Stuttgart Vier mal 3 – Sommeredition: die Zutaten!

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Backen

Manchmal knurrt mein Magen so sehr, dass ich, wenn dann endlich etwas Essbares an mir vorbeispringt, kaum etwas herunter bekomme. Und manchmal – also jetzt – , da habe ich so dermaßen viele Worte in meinem Kopf, doch wenn dann mal Zeit zum Schreiben ist, da wollen sie sich noch nicht so recht ihren Weg über meine Lippen bahnen und über meine Fingerspitzen in die Tasten gehauen werden. Manchmal fehlen mir trotz randvollem Kopf die Worte. Insbesondere dann ist das der Fall, wenn ich denn mal einen ganzen freien Tag habe. Nur für mich. Den ich zum Beispiel zum Bloggen nutzen könnte. Das kommt zurzeit nicht oft vor. Aber wenn, dann kommt da aktuell (noch?)nicht so recht viel.

Ob das daran liegt, dass ich täglich mehrere Stunden vor dem Laptop sitze? Dass ich ständig Deutsch, Spanisch, Kroatisch, Englisch spreche und denke, Worte suche, finde und austausche, an Texten feile und als mittlerweile fast-staatlich-anerkannte-Übersetzerin Sprache und Worte laufend aktiv ver- und anwende? Dass ich nicht mehr nur zu meinem privaten Vergnügen schreibe? Beziehungsweise kaum mehr zu meinem privaten Vergnügen schreibe?

Würde man mich auf (m)eine kleine touristisch unerschlossene Insel in Dalmatien, in mein imaginäres kleines traditionelles Steinhäuschen mit Garten (unter toller großer Küche mit Kochinsel) unter meinen riesengroßen Feigenbaum verfrachten, von dem ich jeden Morgen, Mittag und Abend Feigen essen würde, so bin ich mir sicher, ich würde die nächsten fünf Tage durchschreiben. Pausenlos. Okay, mit Ess- und Pipi-Pausen.

Solange das jedoch noch nicht so ist – und ich arbeite an dieser Änderung, das ist gewiss -, spreche ich Grüße aus meiner kleinen Küche ohne Kochinsel im Westen aus und luge hervor zwischen einer Menge Übersetzungen, Backbüchern und fructosearmer Zitronentarte, die gerade für die nächste Kuchenquartett 0711 Pop Up Bakery (pssst, am 30. Juli in der Herbertz´Espressobar!) probegebacken wird. Und auch zwischen Ofen-Auberginen mit Pasta und Tomatensoße, bei der Knoblauch nicht fehlen darf. Man kann ja nicht nur von Luft und Liebe leben. Auch wenn beides gerade reichlich vorhanden ist und aktuell ziemlich viele unglaublich fantastische Dinge passieren!

Auch weil Sommer im Kessel ist, was ihr anhand der Überschrift wohl schon erahnt habt! Ich ahne das jeden Tag, wenn ich nach 19 Uhr aus dem Unterricht oder von der Arbeit komme und die Stufen in den 6. Stock und somit das Dachgeschoss erklimme, auf das den ganzen lieben langen Tag die Sonne knallt. Doch halt, ich beschwere mich nicht! Ich L-I-E-B-E den Sommer und, dass die Story mit der Bikinifigur nicht erst vor der Haustüre beginnen muss.

Auf den Märkten springt uns die fast schon unheimliche Auswahl an Beeren und frischestem Gemüse ins Auge. Ich liebe das und würde am liebsten alles auf einmal in meinem Flechtkorb nach Hause tragen! Backen im Sommer ist schön! Sogar wenn man im Dachgeschoss wohnt! Mit Ausnahmen ab 38 Grad. Deshalb bin ich selbst schon gespannt, was sich aus den Zutaten der Stuttgart Vier mal 3 Sommeredition machen lässt:

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Stuttgart Vier mal 3 – die Sommerzutaten

Ich habe bereits Ideen. Oder hatte bereits welche. Die Hälfte davon habe ich zwischen Erstellung der Zutatenliste mit Anja und Judy und jetzt schon vergessen. DAs ist so ungefähr 14 Tage her. Wenn ich ehrlich bin, dann wurde das Ganze durch die Streichung von Möhren von der Zutatenliste sabbotiert. Aber was willste machen? Tschö Carrot Cake, wäre sicher schön geworden mit uns beiden!

Da wir aber unter der absolut fantastisch-irren Bedingung der Verwendung aller oben aufgeführten Zutaten die Verwendung von Möhren als i-Tüpfelchen doch wieder ins Spiel gebracht haben, besteht immerhin noch die Hoffnung der Erfindung eines absolut einmalig abartigen Kuchens. Ob ich diese wahnsinnige – also noch mehr als sonst schon – Herausforderung annehme, bleibt abzuwarten. Ich mache mir jedoch selbst wenig Hoffnung. Ab und an schadet eine Prise Realitätsverlust…. äh Sinn nicht!

Letztes Jahr gab es an dieser Stelle aber immerhin einen Kuchen, den ich so vor fünf Jahren vermutlich auch noch nicht gebacken hätte: Auberginen-Schokoladenkuchen.

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Auberginen-Schokoladenkuchen mit sommerlichem Durcheinander

Arm an Fructose, aber reich an Geschmack! So wie sich das gehört. Vor etwa einem Monat habe ich daraus erst kleine Kuchen im Glas gezaubert, von denen noch zwei Stück übrig sind. Wir hatten Schrumpel-Auberginen Alarm bei Pois und falls mal Kuchenknappheit herrschen sollte oder der Kuchenhunger groß ist, aber die Zeit oder Lust knapp bemessen. Vielleicht zaubere ich ihn ja noch einmal zur Pop Up Bakery… Wir werden sehen!

Spielregeln:

Aus den sechs oben vorgegebenen Zutaten, müssen drei ausgewählt und im Rezept verarbeitet werden. Mehr Zutaten sind möglich, weniger nicht. Bitte teilt uns am 17. August mit einem Link auf Anjas, Judys oder meinem Blogpost euren Link zum Rezept mit.

