Baking Bread: ruckzuck Spinatbrot für Singles und Alltagshelden!

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Backen / Fructosedingens
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Nur eine glückliche Fügung hat mich vergangenen Freitagabend dazu verleitet dieses feine Brot zu backen. Ursprünglich hatte ich mir für den Abend vorgenommen das einfachste Brot der Welt in den Ofen wandern lassen, bei dem ich gerade feststelle, dass ich das hier noch gar nicht verbloggt habe…? So ein grünes Exemplärchen sieht aber doch irgendwie auch verdammt interessant aus und man mag ja nun auch nicht immer das gleiche backen und essen.

Der frische Spinat im Kühlschrank tat die restliche Überzeugungsarbeit und ja, warum eigentlich nicht? Es fügte sich alles. Sonja, das backst du jetzt, komm! Das Brot zu verbloggen hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht geplant. Auch währenddessen nicht. Nach dem ersten Bissen mit frisch aufgestrichener Meersalzbutter dann schon. Hmmmmm…

Also tat ich es. Mit Trockenhefe. Der Teig war nach 30 Minuten nicht signifikant aufgegangen und ich hatte es schon fast abgeschrieben, Trockenhefe mag mich wohl nicht so? Dabei kann man da laut Packung ja null komma null null nix falsch machen. Die mutige Bäckerin lässt sich von solchen Nichtigkeiten jedoch niemals nicht abschrecken. Pah, dann halt nicht, elendige Trockenhefe. Im Ofen ist es dafür umso mehr in die Höhe gegangen und sah richtig, richtig gut aus!

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Auch, wenn es “nur” die kleine Kastenform füllte, das kleene grüne Brot ist mein neuer Liebling und ganz nebenbei noch das ideale Single-Haushalts-Brot. Die Größe ist optimal, wenn man nicht gerade eine elfköpfige Großfamilie am Frühstückstisch sitzen hat und keine 7 Tage daran knabbern möchte. Oder es im Zweifel in der Tonne landet, weil es einfach zu groß war für einen alleine. Dabei lohnt es sich immer auch kleine Brötchen bzw. Brote zu backen!

Mein Freund war zunächst skeptisch wegen der leicht grünen Farbe und des Spinats, den er im Gegensatz zu mir nicht sonderlich mag. Was soll ich sagen? Er hat das halbe Brot alleine aufgegessen! Den Spinat schmeckt ihr nicht allzu sehr heraus, er hält sich dezent im Hintergrund, sorgt aber für eine umso schönere, natürlich grüne Farbe.

Zutaten für eine (kleine) Kastenform:

 350g Dinkelmehl

150g frischen Spinat, gewaschen und abgezupft

2 EL Reissirup

1 Pck. Trockenhefe

2-3 EL Olivenöl

2 TL Salz

100ml lauwarmes Wasser (evtl. etwas mehr)

nach Belieben z.B. Hanfsamen, Chiasamen, Kürbiskerne etc.

Zubereitung:

1. Die Trockenhefe mit Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen und den Spinat in einem Blender klein häckseln. Öl, Wasser, Sirup und zerkleinerten Spinat zur Mehlmischung geben und mit den Knethaken des Handrührgerätes grob vermengen.

2. Den bislang krümeligen Teig nochmals mit den Händen gut durchkneten. Wenn der Teig zu trocken ist, schlückchenweise mehr lauwarmes Wasser hinzugeben und kneten bis er geschmeidig ist. Zugedeckt an einem warmen Ort – oder im Backofen bei 50 Grad – ca. 30 Minuten gehen lassen.

3. Ist der Teig aufgegangen (oder nicht) nochmals auf einer bemehlten Arbeitsfläche gut durchkneten und nach Belieben Samen zufügen. Ich habe zwei Teelöffel Chiasamen und geschälte Hanfsamen genommen, das bleibt aber ganz eurem Geschmack und Vorratsschrank überlassen.

4. Das Brot-to-be in eine leicht gefettete Kastenform geben. Hier habe ich den Boden nochmals mit Hanfsamen ausgestreut, das sieht hinterher hübsch aus. Das Brot im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene etwa. 30 Minuten backen bis es leicht gebräunt ist, anschließend herausholen und auskühlen lassen – oder lauwarm noch ein Scheibchen abschneiden und genießen.

Das war´s, ist doch gar kein Hexenwerk oder? Weil ich dieses Brot wirklich wirklich lecker finde – entschuldigt, ich kann es gar nicht oft genug sagen – und es noch dazu nach der Arbeit (oder vor dem Frühstück) schnell gemacht ist, habe ich es gestern Abend gleich nochmal gebacken.

