Allzeit-Favorit, weil er einfach und in Nullkommanix fabriziert ist und ich kein einziges weiteres Krümelchen Mehl beifügen muss. Ich muss überhaupt gar nichts an dem Teig verändern.

Wer da tatsächlich noch fertigen Mürbteig kauft, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. *hust* Schneller, einfacher, günstiger und zugleich besser geht nun wirklich nicht. Ich knete noch immer per Hand und dieser Teig wird einfach toll geschmeidig und lässt sich prima verarbeiten. Lediglich den Zucker habe ich sowohl beim Teig als auch bei der Fülle etwas reduziert und möchte hier kurz anmerken, dass diese Tarte nicht fructosearm ist.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Backen und lasst mich doch an den Ergebnissen unbedingt teilhaben.

Bis bald

Eure Sonja

Küchensoundtrack: New Found Land – The Hunter

(Reklame + Rezept) Voll auf die Nuss: gNuss mit fructosearmer Macadamia-Vanillebutter!

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Nun, ich wollte diesen Beitrag schon munter mit dem Satz: “Jetzt gibt´s so richtig was auf die Nüsse!” beginnen, aber nun ja…. es wird niemand verkloppt und das Ganze hier soll sich irgendwie auch noch im jugendfreien und ästhetisch ansprechenden Bereich abspielen. Es gibt dementsprechend nur im positiven Sinne heute etwas auf die Nuss. Es gibt: Brot! Von Dankebitte. Natürlich.

Dieser adrette nussige Genosse hat es nämlich in und auf sich und vereint so gleich drei Sorten direkt in seiner  Krume und eine obendrauf: Paranüsse, Cashewkerne, Walnüsse sowie eine Handvoll Macadamias schließen sich zu einem genüsslichen Pakt zusammen. Mit einer leckeren selbstgemachten Macadamia-Vanillebutter obendrauf kommen wir dem Nuss-Olymp dann doch schon sehr nahe, oder? Wo bitte gibt´s denn sonst so viele knackige hübsche Nüsschen in einem Brot?

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Hinter diesem wohl deutschesten aller Lebensmittel steht jemand, der das Brotbusiness weitab von Zusatzstoffen, Geschmacksverstärkern, Konservierungsmittelchen, Enzymen und Konsorten, die ehrlich kein Mensch in seinem Brot haben und anschließend auch noch konsumieren mag, aufmischt.

Es sind Brotbackmischungen, ja. Sie bestehen davon abgesehen aus 100% natürlichen Zutaten, die nicht unnachvollziehbar vorab monatelang durch die Lande gekarrt wurden. Die Mehle sind allesamt aus Demeter-Qualität, im Idealfall stammen die Zutaten direkt aus der Umgebung. Für alle, die es (noch) nicht wissen, Demeter hat die strengsten Qualitätskriterien unter allen biologisch-dynamisch wirtschaftenden Verbänden. Somit kommt hier absolut kein Schmu hinein.

Auch wenn euer Körper nichts mit Gluten anfangen kann, müsst ihr euch nicht groß Gedanken machen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es oft nicht einfach ist bei einer Unverträglichkeit geeignete Lebensmittel zu finden, die einen ohnehin geplagten Magen nicht zusätzlich überfordern. Hier sind sechs von 14 unterschiedlichen Mehlsorten glutenfrei, einige Brote kommen ganz ohne Hefe aus und wenn euch, so wie mir, nach einer ganz ganz eigenen Mischung ist, falls ihr eine ganz ganz andere Unverträglichkeit habt, oder aber unbedingt mal mit Sepia-Tinte, Chia- und Hanfsamen auf einmal backen mögt, dann könnt ihr euch aus 100 Zutaten auch eine ganz eigene Mischung zusammenstellen, eurem Brot-Baby einen Namen geben und die Zutaten dafür werden direkt nach Eingang der Bestellung frisch zusammengemischt und noch am selben Tag auf den Weg zu euch gebracht.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, wieso ich das hier eigentlich mache? Euch eine Brotbackmischung und das Lädchen dahinter vorzustellen? Ihr wisst, ich bin nicht faul, wenn es um ausgefallene Kombinationen und ungewöhnliche Zutaten geht. Ich probiere gerne Neues aus, bin ein neugieriger Mensch und bin vor allem dann neugierig, wenn es um schöne, natürliche, gute, hochwertige Alternativen zum Handwerksbäcker um die Ecke geht. Wenn diese Alternativen dann noch so schöne Brotkombinationen hervorbringt, modern, kreativ und einfach machbar ist, DANN opfere ich mich liebend gerne zu diesem Zweck und probiere aus, ob all das, was da so schön klingt und aussieht auch mit einer Fructoseintoleranz vereinbar ist. Das ist mein Beispiel.

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Da gibt es wohlklingende Brotnamen wie Rogg die Beere, Tumaliba die Möhrchen (würde Helge sicher auch gefallen), Peter Parsley, Feige Nuss oder auch das kleine Schwarze. Mein Daumen geht dafür schonmal hoch, denn allein sich durch die Galerie zu klicken und die Beschreibungen zu lesen macht hier einfach Spaß.