Wichtig: ihr müsst nicht zwingend einen Blog haben, jeder darf mitmachen! Egal woher. Aus den vorgegebenen Zutaten solltet ihr einen Gang eurer Wahl kreieren. Ob Vorspeise, Hauptgang, Dessert oder Zwischengänge, ist dabei ganz euch überlassen.

Auf Instagram könnt ihr eure Beiträge gerne mit den Hashtags #stuttgartviermal3 kennzeichnen, damit wir sie auch dort finden.

Machst du mit?! Dann denk dran, dass der Kuchen oder Cocktail oder die Vorspeise oder die Focaccia – echt ein seltsam aussehendes Wort… – oder Suppe oder Käsekuchen oder Flammkuchen oder Buddha Bowl oder die vor Gluten und Kalorien nur so strotzende Pizza auch einfach nur drei der oben genannten Zutaten beinhalten darf. Bitte gib keine weiteren Obst oder Gemüsesorten hinzu, das mögen unsere ausgewählten Stars da oben nicht so.

Du kannst dafür nach Belieben eine Menge Gluten, Hack, Möhrchen, Butter, Fructose und wenn du möchtest sogar ganze zehn Eier hineingeben. Die Fantasie kennt keine Grenzen!

Wenn du es schaffst alle (!) oben genannten Zutaten in dein Rezept zu packen und trotzdem ein schmackhaftes Ergebnis auf den Teller zu bringen , dann darfst du im Herbst eine Obst- oder Gemüsesorte deiner Wahl mit in den Zutatentopf werfen. Darf auch abgefahren sein, sollte nur möglichst irgendwie saisonal zu beschaffen sein. Soll heißen: Erdbeeren aus Spanien wären nicht so cool.

Jetzt verziehe ich mich aber wieder in die Küche. Der Mürbteig für die Zitronentarte ist nämlich schon kühl, der Abend schreitet voran und der Kuchen will in den Ofen befördert werden. Bruno singt sich warm und wenn ich jetzt nicht weitermache, gibt es morgen früh keinen Tagesretter für vokabelreiche Durststrecken in Englisch oder Spanisch.

Habt es fein!

Eure Sonja

Küchensoundtrack: Bruno Mars – 24 Carrots

 

Stuttgart Vier mal 3 – Frühjahrsedition: fructosearmes Waldmeister-Spinat Törtchen mit Rhabarber Curd!

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Backen

Zum Haare raufen, es war einfach zum H-A-A-R-E raufen! Das Backen für die Frühjahrsedition Stuttgart Vier mal 3 war für mich in etwa vergleichbar mit dem Zustand kurz vor einer Pop Up Bakery, wenn jedes klitzekleine, im Grunde absolut todsichere Ding plötzlich nicht mehr klappen will. Einfach so. Aus heiterem Himmel. Weil die Windrichtung nicht stimmt, die Sternkonstellation eine andere ist als sonst, man die glückbringenden Herzchensocken dabei nicht trägt oder morgens ausnahmsweise mal nicht aus seinem Lieblingskaffeebecher getrunken hat!

Der Endboss während dieser Folge Stuttgart Vier mal 3? As simple as Sahne! Einfach nur schlichte, feinste Sahne von Kühen, die auf grünen Wiesen standen und ein nettes Leben mit schöner Aussicht verleben durften. Allein die oben genannten Szenarien kommen dabei für mich als Möglichkeiten hierfür in Frage. Anders ist nämlich nicht zu erklären wie diese Sahne einfach mal nicht steif werden wollte. Nicht  nur einmal. Nein, zweimal! Beim dritten Mal war ich dann kurz davor vorher noch eine Runde beten zu gehen oder eine kleine auf-Knien-in-die-Küche-rutsch-Runde hinzulegen. Nur, damit ich Glück habe und die Sahne mal wieder steif wird.

„Kurze Notiz in Sachen Stuttgart Vier mal 3: ich kann keine Sahne mehr aufschlagen. Schon das zweite Mal! Ich zweifle gerade an meiner Existenz.“

„Ohhh, das kenne ich. Kann ich auch nicht. Bitte nicht verzweifeln!“

„Liegt bestimmt am Wetter.“

Fragen, die ich mir dabei stellte: sind wir einfach nicht mehr kompatibel, wir zwei? Hast du mich hinter deinem Etikett-Rücken schlecht über dich reden hören? War es womöglich eine Trotzreaktion? Was habe ich dir eigentlich getan?!?! Oder lag es am Waldmeister… diesem Jungspund, der alles andere als grün hinter den Ohren ist? Wart ihr euch einfach nicht grün?

Angesichts dessen, dass ich kürzlich erst in ein tiefes Pancake-Loch gefallen war, aus dem ich nur mühsam wieder hinaus fand – sie wollten mir einfach nicht mehr gelingen – hielt ich auch die Option für durchaus realistisch, dass ich schlichtweg zu doof war und die Kombination mit das-muss-jetzt-aber-einfach-werden der Sahne den Karma-Rest gab. Dieses Törtchen sollte einfach unbedingt hinhauen! Und die Creme war ein essentiell wichtiger Teil davon, weil sie sich so prima mit allen möglichen Tees, Kräutern und Co. aromatisieren lässt.  Wir wissen alle, wie das endet, wenn man etwas unbedingt will. Genau dann klappt´s natürlich nicht.

Diesmal hatte ich entgegen meiner sonstigen kurz-vor-knapp Back-Performances sogar vor drei Wochen schon mit der Backerei begonnen. Was im Hinblick auf das Sahne-Desaster natürlich ein Glücksfall war. Vergangenes Wochenende wäre das nix für meine Nerven gewesen, ich sag´s euch. Meine anfängliche Idee eines rohveganen Blumenkohl-Kuchens mit Mangocreme habe ich direkt wieder verworfen, denn die wäre in fructosearm und gut verträglich nur schwer realisierbar gewesen. Das hatte für mich diesmal allerdings Priorität. Ich bin letztlich meiner zweiten Idee treu geblieben.