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Diesmal ein bisschen anders, mit Safran, hellem Sesam und Hanfsamen. Etliche weitere Geschmacks- und Farbmöglichkeiten schweben mir da noch vor: Spinat-Vanille, Rote Bete-Kakaobohnensplitter, Kurkuma-Aprikose? Ich werde alles, was ich ausprobiere in diesem Beitrag ergänzen. Vielleicht fällt euch ja auch noch eine super duper gänzlich andere Geschmackskombination ein.

Das Originalrezept habe ich bei Sophia Hoffmann, auch bekannt als OH, SOPHIA entdeckt. Und soll ich euch noch etwas verraten? Den letzten heißen Tipp für heute? Nach einem richtig beknackten Tag ist ausgedehntes Teig kneten die perfekte Entspannung.

Süße Grüße

Eure Sonja

Küchensoundtrack für entspanntes Knet-Yoga: Maximo Park – Parisian Skies

Der gesündeste Schokokuchen, den ich kenne oder: Avocado Schokoladenkuchen mit Bananenfrosting, baby!

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Backen / Fructosedingens
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Verdammt, nun habe ich mich doch zu solch einem reißerischen Beitragstitel verleiten lassen, dabei mag ich sowas nicht. Das Wörtchen “gesund” ist dabei gar nicht mal weit hergeholt, denn es ist hier gar keine richtige Schokolade enthalten, ha! Sondern nämlich nur Kakao. Aber wenn der Kakao mal groß ist, dann wird immerhin richtig gute Schokolade aus ihm.

Ein weiterhin enthaltener Star aus der Manege des Tages ist grün und im Idealfall cremig, zart und buttrig. Ich hatte es sogar heute in der Panzanella, im Brotsalat. Es ist ein Gemüse! Ein sehr wandelbares und vielseitig verwendbares allerdings, die gute alte Avocado. Sie hat ja schon im ein oder anderen Beitrag auf diesem Blog eine nicht unerhebliche Rolle spielen dürfen. Aus Avocado lässt sich ja so unheimlich viel mehr als nur Guacamole machen, findet ihr nicht auch?

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Als Anhängerin der Schokomousse-mit-Avocado-Partei war es selbstredend, dass ich dieses Rezept von Mara von Life is full of Goodies postwendend ins Herz schließen würde. Auch ein Avocado-Limettenkuchen stand schon länger auf der Nachbackliste, aber da fehlt ja gänzlich der Schoko-Aspekt, deshalb musste ich Mara´s Kuchen natürlich den Vorzug geben, ihr versteht?

Natürlich ist dieser Kuchen nicht gänzlich identisch mit dem Original von Mara, er ließ sich nämlich wunderbar in fructosearm abwandeln. Das habe ich direkt genutzt. Für das Frosting habe ich aber keine weitere Avocado sondern einundhalb Bananen vor dem heiligen Kuchenaltar geopfert. So sehr ich das grüne Kerlchen liebe, das wäre mir dann doch etwas zu viel grün im Kuchen gewesen.

Zutaten für eine 25cm Springform:

1 reife Avocado, gut zerdrückt

50g ungesüßtes Kakaopulver

1 Pck. Backpulver

Prise Salz

100g gemahlene Mandeln (oder andere Nüsse)

160g Getreidezucker (von Frusano)

100g griechischer Joghurt

150ml Milch

150g Dinkelmehl

Für das Frosting:

150g griechischer Joghurt

1 1/2 Banane, gut zerdrückt

50g ungesüßtes Kakaopulver

100g Reissirup

2 EL Kakaobohnensplitter zur Deko

Funktioniert so:

1. Eine Springform einfetten und den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

2. Alle Zutaten für den Teig gut miteinander verrühren, in die vorbereitete Springform geben und glatt streichen. Den Kuchen auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten backen, mit der Stäbchenprobe prüfen ob kein Teig mehr hängen bleibt und anschließend komplett auskühlen lassen.

3. Für das Frosting alle Zutaten miteinander zu einer glatten Creme verrühren, evtl. nochmals abschmecken und auf dem kalten Kuchen verstreichen (Überschüsse lassen sich auch lecker im Joghurt weglöffeln). Kakaobohnensplitter drüber und fertig ist das gute Stück.

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Dieser Kuchen trifft sicher nicht jedermanns Geschmack, aber ich bin happy, dass ich ihn nachgebacken habe. Natürlich hat mich dabei nicht der “Gesundheitsaspekt” gelockt, sondern viel eher meine natürlich vorherrschende Neugierde auf alles, was erst einmal ungewöhnlich klingt.

