Stuttgart Vier mal 3 – Winteredition: Bananenbrot-Donuts mit Grünkohl!

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Ja. Nein. Jein? Ich bin jetzt nicht vollkommen durchgedreht oder so! Ich bekenne mich große und immer größere Liebhaberin von dezent durchgeknallten Geschmackskombinationen mit Gemüse, aber das wisst ihr schließlich nicht erst seit gestern, wenn ihr nicht erst seit gestern hier mitlest. Ich weiß allerdings, dass durch den Artikel bei der Zeit vergangenen Sonntag ein paar neue Gesichter hier dazu gekommen sind und möchte euch alle direkt an meine Kuchentafel einladen! Grünkohl nehme ich nämlich nicht in grünen Smoothies zu mir. Um genau zu sein trinke ich gar keine Smoothies, weder grün noch blau noch rosa. Auch keine Einhorn-Milchshakes.

Ihr würdet die oben genannte Thematik noch ein bisschen besser verstehen, wenn ihr wüsstet, auf was ich erst vorgestern gestoßen bin. Okay. Ich kann nicht anders… Ich habe ein Kuchenrezept mit Blumenkohl im Teig entdeckt! Oh. Mein. Gottle. Habt ihr das schonmal irgendwo gesehen? Gekostet? Gebacken? Oder ist das jetzt wirklich zu irre?

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Bananenbrot-Donuts mit Geheimzutat

 

Wenn es nach mir geht, kann es gar nicht irre genug sein! Aber schmecken muss es natürlich. Das ist das A und O ohne das es hier nicht geht. Blumenkohl kann ich wegen der Intoleranz nicht essen ohne Stunden später das Gefühl zu haben an die Decke zu gehen. Also, so als neuer Stern am Zeppelinhimmel aufzusteigen. Und es nicht noch nicht einmal Wasenzeit. Wohlgemerkt ist das hier in Stuttgarter ja die einzige Saison, in der man dieses Luftschiff am Himmel kreisen sehen kann.

Wegen Blumenkohl an die Decke zu gehen ist kein schönes Gefühl, andererseits vermisse ich ihn aber auch nicht ganz so sehr wie Baklava. Oder mal ein Stückchen Apfelkuchen drüben aus dem Markt am Vogelsang. Trotzdem juckt es mich wirklich extrem in den Fingern und ich werde dieses Rezept ausprobieren sobald mir der kleinste Blumenkohl alive auf dem Markt über den Weg läuft und freundlich beschwingt „grüß Gott!“ sagt. Denn so macht man das ja hier.

Kuchen backen mit Blumenkohl. Ist das zu verrückt? Würdet ihr das essen? Ich würde ja allemal ein Stückchen probieren. Schon allein um zu wissen, wie es so ist. Der Neugierde wegen und um zu sehen ob er wirklich kuchenkompatibel ist, der gutste Blumenkohl.

Und vom einen Kohl komme ich nun zum anderen Kohl, der, wenn man ein besonders schönes Exemplar erwischt auch einfach jedem Blumenstrauß die Show stehlen könnte. An Valentinstag würde er mir glatt noch sehr viel besser gefallen als ein Strauß roter Rosen! Ja, meine Herren, das gibt es. Die sind nämlich gar nicht mein Fall, weil viel zu kitschig und klischeebehaftet. Gelbe dagegen sind schon sehr viel hübscher.

Zurück zum Thema. Wieso ist denn jetzt Grünkohl in diesen Donuts und was hat es damit auf sich? Zum Einen hat mich der Veggie & frei von-Blog schon im letzten Jahr bereits auf die Grünkohl-Brownies angefixt. Zum Anderen ist Grünkohl eine Zutat der saisonalen Liste von Anja, Judy und mir für diese Edition von Stuttgart Vier mal 3 und es ist ein ganz davon abgesehen einfach ein tolles Gemüse! Klarer Fall, dass ich das aufgreife und nach so langer Zeit endlich ausprobieren wollte.

Für die diesjährige Winterausgabe haben wir gemeinsam die folgenden sechs Zutaten festgelegt von denen drei im jeweiligen Rezept verarbeitet werden mussten:

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Stuttgart Vier mal 3 – die Zutaten

 

Manchmal ist es nicht leicht sich zu entscheiden, aber diesmal stand meine Entscheidung sofort fest. Meine Wahl fiel auf Datteln, Bananen und Grünkohl, weil sie am besten miteinander harmonieren und man daraus einfach gut Kuchen machen kann.

Um jedoch noch die Option einer fructoseärmeren Variante hindeichseln zu können, durfte ich dabei die Datteln nicht im Teig selbst verarbeiten sondern das meinen Lesern mit Fructose Intoleranz freilassen können. Natürlich weiß ich, dass man Datteln im Teig ganz einfach weglassen kann, aber ich möchte meine Donuts ja schließlich auch selbst gut essen können ohne hinterher Probleme zu bekommen.

Und wie sich das so eingebürgert hat bei Stuttgart Vier mal 3, war ich mit backen nicht etwa einen Monat vor Beitragsveröffentlichung dran sondern… ähm ja, vorvorgestern. Ich glaube daran sollte ich nochmal feilen… Und ich glaube meine Bloggerkolleg/Innen schlagen gerade die Hände über dem Kopf zusammen. Auch diesmal galt mein alt bewährtes Motto: Es durfte mal wieder nichts schief gehen!