Es sollte es ein fructosearmes Törtchen mit Spinat-Biskuitboden werden, denn diese Idee geisterte mir bereits seit meinem damaligen Besuch im Kieztörtchen in Dortmund durch den Kopf. Den Geschmack dieses Kuchens habe ich noch heute im Mund. Es war ein Spinat-Biskuit mit wunderbar erfrischender Zitronencreme als Füllung. Wahnsinnig lecker!

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Diesen Boden habe ich schlussendlich ganze 3x gebacken und den/die/das Curd 2x zubereitet bis ich den Kuchen endlich so zusammensetzen konnte wie ich wollte. Nicht, weil beides nicht bereits beim ersten Mal perfekt gewesen wäre – wie bereits erwähnt, gilt meine Liebe all jenen Rezepten, die sofort pannenfrei in fructosearm klappen. Ich schiebe das allein auf mein (in diesem Fall äußerst mieses) Zeitmanagement. Es war immer alles zu unterschiedlichen Zeiten fertig oder die Sahne wollte mal wieder nicht. Natürlich war gerade dann bereits später Samstagabend…

Hier nochmals unsere Zutatenliste für die Frühlingsedition von Stuttgart Vier mal 3. Nach einem Blick auf unsere Zutatenliste stand der Grundstein für das Törtchen und meine drei Komponenten:

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Der Rest ging dann ziemlich fix. Mango fiel als nicht gut verträgliche, wenn auch unglaublich leckere Frucht von vorne herein weg. Rhabarber sollte es also sein. Rhabarber ist unglaublich vielseitig und einer der Frühlingsboten schlechthin, ich liebe ihn! Und er ist sehr gut verträglich bei Fructose Intoleranz. Ich wählte ihn als einen Teil meiner Füllung und testete den angeblich süchtig machenden Rhabarber Curd meiner lieben Kessel-Kollegin Tricky Tine als fructosearme Variante aus. Es klappte! Und war noch dazu köstlich!

Und ja, er macht dezent süchtig. Zumindest möchte ich ihn nun mit weiteren Obstsorten versuchen. Ich liebe es, wenn fructosearme Varianten nicht fructosearmer Rezepte sofort problemlos funktionieren, weil das keinesfalls selbstverständlich ist. Oft muss man noch an verschiedensten Ecken schrauben und auch die Konsistenz der Teige leidet, vor allem wenn man mit Traubenzucker backt. Deswegen mache ich das auch nicht mehr, Getreidezucker ist hier einfach die viel bessere Option. Was die Backeigenschaften betrifft verhält er sich nämlich nicht anders als Haushaltszucker. Nun denn, du allertollster Curd, du solltest es sein!

Lasst euch nun bitte nicht erschlagen von den drei einzelnen Rezepten in Folge. Ich habe es extra so gemacht um euch nicht mit einem einzigen ellenlangen Rezept zu erschlagen und weil man die Komponenten auch unabhängig voneinander machen und auch ganz anders kombinieren kann.

Allein der Rhabarber Curd bietet einige Möglichkeiten. Ich habe ihn zusätzlich als Brotaufstrich, aber auch als Beigabe in meinem allmorgendlichen Joghurt gegessen. Meine Kollegin hat ihn sogar pur als kleines Dessert am Nachmittag ausgelöffelt. Der Spinatboden lässt sich mit vielerlei Cremes und Füllungen füllen und ist definitiv auch ein optisches Highlight, denn er sieht einfach wunderschön aus mit seiner sattgrünen Farbe!

Und die Waldmeistersahne passt gerade jetzt im Frühling sehr gut zu den ersten regionalen Erdbeeren und bringt eine ungewöhnliche Geschmackskomponente. Probiert es unbedingt mal aus, wenn ihr frischen seht!

Zutaten für 1-2 Gläser Rhabarber Curd:

300g geputzten Rhabarber mit Schale, in Stücke geschnitten

100ml Wasser

1 kleines Stück Ingwer, geschält

Saft einer halben bis einer Zitrone

2 Eier

4 Eigelb

150 frische Butter, in Stücken

100g Getreidezucker

Funktioniert so:

  1. Die Rhabarberstücke zusammen mit dem Ingwer und dem Wasser in einem Topf aufkochen und 10-15 Minuten sanft köcheln lassen bis der Rhabarber weich geworden ist. Anschließend durch ein Sieb geben und den Saft auffangen. Die Reste habe ich nicht entsorgt sondern in ein Glas gefüllt und für selbstgemachten Fruchtjoghurt verwendet.
  2. Rhabarber- und Zitronensaft auf 170ml abmessen, mit dem Zucker in einem kleinen Topf verrühren und kurz aufkochen lassen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.
  3. Jetzt kommt das Wasserbad und die Kür. Die zwei ganzen Eier in einer hitzebeständigen Schüssel über dem auf keinen Fall (!) kochenden Wasserbad mit den Eigelben verrühren und 1-2 EL Rhabarber-Zitronensaft hinzugeben. Gut verrühren, die Temperaturen müssen sich vorsichtig angleichen, da sonst das Ei gerinnen kann. Dann nach und nach die restliche Flüssigkeit zur Eimasse geben und immer schön verrühren. Dabei auch die Temperatur der Herdplatte etwas höher drehen, bei mir war sie zuletzt auf 1,5. Aber bitte nur schrittweise, das Ganze muss langsam auf Temperatur gebracht werden.
  4. Mit dem Schneebesen rühren, rühren und nochmals rühren. Die Masse muss gaaaanz langsam und sachte erhitzt werden. Nach guten 10-15 Minuten zieht die Masse an und wird puddingartig dick. Jetzt kommen die Butterstückchen dazu, diese unterrühren bis sie geschmolzen ist.
  5. Den Herd ausschalten, die Schüssel vom Wasserbad nehmen, nochmals gut durchrühren und das Curd, wenn ihr es nicht sofort verwendet, in sterilisierte Gläser füllen. Auskühlen lassen.