Da werfe ich nur mal Brownies mit Rotwein-Ganache und rosa Pfefferbeeren in den Ring. Auch ein süßer irischer Kartoffelkuchen steht noch auf der Liste. Bei Sauerkraut-Schokolade hört die Neugierde dann aber erst mal auf. Oder…. steht da jemand von euch drauf? Hat da jemand Erfahrungswerte?

Der Avocado-Schokoladenkuchen in meiner Version ist fructosearm, einfach und schnell gemacht. Das originale, nicht fructosearme Rezept gibt es bei Life is full of Goodies (Rezept ist oben verlinkt). Zudem sieht er doch auch echt schnieke aus, oder nicht? Könnte ich den halben Tag lang anglotzen. Die Grundzutaten sind jetzt auch nicht die aller abgefahrensten, so dass er vielleicht auch mal bei spontanem Besuch rechtzeitig auf die Kaffeetafel hüpfen kann.

Habt ihr den Kuchen gebacken? Habt ihr den Kuchen nicht gebacken, aber ihr findet ihn einfach schick? Der Gutste freut sich stets über Komplimente, da schmilzt er trotzt aller Vitalität glatt dahin wie total ungesunde Buttercremetorte in einer lauen Sommernacht. *hihi*

Genug geschwätzt, lasst Taten folgen, schwingt das Tanzbein und habt einen feinen Abend!

Es grüßt wie immer,

die Sonja

Küchensoundtrack zum Mitschwingen: Antony and the Johnsons – Fistful of Love

Fructosearme Bananen-Zimtschnecken mit Walnüssen und Reissirup-Glasur

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Backen / Fructosedingens

Hey ho ho ho und ein frohes neues Jahr da draußen. Hattet ihr einen entspannten Neujahrs-Abend? Für uns endete das Jahr in den Fellbacher Weinbergen, ein schöner Ort um das alte Jahr zu beenden und das frische, neue zu beginnen, nicht wahr?

Von und über gute Vorsätze möchte ich heute keine Predigten halten, denn es gibt wieder frische, fluffig warme Hefeteigwaren. Mit Banane. Und Walnüssen. Zum Reinlegen. Von einer schneeweißen Glasurlandschaft on top möchte ich gar nicht erst anfangen. Wo kämen wir da  mit Vorsätzen hin? Pah…

Das Ganze gibt es auch noch in fructosearm, denn ich muss mal wieder runterschalten. Der Dezember war eher sehr zuckerlastig und gespickt von Sünden. Ja, ich weiß, ist er sicher für jeden, aber mein Bauch muss mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Fructose Intoleranz und so… Ihr wisst Bescheid.

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Ich habe schon gefühlte Ewigkeiten – außer den zweierlei fructosearmen Traumstücken – nichts superduper gut verträgliches mehr nur für mich selbst gebacken. Immer waren es Dinge, man nennt sie in der Fachsprache auch “Kuchen”, die für die anderen bestimmt waren. Für Freunde, Familie, Kollegen und so weiter. Das ist auch super, aber wenn man selbst kaum davon essen kann/sollte/darf/hmpf/pffff/wähähää, dann kann das ab und an schon mächtig nerven. Untertrieben ausgedrückt.

Deshalb gibt es heute, hier und jetzt: fructosearme Bananen-Zimtschnecken mit Walnüssen und Reissirup-Glasur. Ultralange Beitragstitel rocken by the way. Das Rezept ist aus Zucker, Zimt und Liebe´s Backbuch abgewandelt und ich suchte Tag und Nacht nach einer Gelegenheit es endlich einmal ausprobieren zu können. Nur um eines herauszufinden: es lässt sich wunderbar abwandeln.

Jeanny, die Schnecken werden auch so schon fantastisch sein, aber in fructosearm hätte ich mir tatsächlich einen Ottomanen daraus basteln können und ich wäre  nie wieder davon aufgestanden. Nie mehr! Denn wer braucht schon ein bed of roses, wenn er ein bed of fluffig warme, Bananen-Zimtschnecken haben kann? Hm? *irrer Blick*

Ehe ich euch nun aber in die unendliche Bananen-Galaxie entschwinden lasse, muss ich noch ein kleines “Obacht!” aussprechen, denn diese Schnecken sind nicht in fünf Minuten gemacht. Auch nicht in sieben. Das Ergebnis aber lässt euch gänzlich auf fluffig weichen, warmen Bananenwölkchen schweben. Es lohnt sich diese Zeit zu investieren und dafür spreche ich in diesem Fall auch eine Garantie aus! Nämlich sogar.