Doch seht selbst:

„Herzinfarkt-Moment: in zwei Biomärkten keinen frischen Grünkohl gefunden! Aber immerhin TK. Steckrübe ist sicherheitshalber noch mit gewandert.“

„Ich war dieses Mal in der Markthalle dafür einkaufen.“

„Hab Samstag alles auf dem Markt bekommen. Sogar regional bis auf eins!“

Verfluchte Axt, keinen frischen Grünkohl in der Grünkohlsaison zu bekommen nenn ich mal richtiges Pech! Und die Steckrübe liegt noch immer an ihrem Platz, mal sehen was ich aus ihr zaubere. Vermutlich Suppe.

„Vielleicht schaff ich´s ja irgendwann mal früher dran zu sein, dann krieg ich das auch hin!“

„Das wird!“

Auch nett, Judy hat vergangenes Wochenende während der Küchenaction versehentlich den Rauchmelder ausgelöst. Anja und ich haben bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags nicht die reinste Ahnung, was genau sie da gemacht hat. Also welches Gericht, was sie sonst dort gemacht hat ist natürlich ganz offensichtlich.

„Judy, deine Küche ist hoffentlich nicht abgebrannt?“

„Alles gut. Ein paar Minuten später ist die Feuerwehr vorbeigefahren, da wurde mir dann kurz heiß! Dachte schon der Feuermelder ist mit der Feuerwehr verbunden.“

„Oh Gott!“

„Ich lach mich schlapp, da wäre mir auch anders geworden!!“

Ganz normale Auszüge unserer Gespräche über Whats App in unserer dazugehörigen Gruppe. Und ich musste nun doch tatsächlich zu Tiefkühl-Grünkohl greifen, denn eine Änderung auf Steckrübe als Zutat war mir dann doch zu heikel und ich wollte auf den letzten Drücker nichts riskieren. Vielleicht verarbeite ich sie ja doch noch zu Kuchen, aber da warten auch noch ein paar Möhren und… ach, alles mögliche andere!

Auf den letzten Drücker sind es dann aber auch doch keine BroNuts geworden. BroNuts ist mein adäquater Kreuzungsname für Brownies und Donuts geworden. Kann man doch so sagen, oder? Klingt zwar spontan eher nach etwas gänzlich anderem, aber mir gefällt´s eben drum ganz gut. Also keine BroNuts heute für euch, sorry! Vielleicht beim nächsten Mal!

Ich versichere euch hiermit aber hoch und heilig, dass diese veganen und ohne Datteln und Bananenchips obendrauf auch fructosearmen Bananenbrot-Donuts es absolut mit ihnen aufnehmen können. Nein, viel mehr noch! Denn alles was in Donut-Form daherkommt, ist ganz grundsätzlich schon absolut anbetungswürdig!

Zutaten für 10 Donuts:

200g Dinkelmehl

2 TL Backpulver

50g gemahlene Mandeln

5 EL ungesüßtes Kakaopulver

80g Getreidezucker

Msp. gemahlene Vanille

Prise Salz

2 EL Sonnenblumenöl

80ml pflanzliche Milch nach Geschmack

125g Grünkohl

1 Banane

1 Tafel Frusano Zartbitter Schokolade

optional:

8 Datteln

ein paar mit dem Nudelholz verkloppte Bananenchips

Funktioniert so:

  1. Ein Donutblech fetten und mit etwas Kakao ausstreuen und den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Frischen Grünkohl oder TK-Grünkohl zusammen mit der Pflanzenmilch pürieren. Ich hatte Kokos-Schoko-Reismilch von Provamel, weil die gerade schon offen im Kühlschrank war, sonst verwende ich für meine Bananenbrote aber auch gerne selbstgemachte Kokosmilch oder Reismilch. Nehmt das, was ihr am liebsten mögt.
  2. Die Banane zerdrücken und mit Zucker, Salz, Vanille und Öl in einer Schüssel mixen. Mehl, Backpulver und Kakao vermischen und in zwei Teilen unter die Zuckermasse rühren. Dabei den Grünkohl mit so viel pflanzlicher Milch zugeben bis der Teig schwer vom Löffel fällt, eventuell braucht ihr hier auch etwas mehr als die angegebene Milchmenge.
  3. Den Teig mithilfe eines Spritzbeutels in die Formen spritzen und die Donuts für 10-15 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Ich empfehle euch nach 10 Minuten anhand der Stäbchenprobe zu prüfen, ob die Donuts schon fertig sind. Falls nicht, weitere 5 Minuten backen. Den Ofen ausschalten und die Donuts draußen abkühlen lassen.
  4. Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und währenddessen die Datteln hacken.
  5. Die Donuts kopfüber in die geschmolzene Schokolade tunken. Gehackte Datteln und Bananenchips darüber streuen und fertig!

Das war´s auch schon! Ich empfehle euch wirklich Grünkohl in Gebäck mal eine Chance zu geben. Das Ganze schmeckt auch nach Kohl oder irgendwie komisch. Gestern habe ich meinen Kollegen zwei Donuts mitgegeben und ich durfte nicht verraten, welche geheime Zutat sich darin verbirgt. Während ihr diesen Beitrag lest, werde ich schon erfahren haben, ob sie es erraten haben oder nicht. Ich tippe jedenfalls eher auf „nein“.

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Bananenbrot-Donuts mit Grünkohl

Und wie das nun so ist am Ende aller bisherigen Stuttgart Vier mal 3 Beiträge, seht ihr ab jetzt und auf alle Zeiten bei Anja und Judy was die beiden mit welchen Zutaten aus der obigen Liste gezaubert haben, denn das erfahren ich auch selbst erst nach Veröffentlichung dieses Beitrags. Also genau genommen exakt jetzt. Am 17. Februar um 17 Uhr. Nicht früher. Nicht später.