Zutaten für eine 18cm-Springform Spinat-Biskuitboden:

4 Eier, M

100g Getreidezucker

180g Dinkelmehl

2 TL Backpulver

100ml Vollmilch

70g junge Spinatblätter, geputzt

1 Messerspitze gemahlene Vanille

1 Prise Salz

Funktioniert so:

  1. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Den Boden der 18cm-Springform mit Backpapier auskleiden, die Ränder habe ich mit einem Kragen aus dem übrig gebliebenen Backpapier ausgekleidet.
  2. Eier, Getreidezucker und die Prise Salz einige Minuten luftig schaumig schlagen. Den Spinat mit der Milch pürieren und unter die Eiermasse geben.
  3. Mehl, Backpulver und Vanille in einer Schüssel mischen, über den Teig sieben und alles sanft mit einem Teigschaber verrühren, dass keine Klümpchen zu sehen sind. Teig in die vorbereitete Form füllen und auf der mittleren Schiene 30-40 Minuten backen. Nach erfolgreicher Stäbchenprobe im ausgeschalteten Ofen auskühlen lassen.

Zutaten für die Waldmeistersahne-Joghurtcreme:

300ml Schlagsahne

150g griechischer Joghurt

2 EL Getreide- oder Traubenzucker

2-3 Zweige getrockneten Waldmeister, die abgezupften Blätter davon

Funktioniert so:

  1. Den Waldmeister habe ich zuvor 1-2 Tage getrocknet. Zum Aromatisieren die Blätter von zwei bis drei Stängeln zupfen und in einem geschlossenen Gefäß mit der Sahne über Nacht einlegen.
  2. Sahne durch ein Sieb geben und die Waldmeisterblätter entsorgen. Die Sahne steif schlagen und anschließend mit Joghurt und Zucker verrühren.

Törtchen zusammensetzen:

  1. Den Spinatboden mithilfe eines großen Brotmessers 2x längs durchschneiden. Die oberen Böden zur Seite legen. Auf den untersten Boden erst einen Teil des Rhabarber Curds verstreichen, anschließend eine Schicht der Waldmeistersahne darüber geben und ebenfalls fast bis an den Rand verstreichen.
  2. Nun vorsichtig den zweiten Boden darauf geben und ebenso vorgehen. Den letzten Boden ebenfalls vorsichtig auflegen und den Rest der Sahne darauf verstreichen. Wer möchte kann das Törtchen natürlich auch komplett mit der Sahne-Joghurtcreme einkleiden.  Als natürliche Dekoration habe ich oben noch einige Waldmeisterblätter aufgelegt. Einfach, weil es so hübsch und natürlich aussieht.

Lasst euch bitte nicht abschrecken, der/die/das Curd ist wirklich einfach herzustellen, man darf nur niemals den Herd auf Turbo schalten, sonst ist alles für´n Arsch *hust*. Also lieber langsamer, das ist eine todsichere Variante.

Beim ersten Mal war ich derart übervorsichtig, dass es sogar ganze 30 Minuten gedauert hat bis der/die/das Curd-le die gewünschte puddingartige Konsistenz entwickelt hat. Zwischendrin zweifelte ich bereits an meiner Existenz, aber die Ausdauert lohnt sich wirklich. Wozu braucht man auch einen Tennisarm, wenn man einen Rührbessen-Curd-rühr-Arm haben kann? Die Geduld hat sich 10x ausgezahlt, denn der Curd schmeckt einfach fantastisch!

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Als weitere Zutat brachte ich Waldmeister mit ins Spiel, denn wenn nicht im Mai, wann denn dann? Wir hatten ihn alle drei noch nie verwendet, schon gar nicht als frisches Kraut. Also stürzte ich mich zunächst in die Recherche und besorgte mir bei Schüttgut ein wunderbares Exemplar, das mir noch immer Freude macht. Auf etlichen Seiten las ich Warnungen und das man ja blooooß nicht die Stängel in die Flüssigkeit hängen lassen sollte! Deshalb hängt Waldmeister auch immer kopfüber in der Bowle. Also Obacht, nich?

Fest steht, Waldmeister ist ein geheimnisvolles Kraut und gibt seinen Geschmack nicht so einfach an den Erstbesten preis. Man muss schon ein bisschen was dafür tun um ihm sein besonderes Aroma zu entlocken. Man muss ihn bezirzen! Waldmeister soll früher übrigens als Mittel gegen dämonische Kräfte verwendet worden sein. Spooky! Dämonisch gut aber ist das Ergebnis, wenn man ein bisschen Geduld hat.

Im frischen Zustand schmeckt er jedenfalls nach nicht besonders viel und gibt auch sein unverwechselbares Aroma nicht preis. Hmpf! Ich habe es probiert. Also trocknen. Getrocknet legt der Gute dann auch so richtig los!

Waldmeistersahne stelle ich mir gerade auch zu Erdbeeren sehr fein vor und werde das mit meinem Trockenvorrat definitiv auch noch ausprobieren. Es lohnt sich das Kraut auf dem Markt frisch zu kaufen. Nicht nur weil es dekorativ aussieht, es hat natürlich auch ein viel besseres Aroma als dieses ganze Waldmeister-Kunstaroma-Gedöns in Neongrün. Man kann Waldmeister auch frisch einfrieren, aber wer ein Liliputaner-Tiefkühlfach wie ich hat, ist mit der getrockneten Variante deutlich besser bedient.

Anja schrieb im Chat vorgestern noch etwas vom Untertitel „Pleiten, Pech und Pannen“. Unschwer zu erkennen, dass auch sie sich diesmal nicht ganz so einfach getan hat mit ihrer Idee und deren Umsetzung.

Ich habe wie immer absolut keinen blassen Schimmer, was sie und Judy gebacken oder gekocht haben. Und das fuchst mich jedes Mal. Es ist einfach zu spannend!

13. Mai, Anja schreibt:

„Ich dreh durch… ich krieg das diesmal nicht hin. Dat wird nix!!!!“

Aber sie kriegte es hin. Und Judy auch, sogar ohne weitere Vorkommnisse, Pleiten, Pech oder Pannen. Wir wissen nur noch nicht wer was genau hinkriegte! Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem diese Beiträge und auch eure, wenn ihr welche beigesteuert habt, online gehen. Erst dann lüftet sich das Geheimnis.