Zutaten:

160ml Milch
120g Butter
2 EL Sonnenblumenöl
2 1/2 EL Trockenhefe
50g Getreidezucker
Prise Salz
1 Eigelb
450g Mehl
3 Bananen, gut zerdrückt
1 EL Speisestärke
3/4 TL Backpulver
5 EL Sukrin Gold
2 TL Ceylon Zimt
Handvoll gehackte Walnüsse

Für die Glasur:

100g Frischkäse, Doppelrahm
100g Getreidezucker
2 EL Reissirup
1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

1. Milch mit 40g Butter in einem Topf erhitzen bis die Butter geschmolzen ist. Topf vom Herd nehmen und Öl hinzugeben. Gut abkühlen lassen. Anschließend Hefe zugeben, verrühren und etwa 5 Minuten stehen lassen. Das Ganze in eine Schüssel geben; Zucker, Salz, Eigelb, 240g Mehl und Bananemus dazu geben und alles gut vermengen.

2. Weitere 180g Mehl mit der Stärke mischen und zum Teig dazugeben, mit den Händen zu einem Teig kneten. Mit einem sauberen Geschirrtuch abgedeckt auf der untersten Schiene des Ofens bei 50 Grad 1 1/2 Stunden gehen lassen.

3. Das restliche Mehl mit dem Backpulver mischen und zum aufgegangenen Teig geben. Den Teig gut durchkneten. Ist der Teig noch zu klebrig, etwas mehr Mehl dazugeben bis er sich auf einer bemehlten Arbeitsfläche gut ausrollen lässt. Zu einem Rechteck ausrollen.

4. Restliche Butter zerlassen und damit den ausgerollten Teig bepinseln. Mit Sukrin, Zimt und den gehackten Walnüssen bestreuen und von der schmalen Seite her aufrollen. Mit einem scharfen Messer Scheiben abschneiden und in eine gebutterte Auflaufform (bei mir waren es sogar zwei) geben. Da sie noch aufgehen, ruhig etwas Platz dazwischen lassen.

5. Die Schnecken nochmals für 30-40 Minuten bei 50 Grad im Ofen ruhen lassen. Anschließend auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen, bis sie oben leicht gebräunt sind.

6. Für die Glasur alle Zutaten gut miteinander verrühren und auf den noch warmen Zimtschnecken verteilen. Yummy!

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Na, wer sagt´s denn? Geschafft! Jetzt habt ihr euch ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Bananenschnecken verdient und das beste ist, dass ihr keine Bauchschmerzen und Co. davon tragen werdet.

… und wo ich hier gerade so sitze und mich frage, wie lange es her ist, dass ich eine ganz normale, nicht fructosearme Schnecke gegessen habe… ich kann es euch ehrlich nicht sagen. Es ist sehr sehr lange her und ich vermisse es momentan auch überhaupt nicht.

Wir lesen uns bald wieder, habt es gut!

Eure Sonja

Schneckentrack: The Tallest Man on Earth – The Dreamer

Frohe Weihnachten! Sretan Božić!

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Dies und das

Eigentlich sollte ich noch diesen Beitrag und jenen Post schreiben, dieses Bild und jenes Radiointerview dazupacken und von diesem und jenem, aber vor allem von einem ganz besonderen Event berichten. Eigentlich. Stattdessen sitze ich fröhlich vor mich hin grinsend inmitten meiner selbstgemachten vanilligen Weihnachtsgeschenke und packe die letzten Utensilien für die Fahrt nach Karlsruhe morgen zusammen.

Für diesen Beitrag und jenes Bild war die letzten Tage bzw. ich möchte schon fast sagen Wochen keine Zeit, also packe ich es in den Jahresrückblick, den ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen hatte. Über meine Weinlese-Erfahrungen wollte ich ja auch noch schreiben…

Ist das Jahr wirklich schon wieder rum? Gerade bin ich doch noch durch den Klingenberger Schlossberg gesprungen… Diese Zeit löst sich auch immer wieder in Null Komma Null Null Nix auf, oder?

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Wir haben den 24. Dezember 2014 und ehe ich nun wirklich meine 7 Kilo Weckglas-Fraktion einpacke und morgen beschwingt losfahre um die kommenden Tage ausgedehnt im Kreise meiner Lieben zu sein, möchte ich euch noch frohe Weihnachten wünschen!

Nehmt euch viel Zeit, genießt die Tage, redet, lacht, sprecht mit euren Liebsten. Macht euch schöne Momente und tolle Erinnerungen, habt es gut und stresst euch nicht. Der nächste Kuchen kommt bestimmt.

Liebe Grüße

Sonja

Soundtrack: Daughter – Run