Im Übrigen finden wir es ganz roßartig, wie viele von euch so positiv auf unsere Neuerung reagiert haben, denn in diesem Jahr könnt auch ihr da draußen bei unserer gemeinsamen Aktion mitmachen!

Ob aus Stuttgart oder Buxtehude und mit Blog oder ohne ist dabei völlig schnurz! Wenn ihr euch voller Tatendrang in die Küche geworfen und mitgekocht, gebacken, gemixt, gerührt und geturnt habt, dann setzt euren Link hier in die Kommentare oder markiert und auf Instagram mit dem Hashtag #stuttgartviermal3 und wir schustern ein gemeinsames Pinterest-Board mit allen Bildern daraus, damit jeder die Rezepte bestaunen kann.

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In diesem Beitrag könnt ihr euch alles nochmals ganz in Ruhe durchlesen, wenn ihr mögt.

Und wie ich diesen Beitrag tippe ist es gerade Donnerstag um 23:40 Uhr, nein mittlerweile sogar Freitag um 0:12 Uhr. Es wird Zeit für mich.

Habt es fein!

Eure Sonja

Küchensoundtrack: Maroon 5 – Sugar

Stuttgart Vier mal 3 – Alles so schön neu hier!

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Neues Jahr, neue Rezepte, neue Runde Stuttgart Vier mal 3! Hallo! Ich werde heute nicht lange um den heißen Brei schreiben – sprach sie und schrieb und schrieb und schrieb… In den Zeiten des nicht viel Schreibens, zumindest hier, wo ihr es unmittelbar sehen könnt, staut sich eben vieles an. Mein Kopf ist voller Gedanken. Und wenn die Finger einmal anfangen im Rhythmus zu tippen, dann tippen und tippen und tippen sie. Das ist halt so, ich kann es nicht ändern. Und ich will es auch gar nicht.

Schon ein angenehmes Geräusch, dieses Getippe. Jedenfalls jetzt, wo mein Job nicht mehr darin besteht hauptsächlich in einem schnöden Büro vor dem Computer zu sitzen und acht Stunden lang Dinge zu tun, an denen ich vierzig Stunden die Woche wenig Freude habe. Ich sitze Zuhause, an meinem nicht vorhandenen Schreibtisch (zumindest jetzt gerade; wenn der Beitrag online geht, dann sitze ich gerade seit einer Stunde im Spanisch Unterricht während vermutlich Rauchschwaden über meinem Kopf empor steigen). Die Heizung heizt während Dave Gahan zu „Heaven“ singt. Es ist wohlig und heimelig. Die Tipperei fehlt mir.

Zur Abwechslung ist es mal wieder ein Text, der nicht für die Arbeit bestimmt ist und Zeilen, die ich nicht in andere Sprachen übersetze und/oder dafür benotet werde. Das könnte ich wieder öfter haben. Vielleicht werde ich das auch tun, aber Versprechen dazu gebe ich vorerst nicht ab. Ich kenne mich. Und ich freue mich, wenn ich dann ganz unverhofft diese Tage erwische, die ich frei bestimmen kann und die nicht an Fristen gebunden sind, die mich oftmals mehr einengen als mir lieb ist.  Andererseits aber irgendwie auch nicht. Ach, es ist schwer zu erklären!

Stuttgart-Vier-Mal-Drei-LogoJedenfalls werdet ihr in diesem Jahr erneut konstant von uns dreien hören. Von Anja, Judy und mir mit unserem gemeinsamen Projekt, das sich da wie ihr folglich schon wisst, Stuttgart Vier mal 3 nennt. Und über den Kesselrand hinauswachsen wird, wenn ihr mögt! Müsste ich diese mir schon sehr ans Herz gewachsene Serie in wenigen Worten beschreiben, dann wären es: schweißtreibend, verrückt, neugierig, lohnenswert, überraschend, über den Tellerrand hinaus, schräg, lehrreich, lachen, Spaß bis zum Abwinken. Also doch wieder ein paar mehr wie zu erwarten war.

Die Rezepte, die dabei heraus kamen, kosteten uns mal mehr und mal weniger (Angst)Schweiß. Immer jedoch habe ich dabei etwas ausprobiert, was ich in dieser Form zuvor noch nicht auf dem Teller hatte und jede dieser Kuchenkreationen war ausnahmslos grandios und lecker! So lecker, dass ich manche davon schon öfter nachgebacken habe. Wie zum Beispiel den SüßKartoffelkuchen, aber auch der Auberginenkuchen kommt dieses Jahr wieder auf die Kaffeetafel. Von Buchteln und Tartelettes mal ganz zu schweigen.

Hier für euch nochmal das vergangene Jahr in vier, auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich klingenden, Kuchen, die aber mehrere weitere Blicke lohnen:

SüßKartoffelkuchen mit Blutorangen und Rote Bete Guss

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Rhabarber Tartelettes mit Spinat, Zucchini-Knusper und Erdbeerkompott

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Fructosearmer Auberginen-Schokoladenkuchen mit Beeren

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Kürbis-Buchteln mit Quitten-Birnen Füllung und Vanillesoße

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Stuttgart Vier mal 3 ist keine dieser Aktionen, bei denen man irgendwann die Nase gestrichen voll hat oder total angeödet ist oder beides zur selben Zeit, weil es durch die sich immer unterscheidenden Zutaten, die zum Teil auf den ersten Blick wirr, unharmonisch bis hin zu auf gar keinen Fall miteinander kompatibel (!) wirken, einfach viel zu spannend und herausfordernd ist.