Anja verriet Sonntagabend noch Folgendes, das ich mir bildlich sehr amüsant vorgestellt habe. Bitte reiß mir nicht den Kopf ab, liebe Anja, aber den Song musste ich mir selbstverständlich heute noch reinziehen und weil er die ganze Situation in der Küche auch so schön untermalt, muss er natürlich hier auch rein.

Das ist denn nun auch mein Schlusswort:

„So. Ich hab das eine (=Küchengedöns) mit dem anderen (=auf hohen Hacken laufen) verbunden. Jetzt Halbzeit und morgen dann das Finetuning. Das Ganze mit freundlicher Unterstützung aus Kölle. Brings – Super Jeile Zick in Dauerbeschallung (auch der Nachbarschaft). Und das zur besten Sonntagstatortzeit!“

Jetzt ab auf die Blogs von Judy und Anja, ich will endlich wissen, was die beiden und auch ihr da draußen gezaubert habt!

Habt es fein!

Eure Sonja

Küchensoundtrack: Martin Kohlstedt – LEH

Stuttgart Vier mal 3 – Frühlingsedition: die Zutaten! Und ein bisschen mehr.

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Backen

Da schustere ich mir in Gedanken und bei einem Kaffee – mittlerweile grünen Tee – im neuen Mitbringsel aus Düsseldorf, einem wunderschönen dunklen henkellosen Becher der Serie Nordic Coal von Broste Copenhagen,  meine Gedanken für diesen Beitrag zurecht, dann zerschießt eine selten dämliche Anfrage in meinem E-Mail Postfach jeden einzelnen dieser Gedanken, die allesamt irgendwie mehr mit dem nun folgenden Inhalt gemein hatten, als das was jetzt kommt.

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Ich muss es dennoch eben los werden und euch fragen: Wie kann es sein, dass es in diesen fortschrittlichen Zeiten der Internet-Blogkultur noch immer Menschen gibt, die offenkundig meinen, man würde im Gegenzug zu einer Verlinkung (wie unfassbar nett) in Erwägung ziehen, deren noch nicht einmal gelesene Inhalte in Form eines E-Books – kleine Anmerkung: ich finde E-Books nun ja… dezent beknackt, aber sei´s drum – einfach in einen eigenen Blogbeitrag deichseln. Dafür solle man dann auch noch dankbar sein.

Ehrlich, es ist mir nicht klar. Und auch, wenn ich ein großer Fan stets höflicher Antworten bin, manchmal frage ich mich ernsthaft, was sich mancher Zeitgenosse eigentlich so denkt, wenn er einen Blogger anschreibt. Hier geraten die Fronten nämlich oftmals sehr ins Ungleichgewicht und als Blogger soll man immer dankbar sein für alles. Versteht mich nicht falsch, ich bin für vieles dankbar, eigentlich für alles, was ich durch meinen Blog erfahren und erleben durfte, aber ich gebe auch vieles. Und das ist den meisten nicht klar.

Zum Beispiel gebe ich das Kostbarste, was ich besitze: Zeit. Und meine ehrlichen Worte. Auch in diesem Beitrag steckt viel Zeit, genauso wie in allen anderen. Schnell runtergetippte Texte gibt es hier nicht. Das Tüpfelchen auf dem i ist dann noch, als Autor, Fotograf, Koch, Bäcker und somit Ersteller aller hier auf dem eigenen Blog dargestellten Inhalte „einen eigens für Ihre Webseite geschriebenen Artikel zum Thema, den Sie auf Ihrer Seite veröffentlichen können…“ angeboten zu bekommen. Herrlich. Was freue ich mich über dieses exklusiv unexklusive Angebot, danke! Freudenstürme. Applaus. Standing Ovations.

Lieber Anbieter, alle und zwar wirklich alle hier auf dem Blog geschrieben Artikel sind eigens zu den Themen, die ich auf meiner Seite veröffentliche, verfasst worden. Und das auch noch von mir selbst, also höggschtpersönlich wie man hier im Ländle so sagt. Etwas genauso exklusives kann mir nur noch jemand anbieten, den ich nach einem Gastbeitrag frage! In diesem Sinne lehne ich dankend ab, aber nicht ohne die Person noch zu fragen, ob das wirklich ihr Ernst ist? Nicht, dass ich hier mit einer zufriedenstellenden Antwort rechnen würde.

Die Geschichte ist dann nun auch abgehakt und ich trinke weiter meinen abkühlenden Grüntee aus dem wunderbar unperfekten, neu erstandenen Handschmeichler in fast-schwarz, sollte das als Farbe existieren. Im Schee (jeder Schwabe muss diesen Laden schon allein wegen seinem Namen lieben!) in der Düsseldorfer Altstadt hätte ich mich bei mehr Platz und besserer Polsterung im Koffer noch weitaus üppiger ausstatten können. Zum Beispiel mit den wunderschönen Tellern der Serie Nordic Sand, aber – wer kennt es nicht? – ich habe so schon zu viel Zeug Zuhause herumstehen und brauche eigentlich kein weiteres Geschirr mehr. Es wäre zumindest zutiefst unsinnig.

Wohl bloggeruntypisch habe ich nämlich keinen eigens dafür angelegten Props-Schrank in meiner Wohnung stehen (auch das Wörtchen „Props“ gehört nicht zu meinem liebsten Wortschatz), denn alles was ich auf meinen Bildern benutze, das benutze ich auch im echten Leben in meiner Küche, beim Essen. Ich mag es einfach nicht, Dinge nur für Bilder aus dem Schrank zu holen sondern erfreue mich gerne täglich an ihrer Schönheit. Es sind oftmals besondere Stücke, die ich im Urlaub oder in anderen Städten gekauft habe und die mir sofort ein schönes Gefühl geben, sei es einfach durch ihre eigene Schönheit oder weil sie mich sofort an diesen Ort zurückbringen. Bitte an dieser Stelle auch mal die Hände hoch, wer ebenfalls keinen Schrank für Props oder zumindest eine eigens dafür auserkorene Ecke in der eigenen Bude besitzt? Ich möchte hier jetzt was sehen, Leute.