Insbesondere im Bezug auf die Intoleranz finde ich das Ganze spannend. Geht das, ist das damit gut machbar? Ich habe anfangs gezögert, ob ich mich zu erkennen geben soll oder das nicht doch lieber für mich behalte… andererseits, wieso sollte ich diesen Teil von mir verheimlichen? Es ist zwar immer wieder ein bisschen so, wie sich vor Fremden halbnackig auszuziehen, aber hey, das ist halt einfach die letzen Jahre ein Teil meines Lebens geworden (also nicht das nackig ausziehen sondern die Intoleranz, gell). Außerdem gibt es doch noch ganz viele andere Menschen da draußen, die sich entweder nicht trauen selbst Brot zu backen, keine Zeit haben oder die so gar keinen echten Handwerksbäcker mehr in ihrer Nähe haben.

Lasst euch Letzteres bitte einmal auf der Zunge zergehen. Das allein ist schon eine traurige Entwicklung im Land des Brotes, nicht wahr? Aber auch eine Aussage, die mir mittlerweile schon öfter begegnet ist und bei der wir auch mal das eigene Konsumverhalten reflektieren und uns überlegen sollten, wo wir eigentlich unsere Brötchen genau herbekommen und vor allem, wen wir damit unterstützen. Was kann man da also tun? Mit diesen Broten werden beispielsweise auch regionale Projekte der Heidelberger Tafeln unterstützt. Vielleicht kommt ihr ja aus der Gegend?

Man muss Discountbäckern und ihren aufgepumpten brotähnlichen Gebilden nicht auch noch unter die Arme greifen, ob man nun die Wahl hat oder nicht, und man muss auch nicht immer selbst den Sauerteig ansetzen (darin bin ich zum Beispiel kläglich gescheitert), wenn es noch andere Möglichkeiten gibt. Dankebitte. Natürlich. ist solch eine Möglichkeit und ich probiere sie gerne aus, weil ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann und Lust darauf habe.

Jetzt gibt´s aber endlich die viel gepriesenen Inhaltsstoffe sowie ein feines kleines Rezept von mir, was ihr als Aufstrich auf dieses und viele andere Brote, ob selbstgebacken oder nicht, geben könnt. Das Rezept für die Nussbutter ist so einfach, dass ich mich schon fast im Schrank verstecken möchte!

In einem Laib gNuss stecken:

Dinkelmehl, Typ 630

Cashewnüsse

Paranüsse

Walnüsse

Brotgewürz, gemahlen

Meersalz

Funktioniert so:

Die Backmischung wird mit 400ml lauwarmem Wasser und einem Würfel frischer Hefe verrührt und kommt anschließend bei 180 Grad im nicht vorgeheizten Backofen in eine gefettete Form.

Ja, das war´s. Einfacher geht kaum.

Für ein kleines Glas Macadamia-Vanillebutter braucht ihr:

125g Macadamia Nüsse

2 Msp. gemahlene Vanille

1-2 EL Getreidezucker, z.B. von Frusano

Funktioniert so:

1. Vielleicht habt ihr Glück und findet ungesalzene Macadamia Nüsse, falls nicht braust ihr sie lediglich kurz mit kaltem Wasser ab und rubbelt sie trocken, dann sind sie nicht mehr ganz so salzig.

2. Die Nüsse werden nun in einen Blender gegeben und je nachdem wie fein ihr eure Nussbutter haben möchtet 3-5 Minuten bearbeitet. Bei 3 Minuten ist die Macadamia Butter noch crunchy, je länger sie ihre Runden dreht desto feiner und cremiger wird sie und das ganz ohne Zugabe von Ölen.

3. Wenn ihr mögt, gebt jetzt noch 1-2 Esslöffel Getreidezucker oder ein Süßungsmittel eurer Wahl sowie die gemahlene Vanille hinzu.

Fertig ist eine geschmeidige und bei Fructoseintoleranz optimal verträgliche Nussbutter. Erwähnte ich bereits, dass das Ganze dermaßen einfach zu bewerkstelligen ist, dass ich mich schon fast schäme und verstecken gehen mag?

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Tatsächlich habe ich bis auf Erdnussbutter noch keine einzige Nussbutter selbstgemacht. Schande! Dabei geht es gar nicht einfacher als mit Macadamia Nüssen, die von sich aus schon gut ölhaltig sind. Rein theoretisch braucht ihr nicht einmal Zucker oder andere Gewürze hinzugeben. Rein untheoretisch, könnt ihr sie mit weiteren Aromen oder etwas Kakao gerne noch verfeinern. Sie hält sich im Kühlschrank bei mir schon gute zwei Wochen.

Das war es erst einmal für heute. Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Brot von Dankebitte. Natürlich. eine kleine Anregung geben und etwas inspirieren. Es gibt immer (!) eine Möglichkeit an tolle Brote zu kommen und die finden wir garantiert nicht in den Regalen anonymer Aufbackshops. Wenn ihr also aus welchem Grund auch immer nicht selbst backen könnt, schaut mal dort vorbei und tobt euch aus.

Hier wird auch bald wieder getobt, denn bei mir Zuhause steht u.a. noch das besagte kleine Schwarze herum, dass ich demnächst zücken und euch wieder zum Duell auffordern werde. Dann auch wieder ohne ellenlange Geschichte vorab. *hust*

Bis denn, habt es fein und vergesst nicht, diesen Samstag findet in Stuttgart-West von 14-17 Uhr die supertolle Pop Up Bakery des Kuchenquartett 0711 statt! Mehr Infos dazu hier.

Viele Grüße

Eure Sonja

P.S. Danke vorallem an Andrea von Dankebitte. für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit! Meine Meinung bleibt heute so wie auch die nächsten Male, wie gewohnt, unabhängig.