Ihr wollt eine Kostprobe? Dann werft bitte einen Blick auf die Zutaten für unsere diesjährige Winteredition (pssst,bei der ihr mitmachen könnt!):

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Steckrüben mit Datteln und Bananen? Knaller, gibt´s dieses Gericht schon?! Anja hat sich diesmal die Mühe gemacht und  das Ganze von Hand gestaltet (neumodisch auch Handlettering genannt), sieht die Zutatenliste nicht schön aus? Sieht die Zutatenliste nicht so aus, als könne man nicht umgehend etwas unvergleichlich Gutes daraus erschaffen? Meine Version wollen wir uns an dieser Stelle lieber mal nicht vorstellen, die könnte nämlich eh keiner lesen. Danke Anja!

Zu unserem lieb gewonnenen und auch ein bisschen schrägen Zutatendurcheinander (ihr wisst: Stuttgart Vier mal 3) haben wir ein paar Änderungen mitgebracht, bei denen diesmal auch ihr da draußen mit ins Spiel kommt. Also wenn ihr mögt. Ihr könnt hier nämlich nicht mehr nur mitlesen sondern auch selbst mitmachen, mitbacken, mitkochen!

Wir hatten im letzten Jahr so viel Spaß beim Auswählen der Zutaten, beim Recherchieren, tüfteln, ausprobieren und kreieren der Gerichte. Bis zur letzten Minute blieb jedes Mal erneut wieder die Spannung, was die jeweils anderen beiden aus den Zutaten gezaubert haben. Dieses Mal möchten wir all das mit euch teilen! Ihr seid herzlich dazu aufgerufen, bei Stuttgart Vier mal 3 mitzumachen! Selbstverständlich müsst ihr dazu nicht aus Stuttgart kommen!

Das war:

Vergangenes Jahr haben wir die saisonalen und möglichst regionalen Zutaten zum Jahresbeginn gemeinsam für das gesamte Jahr vorab festgelegt. Es waren sechs Zutaten für jede unserer Editionen: Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Vier davon mussten jeweils im finalen Rezept verarbeitet sein.

Wir arbeiteten alle drei für uns in unseren Küchen vor uns hin und ohne, dass die jeweils anderen beiden wussten, woran wir mit Angstschweiß im Nacken und Schweißperlen auf der Stirn bis tief in die Nacht arbeiteten. Bis zur Veröffentlichung unserer Beitragsrezepte.

Das kommt:

Dieses Jahr darf jede von uns je eine Obst- und Gemüsesorte für den Ankündigungsbeitrag (also diesen hier!) in die Runde werfen. Zusammengerechnet macht das dann wieder sechs obligatorische Zutaten, von denen jedoch nur drei im Rezept verarbeitet werden müssen. Wer verrückt genug ist, kann sich natürlich auch an weiteren Zutaten der Liste versuchen.

Regionalität ist nach wie vor ein Augenmerk, es dürfen jedoch auch mal Bananen (so wie heute) mit ins Rezept, wenn diese von anderswo gerade saisonal bei uns angeboten werden. Machen wir uns nichts vor, Bananen, Ananas oder Datteln werden aus gutem Grund niemals in unseren Breitengraden wachsen. Genauso wie Erdbeeren im Dezember. Oder Kürbisse im Frühling. Oder…

Einen Monat vor Enthüllung der bis dato noch geheimen, ausgetüftelten Rezepte, veröffentlichen wir in einem Ankündigungspost (wie diesem) die Zutaten. Und jetzt kommt ihr ins Spiel! Macht mit uns diesen Spaß mit, seid verrückt und kreativ! Lasst die Herdplatten oder den Ofen glühen!

Die gesammelten Gerichte wollen wir anschließend in einem gemeinsamen Pinterest Board veröffentlichen. Habt ihr Lust mit uns über den Tellerrand hinauszusehen?!

2017_stuttgartviermal3_ubersichtDies ist die erste Ankündigung zu den Zutaten für das Winterrezept. Es ist heute, am 17. Januar 2017 um 17 Uhr, online gegangen. Die ausgetüftelten Rezepte werden einen Monat später, also am 17. Februar 2017 um 17 Uhr, online gehen.

Wenn ihr dieses Datum verpasst, weil Oma euch zum Kaffeeklatsch eingeladen hat, dann reicht ihn uns gerne nach. Am besten kommentiert ihr unter einem der Rezeptbeiträge vom 17. Februar von Anja, Judy oder mir und wir fügen euer Rezept auf dem gemeinsamen Pinterest Board „Stuttgart Vier mal 3“ hinzu.

Damit ihr die Daten nicht verpasst und/oder sie euch schon einmal in den Kalender tragen könnt, hier eine kurze Übersicht:

Ankündigung Zutaten – Winter:                abgehakt

Rezeptpost Winter:                                      17. Februar 2017

Ankündigung Zutaten – Frühling:              17. April 2017

Rezeptpost Frühling:                                   17. Mai 2017

Ankündigung Zutaten – Sommer:             17. Juli 2017

Rezeptpost Sommer:                                   17. August 2017

Ankündigung Zutaten – Herbst:                17. Oktober 2017

Rezeptpost Herbst:                                      17. November 2017

Ganz wichtig, die Zutaten für das Rezept am 17. Februar sind wie oben abgebildet: Bananen aller Art, Datteln, Feldsalat, (Pink) Grapefruit, Grünkohl und Steckrübe.

Die Spielregeln nochmals in Kürze:

Aus den sechs oben vorgegebenen Zutaten, müssen drei ausgewählt und verarbeitet werden. Mehr Zutaten sind möglich, weniger nicht. Bitte teilt uns am 17. Februar mit einem Link auf Anjas, Judys oder meinem Blogpost euren Link zum Rezept mit.