Bestimmt also wird es mein neuer Becher auch mal auf ein Foto schaffen, auf Instagram in jedem Falle. Und ich werde dabei immer an das Wochenende denken, als ich mit Sonja durch die Straßen Düsseldorfs gelaufen bin, wir in diesem irre coolen Markt im japanischen Viertel waren, in dem ich meine erste Bambusmatte zum selber Sushi rollen erstanden habe, sie extra fructosearmen Kuchen gebacken hat, damit ich ihn beschwerdefrei zum Kaffee essen kann oder morgens Bananen-Pfannkuchen mit Traubenzucker gemacht hat, die ich auch jetzt – wieder zurück in Stuttgart – noch genießen kann. Oder an die beste je da gewesene Zug-Verpflegung: Cannelloni mit Hackfüllung, Béchamelsauce und ihrer selbstgemachten Tomatensoße, von der sie mir zwei Gläser mitgegeben hat, weil kulinarische Mitbringsel einfach die schönsten sind. Danke Sonja!

In Düsseldorf wollte ich mit ihr unbedingt zum Carlsplatz, den ich mir gänzlich anders vorgestellt hatte. Viel idyllischer und mit Altbauten drum herum. Entspannt. Vielleicht ein bisschen wie den Gutenbergplatz in Karlsruhe, mit alten Bäumen und einem Brunnen auf dem Platz, der behäbig vor sich hinplätschert. Mit kleinen Geschäften mit Holzvertäfelung, von denen es zweifelsohne schöne Exemplare in Düsseldorf gibt. Selbst gesehen. Ein Ort mit luftigen umherstehenden Marktständen.

Tatsächlich wirkte der Platz eher wie eingepfercht zwischen einem hässlichen Parkhaus, das mich irgendwie an die Außenfassade des Galeria Kaufhof in der Stadtmitte erinnerte, und netten Gebäuden am Rande der schönen Altstadt. Läuft man einmal quer durch, fühlt man sich ein bisschen wie in der Stuttgarter Markthalle als Freiluft-Version. Zwischen den Ständen ist es genauso eng und genauso voll. Also nix mit luftig und behäbig.

Aber die Darstellung der Blumen, die teils zu Pyramiden gestapelt werden, ist irgendwie nett und fällt auf, wenn man nicht halbwegs blind über den Markt rennt. Ich gehe wohl doch einfach lieber auf den Markt- und Schillerplatz hier. Trotzdem ist es eine nette Ecke, die kulinarisch vieles zu bieten hat. Und Blumen, Gemüse, Obst und andere Leckereien gucken ist doch immer schön, egal wo man ist. Auch wenn es hier Absurditäten wie in Plastikfolie eingeschweißte Maracuja gibt. Manches muss man einfach nicht verstehen, egal wo man ist.

Ich habe auf dem Carlsplatz allerdings auch ganz ganz tollen Waldmeister gesehen, den ich zu gerne mit nach Hause genommen hätte. Aber wo kein Platz für Geschirr, da ist auch kein Platz für zarte Pflänzchen. Waldmeister ist nämlich die erste Zutat für die nächste Folge von Stuttgart Vier mal 3!

Hier könnt ihr sehen, welche Zutaten Anja, Judy und ich außerdem für den 17. Mai zusammengetragen haben:

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Im Mai wird die Auswahl an tollem Obst aus heimischem Anbau endlich wieder größer, trotzdem wollten wir in diesem Jahr ein wenig andere Zutaten als im Vorjahr haben, wo beispielsweise Rhabarber und Spinat auch schon dabei waren. Aber auch Zucchini. Deshalb sind diesmal auch keine Erdbeeren als Muss dabei. Erdbeeren können diesmal also andere, wir machen einen auf Mango(ld)! Auch um eine zu große Ähnlichkeit der Beiträge zu den Gerichten/Gebäcken aus dem letzten Jahr zu vermeiden.

Im Frühjahr letzten Jahres hatte ich euch diese Rhabarber Tartelettes mit Spinat, Zucchini-Knusper und Erdbeerkompott serviert:

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Wir finden, dass es trotz fehlender Erdbeeren ein sehr schöner Querschnitt durch den Frühling ist, der mit Zutaten wie Blumenkohl und Waldmeister auch ausreichend Raum für Kreativität und Ungewöhnliches lässt.  Und als weiteren Gegensatz zu 2016, seid auch ihr in diesem Jahr dazu aufgerufen mit euren Kreationen zu einem bunten Stuttgart Vier mal 3-Topf beizutragen!

Wer sich diesen ellenlangen (mit Kurzfassungen habe ich es ja bekanntermaßen nicht so) Beitrag nicht durchlesen möchte, für den gibt es hier nochmals die wichtigsten Spielregeln in kurz und knackig:

Aus den sechs oben vorgegebenen Zutaten, müssen drei ausgewählt und im Rezept verarbeitet werden. Mehr Zutaten sind möglich, weniger nicht. Bitte teilt uns am 17. Mai mit einem Link auf Anjas, Judys oder meinem Blogpost euren Link zum Rezept mit.

Wichtig: ihr müsst nicht zwingend einen Blog haben, jeder darf mitmachen! Aus den vorgegebenen Zutaten solltet ihr einen Gang eurer Wahl kreieren. Ob Vorspeise, Hauptgang, Dessert oder Zwischengänge, ist dabei ganz euch überlassen.

Auf Instagram könnt ihr eure Beiträge gerne mit den Hashtags #stuttgartviermal3 kennzeichnen, damit wir sie auch dort finden.

Daraus lässt sich doch etwas schustern oder nicht? Ich werde mich morgen jedenfalls wieder auf den Markt begeben und die Augen nach mindestens genauso hübschem Waldmeister wie dem vom Carlsplatz offen halten. Der darf dann vorab schon einmal auf meinem Balkon einziehen ehe ich mich dann mit Rezepten daran versuchen werde.

Ich weiß noch nicht genau, welche süße Kombination es letztlich werden wird, freue mich aber wieder sehr auf´s Experimentieren.

Seid ihr dabei?

Liebe Ostergrüße aus dem regnerischen Kessel,

Eure Sonja

Soundtrack: Bruno Mars – It Will Rain (und das tut es auch…)

Stuttgart Vier mal 3 – Winteredition: Bananenbrot-Donuts mit Grünkohl!