Wichtig: ihr müsst nicht zwingend einen Blog haben, jeder darf mitmachen! Aus den vorgegebenen Zutaten solltet ihr einen Gang eurer Wahl kreieren. Ob Vorspeise, Hauptgang, Dessert oder Zwischengänge, ist dabei ganz euch überlassen.

So und jetzt entlasse ich euch für heute (und bei der Fülle an Worten hier wahrscheinlich auch für den Rest des Monats) mit diesem Buchstaben- und Kopfsalat. Das waren dann irgendwie doch wieder mehr Informationen als gedacht.

Ich freue mich auf eure Beiträge,

Sonja and the Gang

Soundtrack: Beyonce – Formation

Stuttgart Vier mal 3 – Herbstedition: Kürbis-Buchteln mit Quitten-Birnen Füllung und Vanillesoße!

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Meine Wochen vergehen im Klausuren- und Arbeits-Rhythmus. Es gibt immer etwas vorzubereiten, immer etwas zu tun, immer etwas, auf das ich hinarbeite. Immer etwas, auf das ich mich hinbewege. Ob ich einen Text für die Arbeit schreibe oder einen Text für die Schule beziehungsweise für meine Zukunft übersetze, immer ist da Buchstabensalat. Gedankensalat. Kopfsalat. Es gibt nur ganz ganz selten Leerlauf.

Und so überschlagen sich die Tage. Manchmal ohne, dass ich weiß wo sie überhaupt bleiben. Manchmal hinke ich sogar mit den Daten hinterher. Welches Datum haben wir heute doch gleich? Eine Woche Hebstferien vergehen wie im Nichts und da sind Tage und Daten dann sowieso zweitrangig. Und dann sind sie auch schon wieder rum. Mit einem Fingerschnipp. Huch? Was, wir haben schon wieder Mitte November? Und wo ist eigentlich der Oktober so schnell hin?

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Die Tage sind so voll aller möglicher Informationen und ich immer konzentriert bei dem, wem oder was ich mich gerade widme, dass ich manchmal denke mein Kopf würde demnächst platzen. Infos hin, Infos her. Wörter hin, Wörter her. Und dann war da vor einer knappen Woche erst die 3. Pop Up Bakery. Nein, schon die dritte Pop Up Bakery! Puh, die Zeit rennt.

Die ersten Vorbereitungen liefen schon knapp zwei Monate vorher. Das ist viel Zeit. Doch wo ist sie hin? Die Testbackerei weit im Voraus, die letzten Besorgungen, der letzte Schliff, die letzten Details. Alles läuft auf einen einzigen Tag hin und wird dann gefühlt ganz urplötzlich konkret, macht einmal ganz laut PENG und ist dann genauso urplötzlich wieder vorbei. Als wäre vorher gar nicht so viel los gewesen. Als wäre vorher gar nicht so viel geschehen.

Nicht groß nachgedacht, da linst auch schon das nächste To-Do um die Ecke. Eine Klausur. Ein Vokabeltest. Eine Präsentation. 8573392ß2932147 Wörter, die auch noch in den Kopf müssen. Und dann ist da ja noch Stuttgart Vier mal 3, das immer näher rückt. Diese schöne Blogaktion mit Alltagssterne und Judysdelight, die sich als einzig wirkliche Konstante durch dieses Blogjahr zieht. Drei Monate für drei Monate. Immer am 16. eines Monats um 18 Uhr. Egal was kommt. Egal was geht. Immer vier Zutaten und immer drei kreative Köpfe.

Und plötzlich ist da auch gar nicht mehr so viel Zeit, aber doch sind ganze drei eigentlich lange Monate seit dem letzten Beitrag vergangen. Also eben doch ziemlich viel Zeit. Nur fühlt es sich für mich eben irgendwie gar nicht so lang an. „Sonja, dein letzter Beitrag ist ja schon drei Monate her?!“

Stuttgart-Vier-Mal-Drei-LogoUnd jetzt ist er doch schon da oder erst, je nachdem wie man´s nimmt, der nächste Beitrag! Und ich sitze hier und lasse mir die jetzt wieder erwärmten Buchteln schmecken, von denen ich vor wenigen Tagen noch hoffte und bangte, dass sie auch ja so klappen, wie ich mir das vorstellte. Manchmal sind Wunschdenken und tatsächliches Ergebnis ja meilenweit voneinander entfernt und meistens exakt dann, wenn nichts schief gehen darf. Wie zum Beispiel vor einer Pop Up Bakery. Da geht dann gerne mal alles schief.

Oder dann, wenn die Zeit für den nächsten abgefahrenen Stuttgart Vier mal 3 Beitrag wieder knapp wird. Verdammte Axt, noch eine Woche? Vielleicht brauche ich diese ablaufende Zeit aber sogar um erst richtig in Schwung zu kommen. Wer weiß? Für „schief gehen“ blieb jedenfalls keine Zeit. Ging nicht. War nicht möglich. Musste doch klappen. Und klappte auch! Wie beruhigend, ich hab das Ganze nicht verlernt.

Doch seit dem letzten Beitrag hat sich einiges verändert. Die Natur zum Beispiel und mit ihr die Zutaten. Beim letzten Beitrag waren wir noch im entspannten Sommermodus mit Auberginen, Beeren, Pflaumen, Tomaten und Co. Können wir den Herbst bitte noch einmal auf Anfang drehen? Oder gleich den Sommer? Jetzt sind wir jedenfalls da, im Herbst angekommen und wir hatten wieder tolle saisonale und regionale Zutaten zur Auswahl.

Die Zutaten für unsere Herbstedition sind:

Kürbis

Quitte

Blumenkohl

Kohlrabi

Trauben

Birne

Ein Schelm wer gleich darauf kommt, welche ich mir wohl ausgesucht habe! Was Anja und Judy daraus ausgewählt haben, erfahre ich erst nach der online Verselbstständigung unserer drei Beiträge heute Abend. Alles was ich bis jetzt weiß ist, dass Anja irgendetwas total Verrücktes am Start haben muss! Damit hat sie mich quasi schon vorher angefixt und gewurmt, denn ich war vom Knacken meiner Lösung zu dem Zeitpunkt noch weit entfernt. Es ist jedes Mal auf´s Neue spannend und macht irre Spaß.

Fies ist das aber deshalb auch, weil wir uns bis zur Veröffentlichung rein gar nichts erzählen dürfen. Gar nix! Aber auch für einen selbst, weil du einfach tuuunlichst aufpassen musst, dass dir auch ja nix zufällig raus rutscht. Von wegen das Ganze auf Instagram teilen! Oder auf Facebook! Wo denkt ihr hin? Aber ich freute mich schlussendlich so über mein Ergebnis und jetzt könnt ihr das vielleicht auch, wenn ihr ein leckeres Rezept für Kürbis-Buchtel-Soulfood sucht. Wenn ich gerade so raus blicke, möchte ich gerne eine Runde warme Buchteln für alle schmeißen. Die helfen bestimmt in jeder Lebenssituation und bei jedem noch so ekligen Schietwetter.

Ich bin auch heilfroh, dass ich auf mein anfängliches Bauchgefühl gehört habe, denn es hat mich letztlich zu einem unfassbar leckeren und schön harmonierenden Rezept gebracht zu dem ich sonst in dieser Form wohl nicht gekommen wäre. Diese Buchteln sind für mich der Inbegriff diesen Herbstes und es gibt nichts, rein gar nichts, was ich an einem verregneten, grauen Tag wie heute lieber essen würde als diese Kürbis-Buchteln mit einer selbst gemachten warmen Vanillesoße!

Es ist ein so einfaches, tiefes Glück mit einer warmen Decke tief eingepackt und Tee schlürfend aus der Wärme in die Kälte zu blicken. Etwas, das ich in letzter Zeit nicht oft so entspannt genieße(n kann). Die ersten Schneeflocken denke ich mir jetzt einfach dazu. Phantasie braucht der Mensch. Und mehr warmes Hefegebäck!

Zutaten für 10-12 Buchteln:

Für Teig und Füllung:

200ml Vollmilch

1 Würfel frische Hefe

500g Mehl

50g Rohrohrzucker

Prise Salz

Geriebene Schale einer halben Zitrone

50g weiche Butter

150g Kürbispüree

1 große Quitte

2 feste Birnen, z.B. Rote Williams

1/2 Vanilleschote

3-4 Pimentkörner

Saft einer halben Zitrone

40g Weinbeeren

2 EL Rohrohrzucker

Vanillesoße:

1/2 Vanilleschote

400ml Vollmilch

100g Sahne

2 Eigelb

40g Rohrohrzucker

2 gestr. TL Speisestärke

Funktioniert so:

  1. Für den Hefeteig die Hefe in die lauwarme Milch bröckeln und unter Rühren auflösen. Mehl, Zucker, Salz, Zitronenschale und Ei in eine große Rührschüssel geben. Die Hefemilch dazu gießen und mit den Knethaken des Handmixers zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  2. Die Butter in Stückchen und das Kürbispüree dazugeben und unterkneten bis sich die Zutaten gut vermengt haben. Das kann ein paar Minuten dauern. Den Teig solange kneten bis er sich vom Schüsselrand löst und zu einer Kugel zu formen beginnt. Dann abgedeckt z.B. im Ofen bei eingeschalteter Lampe etwa 45 Minuten gehen lassen.
  3. Währenddessen für die Füllung die Quitte abreiben, vierteln, schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. Dasselbe macht ihr mit den Birnen. Ich habe Rote Williams genommen, die schmecken schön aromatisch und machen sich hier richtig gut. Quitten- und Birnenwürfel mit Zitronensaft, Vanilleschote, Pimentkörnern und Weinbeeren in einen Topf geben und etwa 10 Minuten dünsten bis die Würfel nicht mehr ganz fest, aber auch noch nicht ganz weich sind. Das duftet! Beiseite stellen zum Abkühlen. Gewürze und Schote herausfischen.
  4. Für die Vanillesoße die Milch mit der halben aufgeschnittenen Vanilleschote aufkochen, vom Herd nehmen und 20-30 Minuten ziehen lassen. Währenddessen den Ofen auf 200 Grad vorheizen und eine Auflaufform für die Buchteln buttern.
  5. Ist der Teig auf die doppelte Größe aufgegangen, einmal kurz auf der bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, dann zu einer Rolle formen und mit einem Messer 10-12 etwa gleich große Stücke abteilen. In den Händen zu einer Kugel formen, etwas flach drücken, einen Esslöffel Füllung hineingeben, den Teig drüber friemeln und zu einer Kugel formen. Die Teigkugeln anschließend in die Auflaufform geben. Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 20-25 Minuten backen, bis die Buchteln oben goldbraun sind.
  6. In einer Schüssel Eigelbe, Sahne, Zucker und Speisestärke glatt rühren. Die Vanilleschote aus der vorbereiteten Milch nehmen und die Eigelbmischung unter stetigem Rühren mit der Vanillemilch aufkochen. Die Soße sollte dann schon etwas eindicken. Vom Herd nehmen und beiseite stellen.
  7. Buchteln noch warm mit Vanillesoße servieren und träumen!