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Backen

Ja. Nein. Jein? Ich bin jetzt nicht vollkommen durchgedreht oder so! Ich bekenne mich große und immer größere Liebhaberin von dezent durchgeknallten Geschmackskombinationen mit Gemüse, aber das wisst ihr schließlich nicht erst seit gestern, wenn ihr nicht erst seit gestern hier mitlest. Ich weiß allerdings, dass durch den Artikel bei der Zeit vergangenen Sonntag ein paar neue Gesichter hier dazu gekommen sind und möchte euch alle direkt an meine Kuchentafel einladen! Grünkohl nehme ich nämlich nicht in grünen Smoothies zu mir. Um genau zu sein trinke ich gar keine Smoothies, weder grün noch blau noch rosa. Auch keine Einhorn-Milchshakes.

Ihr würdet die oben genannte Thematik noch ein bisschen besser verstehen, wenn ihr wüsstet, auf was ich erst vorgestern gestoßen bin. Okay. Ich kann nicht anders… Ich habe ein Kuchenrezept mit Blumenkohl im Teig entdeckt! Oh. Mein. Gottle. Habt ihr das schonmal irgendwo gesehen? Gekostet? Gebacken? Oder ist das jetzt wirklich zu irre?

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Bananenbrot-Donuts mit Geheimzutat

 

Wenn es nach mir geht, kann es gar nicht irre genug sein! Aber schmecken muss es natürlich. Das ist das A und O ohne das es hier nicht geht. Blumenkohl kann ich wegen der Intoleranz nicht essen ohne Stunden später das Gefühl zu haben an die Decke zu gehen. Also, so als neuer Stern am Zeppelinhimmel aufzusteigen. Und es nicht noch nicht einmal Wasenzeit. Wohlgemerkt ist das hier in Stuttgarter ja die einzige Saison, in der man dieses Luftschiff am Himmel kreisen sehen kann.

Wegen Blumenkohl an die Decke zu gehen ist kein schönes Gefühl, andererseits vermisse ich ihn aber auch nicht ganz so sehr wie Baklava. Oder mal ein Stückchen Apfelkuchen drüben aus dem Markt am Vogelsang. Trotzdem juckt es mich wirklich extrem in den Fingern und ich werde dieses Rezept ausprobieren sobald mir der kleinste Blumenkohl alive auf dem Markt über den Weg läuft und freundlich beschwingt „grüß Gott!“ sagt. Denn so macht man das ja hier.

Kuchen backen mit Blumenkohl. Ist das zu verrückt? Würdet ihr das essen? Ich würde ja allemal ein Stückchen probieren. Schon allein um zu wissen, wie es so ist. Der Neugierde wegen und um zu sehen ob er wirklich kuchenkompatibel ist, der gutste Blumenkohl.

Und vom einen Kohl komme ich nun zum anderen Kohl, der, wenn man ein besonders schönes Exemplar erwischt auch einfach jedem Blumenstrauß die Show stehlen könnte. An Valentinstag würde er mir glatt noch sehr viel besser gefallen als ein Strauß roter Rosen! Ja, meine Herren, das gibt es. Die sind nämlich gar nicht mein Fall, weil viel zu kitschig und klischeebehaftet. Gelbe dagegen sind schon sehr viel hübscher.

Zurück zum Thema. Wieso ist denn jetzt Grünkohl in diesen Donuts und was hat es damit auf sich? Zum Einen hat mich der Veggie & frei von-Blog schon im letzten Jahr bereits auf die Grünkohl-Brownies angefixt. Zum Anderen ist Grünkohl eine Zutat der saisonalen Liste von Anja, Judy und mir für diese Edition von Stuttgart Vier mal 3 und es ist ein ganz davon abgesehen einfach ein tolles Gemüse! Klarer Fall, dass ich das aufgreife und nach so langer Zeit endlich ausprobieren wollte.

Für die diesjährige Winterausgabe haben wir gemeinsam die folgenden sechs Zutaten festgelegt von denen drei im jeweiligen Rezept verarbeitet werden mussten:

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Stuttgart Vier mal 3 – die Zutaten

 

Manchmal ist es nicht leicht sich zu entscheiden, aber diesmal stand meine Entscheidung sofort fest. Meine Wahl fiel auf Datteln, Bananen und Grünkohl, weil sie am besten miteinander harmonieren und man daraus einfach gut Kuchen machen kann.

Um jedoch noch die Option einer fructoseärmeren Variante hindeichseln zu können, durfte ich dabei die Datteln nicht im Teig selbst verarbeiten sondern das meinen Lesern mit Fructose Intoleranz freilassen können. Natürlich weiß ich, dass man Datteln im Teig ganz einfach weglassen kann, aber ich möchte meine Donuts ja schließlich auch selbst gut essen können ohne hinterher Probleme zu bekommen.

Und wie sich das so eingebürgert hat bei Stuttgart Vier mal 3, war ich mit backen nicht etwa einen Monat vor Beitragsveröffentlichung dran sondern… ähm ja, vorvorgestern. Ich glaube daran sollte ich nochmal feilen… Und ich glaube meine Bloggerkolleg/Innen schlagen gerade die Hände über dem Kopf zusammen. Auch diesmal galt mein alt bewährtes Motto: Es durfte mal wieder nichts schief gehen!

Doch seht selbst:

„Herzinfarkt-Moment: in zwei Biomärkten keinen frischen Grünkohl gefunden! Aber immerhin TK. Steckrübe ist sicherheitshalber noch mit gewandert.“

„Ich war dieses Mal in der Markthalle dafür einkaufen.“

„Hab Samstag alles auf dem Markt bekommen. Sogar regional bis auf eins!“

Verfluchte Axt, keinen frischen Grünkohl in der Grünkohlsaison zu bekommen nenn ich mal richtiges Pech! Und die Steckrübe liegt noch immer an ihrem Platz, mal sehen was ich aus ihr zaubere. Vermutlich Suppe.