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Aber ehe mir hier noch einer denkt, ich hätte die 4. Zutat neben Kürbis, Quitte und Birne vergessen. Pah, das hab ich nicht! Trauben gibt es zum Glück ja auch in anderen Formen. So hier geschehen hier mit den Weintrauben. Das hab ich mir mal als kreative Freiheit herausgenommen und hoffe von meinen beiden Mädels nimmt mir das keine krumm.

Essen tu ich die Teile allerdings gar nicht gern, weshalb auch ich zu den „Rauspoplern“ gehöre. Fakt ist aber, dass sie einfach einen sehr viel besseren Geschmack an das Gebäck abgeben als, dass man sie weglassen könnte.

Die Buchteln können auch Tage danach noch gut im Ofen bei etwa 150 Grad warmgemacht werden. Falls sie solange überleben. Dann sind sie in Nullkommanix fast wieder wie frisch.

Boahhhh, jetzt aber nix wie hin zu Anja und Judy! Ich kann. und. will. nicht. mehr. warten! Show me all you got, honeys!

Habt es gut!

Eure Sonja

Küchensoundtrack: Heartless Bastards – Only For You

Stuttgart Vier mal 3 – Sommeredition: fructosearmer Auberginen-Schokoladenkuchen mit Beeren!

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Backen / Fructosedingens
Auberginen-Schokoladenkuchen mit sommerlichem Durcheinander

Auberginen. Ich kenne so einige Leute, die sich mit diesem Sommergemüse nicht so recht bis überhaupt gar nicht anfreunden mögen. Zum Teil gehöre ich selbst auch zu diesen Menschen. Ob das an deren Konsistenz liegt? Ich weiß es nicht. Ich finde Auberginen vor allem als Graffiti-Version aber wirklich extrem hübsch anzusehen! Auch sonst bin ich eine große Liebhaberin dieser wunderbaren satten, dunklen Farbe. Aubergine, das klingt in meinen Ohren wahrhaft göttlich.

Doch essen mag ich sie am aller aller ALLER liebsten in nur einer einzigen Variante, nämlich im Ofen gebacken. Das Rezept für die so simplen, aber doch so viel hermachenden Ofen-Auberginen mit Joghurt und Minze ist das mit Abstand am häufigsten von mir gekochte Rezept aus dem Buch „Reisehunger“ von Nicole Stich. Es ist simpel und schnell zubereitet, auch nach einem langen Tag oder späten Feierabend. Dicht gefolgt von gebackenem Feta mit Pul Biber und Koulourakia, den griechischen Keksen mit Sesam und Orangenschale. Ein Glück habe ich gerade einen Teller  mit Safran Risotto neben mir stehen, alles andere wäre jetzt fatal… Ja, ich weiß, am Laptop arbeiten und nebenher essen ist kacke. Kommt ja nicht allzu häufig vor bei mir.

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Zurück zur Aubergine. Denn die ist wichtiger Bestandteil der Zutatenliste für die Sommeredition von… ja, ihr ahnt es schon: Stuttgart Vier mal 3! Die Zubereitung der Tartelettes vom letzten Mal kommt mir noch gar nicht so lange her vor, aber es liegen tatsächlich schon wahnsinnige drei Monate dazwischen. Drei. Ganze. Monate. Ohne Bloggerei zwischendrin.

Dass ich lange nicht mehr geschrieben habe, merke ich dann, wenn ich mich so wie heute dann mal wieder hinsetze und es einfach sprudelt und die Finger über die Tastatur huschen obwohl ich mich erst kurz vorher noch gefragt hatte, wie ich denn nun eigentlich anfangen soll? Nach so langer Zeit ohne Schreiberei. Und urplötzlich liegen so viele Worte, so viele Buchstaben vor mir, die völlig natürlich heraussprudeln. Zack, haste dann plötzlich über 1.000 Wörter in den Laptop getippt. Ich wünschte, dass würde in den Spanisch Aufsätzen in der Schule genauso gut funktionieren.

Nein, ich habe das Schreiben entgegen eigener Ängste wohl doch noch nicht verlernt. Genauso wenig wie das Backen. Ein Glück! Denn gebacken wird hier ja quasi ständig. Schon allein all die Brote, die jede Woche durch den Ofen wandern. Dann noch diverse Tartes, die hier alle gar nicht erscheinen. Zudem habe ich meine Liebe für selbstgemachten Joghurt entdeckt, der so simpel herzustellen ist, dass ich mich nur wundern kann, wieso ich nicht eher darauf gekommen bin. Das zeige ich euch aber ein ander Mal. Ehrenwörtchen. Heute geht es nur um Stuttgart Vier mal 3.

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Auberginen-Schokoladenkuchen mit sommerlichem Durcheinander

Wie schon die letzten Male, so habe ich auch diesmal nicht die reinste Ahnung, was Judy und Anja in ihren Küchen gekocht, gebacken, gerührt oder zusammengeschüttelt haben. Ich weiß es einfach nicht. Habe nicht den leisesten Schimmer. Aber auch diesmal bin ich so neugierig wie immer, denn die Zutatenliste lässt eher auf etwas Süßes schließen als auf große Koch-Eskapaden.

Es ist immer wieder spannend, welch unterschiedliche Sichten und Rezepte hier zusammen treffen und was jede von uns aus den gleichen Vorgaben unterschiedliches zaubert. So haben wir bei einem gemeinsamen Kaffeeklatsch bei Anja neulich beschlossen, die Aktion auch im nächsten Jahr fortzuführen. Vermutlich leicht abgeschwächt, aber darüber wird dann bei einem Kuchen und mehreren Kaffees noch ausführlicher konferiert.

Die Zutaten für unsere Sommeredition sind:

Aubergine

Möhren

Kirschen

Beeren

Tomaten

Zwetschgen

Klingt zunächst sehr harmonisch, nicht wahr? Doch zeig mir mal bitte einer eine Auberginen-Möhren-Tomatentarte mit Kirscheinlage?! Ganz klar: das Ganze schreit doch nur so nach Kuchen!

Ich schusterte mir gedanklich die letzten Tage also schon so einen richtig „kalorienarmen“ Käsekuchen mit Ricotta zurecht. Weil Käsekuchen ja bekanntlich immer geht. Obendrauf dann noch weniger Kalorien in Form einer Mascarponecreme mit heftigstem Beeren-, Kirsch- und Zwetschgen-Einsatz. Das kann doch nur geil sein! Doch ich machte die Rechnung ohne Zutat Nummer 4. Da passte dann nur die Aubergine, aber eben nicht in Form eines Käsekuchens. Weil das wäre dann doch auch für mich etwas arg schräg. Mal ganz zu schweigen von der Farbe des Kuchens. Also denn, es sollte ein Auberginen-Schokoladenkuchen mit Mascarpone-Sahnecreme und wildem Beeren-Kirsch-Zwetschgen-Durcheinander sein.

Klarer Fall, dass ich den Kuchen wieder fructosearm haben wollte. Das geht in diesem Fall auch sehr einfach. Me was happy und vielleicht seid ihr es ja auch? Selbstverständlich müssen da keine Zwetschgen drauf, die sind auch nicht so wirklich Fructoseintoleranz-tauglich. Nehmt das, was euch gut tut. Ich finde vereinzelte Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren genauso ansprechend, hübsch anzusehen und lecker.

Zutaten für eine 18er Springform:

1 Aubergine (ca. 250g)

3 EL Sonnenblumenöl

100g fructosearme Schokolade (z.b. Vollmilch von Frankonia)

etwas gemahlene Vanille

Prise gemahlenes Piment (ich habe ein ganzes Korn im Mörser zerstoßen)

Prise Salz

3 EL ungesüßtes Kakaopulver

3 Eier (Größe M)

50g Reissirup

100g gemahlene Mandeln

1 EL Speisestärke

Für den Belag:

200g Mascarpone

100g Schlagsahne

3 EL Trauben- oder Getreidezucker

Handvoll Kirschen

Handvoll Brombeeren

Handvoll Blaubeeren

ein paar Zwetschgen und/oder Mirabellen

Funktioniert so:

  1. Den Boden der Springform mit Backpapier belegen und die Ränder einfetten. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
  2. Auberginen waschen, halbieren und mit etwas Sonnenblumenöl bestreichen. Einzeln mit Alufolie umwickeln und auf einem Backblech in der Ofenmitte etwa 30 Minuten garen. Anschließend herausholen, auspacken und etwas abkühlen lassen.
  3. Die Schokolade hacken und mit dem restlichen Öl, dem Piment und etwas gemahlener Vanille unter Rühren schmelzen lassen. Zum Schluss das Kakaopulver unterrühren.
  4. Den Ofen auf 180 Grad schalten. Das Fruchtfleisch der Auberginen mit einem Löffel herauskratzen und pürieren.
  5. Die Eier trennen und die Eiweiße mit etwas Salz steif schlagen. Ich reibe dazu meine Rührschüssel vorher noch mit einer halben Zitronen ein, das gibt gutes Karma. In einer anderen Schüssel die Eigelbe mit Reissirup und dem Auberginenpüree verrühren, die geschmolzene Schokoladenmasse unterrühren. Zuletzt den Eischnee, die gemahlenen Mandeln und die Stärke vorsichtig mit einem Teigschaber unterrühren.
  6. Den Teig in die Form geben und 30-40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Wenn an der Stäbchenprobe nichts mehr haften bleibt, ist der Kuchen fix und fertig. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form lösen. Den Kuchen vollständig abkühlen lassen.
  7. Für den Belag die Sahne steif schlagen und unter die schon etwas aufgeschlagene Mascarpone rühren. Zucker nach Belieben hinzufügen und die Masse locker auf dem komplett ausgekühlten Kuchen verstreichen. Mit Beeren, Kirschen und was ihr mögt belegen und et voilá!

Fertig ist der kleine Kuchentraum. Ich frage mich, wieso ich nicht schon eher Schokoladenkuchen mit Aubergine gebacken habe? Der Kuchen ist dadurch wahnsinnig saftig und schmeckt absolut traumhaft. Aubergine und Schokolade zusammen mit dunklen Sommerfrüchten sind eine hervorragend zusammenpassende Kombination. So hinterher gesehen.

Außerdem ist der Kuchen glutenfrei, da ohne Mehl gebacken und in diesem speziellen Fall heißt das das genaue Gegenteil von trocken und brüchig. Ohne Zwetschgen ist er auch noch fructosearm. Hach, was will man denn bitte mehr?

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Bleibt mir nur zu sagen: Pah, was Zucchini im Kuchen kann, kann Aubergine schon lang! Probiert es aus und ihr werdet nicht enttäuscht werden.

Und nun lasst uns wie auch die letzten Male schon freudig zu den Alltagssternen und Judysdelight springen um zu sehen, was die beiden Schönes aus unserer gemeinsam zusammengeschusterten Sommer-Zutatenliste gemacht haben, wer ist dabei?

Süße Grüße

Sonja

Küchensoundtrack: Devendra Banhart – Freely