„Vielleicht schaff ich´s ja irgendwann mal früher dran zu sein, dann krieg ich das auch hin!“

„Das wird!“

Auch nett, Judy hat vergangenes Wochenende während der Küchenaction versehentlich den Rauchmelder ausgelöst. Anja und ich haben bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags nicht die reinste Ahnung, was genau sie da gemacht hat. Also welches Gericht, was sie sonst dort gemacht hat ist natürlich ganz offensichtlich.

„Judy, deine Küche ist hoffentlich nicht abgebrannt?“

„Alles gut. Ein paar Minuten später ist die Feuerwehr vorbeigefahren, da wurde mir dann kurz heiß! Dachte schon der Feuermelder ist mit der Feuerwehr verbunden.“

„Oh Gott!“

„Ich lach mich schlapp, da wäre mir auch anders geworden!!“

Ganz normale Auszüge unserer Gespräche über Whats App in unserer dazugehörigen Gruppe. Und ich musste nun doch tatsächlich zu Tiefkühl-Grünkohl greifen, denn eine Änderung auf Steckrübe als Zutat war mir dann doch zu heikel und ich wollte auf den letzten Drücker nichts riskieren. Vielleicht verarbeite ich sie ja doch noch zu Kuchen, aber da warten auch noch ein paar Möhren und… ach, alles mögliche andere!

Auf den letzten Drücker sind es dann aber auch doch keine BroNuts geworden. BroNuts ist mein adäquater Kreuzungsname für Brownies und Donuts geworden. Kann man doch so sagen, oder? Klingt zwar spontan eher nach etwas gänzlich anderem, aber mir gefällt´s eben drum ganz gut. Also keine BroNuts heute für euch, sorry! Vielleicht beim nächsten Mal!

Ich versichere euch hiermit aber hoch und heilig, dass diese veganen und ohne Datteln und Bananenchips obendrauf auch fructosearmen Bananenbrot-Donuts es absolut mit ihnen aufnehmen können. Nein, viel mehr noch! Denn alles was in Donut-Form daherkommt, ist ganz grundsätzlich schon absolut anbetungswürdig!

Zutaten für 10 Donuts:

200g Dinkelmehl

2 TL Backpulver

50g gemahlene Mandeln

5 EL ungesüßtes Kakaopulver

80g Getreidezucker

Msp. gemahlene Vanille

Prise Salz

2 EL Sonnenblumenöl

80ml pflanzliche Milch nach Geschmack

125g Grünkohl

1 Banane

1 Tafel Frusano Zartbitter Schokolade

optional:

8 Datteln

ein paar mit dem Nudelholz verkloppte Bananenchips

Funktioniert so:

  1. Ein Donutblech fetten und mit etwas Kakao ausstreuen und den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Frischen Grünkohl oder TK-Grünkohl zusammen mit der Pflanzenmilch pürieren. Ich hatte Kokos-Schoko-Reismilch von Provamel, weil die gerade schon offen im Kühlschrank war, sonst verwende ich für meine Bananenbrote aber auch gerne selbstgemachte Kokosmilch oder Reismilch. Nehmt das, was ihr am liebsten mögt.
  2. Die Banane zerdrücken und mit Zucker, Salz, Vanille und Öl in einer Schüssel mixen. Mehl, Backpulver und Kakao vermischen und in zwei Teilen unter die Zuckermasse rühren. Dabei den Grünkohl mit so viel pflanzlicher Milch zugeben bis der Teig schwer vom Löffel fällt, eventuell braucht ihr hier auch etwas mehr als die angegebene Milchmenge.
  3. Den Teig mithilfe eines Spritzbeutels in die Formen spritzen und die Donuts für 10-15 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Ich empfehle euch nach 10 Minuten anhand der Stäbchenprobe zu prüfen, ob die Donuts schon fertig sind. Falls nicht, weitere 5 Minuten backen. Den Ofen ausschalten und die Donuts draußen abkühlen lassen.
  4. Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und währenddessen die Datteln hacken.
  5. Die Donuts kopfüber in die geschmolzene Schokolade tunken. Gehackte Datteln und Bananenchips darüber streuen und fertig!

Das war´s auch schon! Ich empfehle euch wirklich Grünkohl in Gebäck mal eine Chance zu geben. Das Ganze schmeckt auch nach Kohl oder irgendwie komisch. Gestern habe ich meinen Kollegen zwei Donuts mitgegeben und ich durfte nicht verraten, welche geheime Zutat sich darin verbirgt. Während ihr diesen Beitrag lest, werde ich schon erfahren haben, ob sie es erraten haben oder nicht. Ich tippe jedenfalls eher auf „nein“.

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Bananenbrot-Donuts mit Grünkohl

Und wie das nun so ist am Ende aller bisherigen Stuttgart Vier mal 3 Beiträge, seht ihr ab jetzt und auf alle Zeiten bei Anja und Judy was die beiden mit welchen Zutaten aus der obigen Liste gezaubert haben, denn das erfahren ich auch selbst erst nach Veröffentlichung dieses Beitrags. Also genau genommen exakt jetzt. Am 17. Februar um 17 Uhr. Nicht früher. Nicht später.

Im Übrigen finden wir es ganz roßartig, wie viele von euch so positiv auf unsere Neuerung reagiert haben, denn in diesem Jahr könnt auch ihr da draußen bei unserer gemeinsamen Aktion mitmachen!

Ob aus Stuttgart oder Buxtehude und mit Blog oder ohne ist dabei völlig schnurz! Wenn ihr euch voller Tatendrang in die Küche geworfen und mitgekocht, gebacken, gemixt, gerührt und geturnt habt, dann setzt euren Link hier in die Kommentare oder markiert und auf Instagram mit dem Hashtag #stuttgartviermal3 und wir schustern ein gemeinsames Pinterest-Board mit allen Bildern daraus, damit jeder die Rezepte bestaunen kann.

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In diesem Beitrag könnt ihr euch alles nochmals ganz in Ruhe durchlesen, wenn ihr mögt.

Und wie ich diesen Beitrag tippe ist es gerade Donnerstag um 23:40 Uhr, nein mittlerweile sogar Freitag um 0:12 Uhr. Es wird Zeit für mich.

Habt es fein!

Eure Sonja

Küchensoundtrack: Maroon 5 – Sugar