Rührkuchenqueens: fructosearme Zitronen-Mohn Donuts mit weißer Schokolade!

comments 5
Backen / Fructosedingens

Willkommen in der Woche des kleinen runden Glücks hoch zehn! Warum auch immer es so war, aber diese Woche stand tagelang im Zeichen des kleinen runden Kringels. Viel zu lang ist es schon her, dass sie ihre hiesige Blog-Premiere im Schokoladen-Kokos Gewand feiern durften.

Etwa ein Jahr her, lösen Bilder dieser Donuts mit glänzender Schokoladenglasur nach wie vor scheinbar Glücksgefühle bei meinen Mitmenschen aus. Nun, manchmal ist das eben so. Ich kann die Fotos ansehen und happy sein. Okay, nicht immer. Heute aber schon, denn heute habe ich eine neu aufgelegte Variante dieses alten Klassikers für euch: einen Zitronen-Mohnkuchen. Genau der, den ihr sonst nur als Kastenkuchen mit dickem Puderzucker-Guss kennt.

Zusammen mit den Mädels von Thank you for eating., Miss Blueberrymuffin, Karens Backwahn und Zauberhaftes Küchenvergnügen habe ich die Rührkuchenflagge gehisst und kurzerhand beschlossen, dass wir als #Rührkuchenqueens und #Rührkuchenretter zwingend etwas für diese leckeren, leider etwas eingestaubten „Allerweltskuchen“ tun müssen, denn Rührkuchen rockt!

IMG_0041

Butter bei die Fische, Kinners, denn ihr wisst es selbst. Die einfachen Kuchen geraten total in Vergessenheit, während alle Welt 15-stöckige Naked Cakes mit ganzem Gemüsebeet obendrauf feiert und ich gebe selbst zu, dass ich mich manchmal etwas schwer tue mit Kuchen, die nicht gerade irgendeine verrückte Eigenschaft haben oder auf welche Art auch immer besonders sind.

Mal davon abgesehen, dass fructosearme Kuchen meist so schon immer irgendwie besonders sind. Es gibt sie da draußen einfach nirgends zu kaufen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ganz normale Kuchen vielleicht keiner (mehr) sehen mag? Bitte sagt nein, denn wenn ich mich so umsehe, dann sehe ich oft die verblüffendsten Kreationen, die ohne Zweifel grandios und manchmal sogar richtig genial sind, mir persönlich oft aber auch zu viel des Guten. Und da sind Motivtorten noch nicht mal miteinbegriffen. *hust*

Wird irgendwann niemand mehr ganz einfache Kuchen backen wollen? Sind die uns zu langweilig geworden? Will die echt keiner mehr essen? Muss es immer höher, schneller, weiter gehen? Muss es nicht. Denn wo oft ganz extrem aufgefahren wird, verlernen viele die Grundlagen und Basics und bekommen zwar die 10-stöckige fancy Schokoladen-Erdnussbutter Torte mit Salzkaramell und kunstvoller, filigraner Schokoladenspitzen-Technik hin, aber keinen vernünftigen Marmorkuchen mehr. Wohl wahr. So… what would Omi do?

Nun, Omi würde wohl auch keine Donuts backen, aber mit unserer Aktion möchten wir zeigen, wie vielfältig ganz einfache Rührkuchenteige dennoch sein können und wie man sie leicht bereichern kann. Deshalb gibt es den Rührkuchen bei mir heute in Form kleiner Donuts. Natürlich geht das auch in laktosefrei, in glutenfrei und Co., und klar kann das trotzdem oder gerade deshalb kreativ, überraschend  und vor allem eines sein, nämlich sehr sehr lecker.

Bei mir gibt es den Rührkuchen natürlich wieder in fructosearm und dabei unheimlich zitronig. Fructosearm natürlich deshalb, weil es mir einfach immer wieder am Herzen liegt zu zeigen, dass arm an Fructose nicht gleichbedeutend ist mit arm an Kreativität, oder gar heißt, dass die Kuchen nicht absolut geil aussehen und auch so schmecken können, denn das können sie durchaus!

Ihr seht also heute den guten alten Zitronen-Mohn Rührkuchen im zeitgemäßen Kleidchen. Sieht doch alles andere als eingestaubt und antiquiert aus, nicht wahr?

Zutaten für 12 Küchlein:

60g weiche Butter

130g Traubenzucker (oder Getreidezucker)

130g Mehl

1 1/2 TL Backpulver

Msp. gemahlene Vanille

2 Eier

20g Mohn

Prise Salz

Abgeriebene Schale und Saft einer Bio-Zitrone

Für die Glasur:

140g fructosearme weiße Schokolade (Frankonia) + etwas weiße Schokolade für die Deko

70g Creme Fraiche

Funktioniert so:

  1. Den Backofen auf 170 Grad vorheizen und das Donutblech gut einfetten und mehlen. Wer keines hat, kann auch kleine Muffins daraus zaubern.
  2. Die weiche Butter, das Salz und den Traubenzucker mit dem Handrührgerät mixen. Da Traubenzucker in Kombination mit Butter gerne mal zum Krümeln neigt, gebe ich direkt ein Ei mit dazu bis sich Butter, Zucker und Ei miteinander verbunden haben und gebe danach erst das zweite Ei dazu und arbeite es erneut gut ein. Lasst euch hierfür ruhig 2-3 Minuten Zeit bis der Teig schön cremig ist.
  3. Mehl und Backpulver hineinsieben, gemahlene Vanille, Mohn, Zitronensaft- und Schale ebenfalls gut unter den Teig rühren.
  4. Den Teig mithilfe eines Spritzbeutels oder Löffels in die Förmchen geben und die Küchlein etwa 25 Minuten auf der mittleren Schiene des Ofens backen. Sie sind durch, wenn der Teig bei leichtem Druck mit dem finger zurückfedert. im Zweifel hilft aber auch hier die Stäbchenprobe. Das Blech aus dem Ofen nehmen, etwas auskühlen und dann die Donuts aus der Form nehmen.
  5. Für die Glasur Schokolade in Stücke brechen, grob hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben. Die Creme Fraiche auf dem Herd erwärmen, bitte auch immer mal wieder umrühren.
  6. Die heiße Creme Fraiche über die gehackte Schokolade geben und so lange rühren bis die Schokolade geschmolzen und ihr eine geschmeidige Creme habt. In diese könnt ihr gern zusätzlich auch noch eine Prise gemahle Vanille geben. Die Schokoladencreme für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen bis sie streichfähig ist.
  7. Die Küchlein mit der Schokoladencreme überziehen und nach Belieben etwas Mohn oder geraspelte weiße Schokolade als Deko darüber geben. Das sieht sehr hübsch aus! Wenn eure Creme noch recht weich ist, dann könnt ihr die Donuts auch kopfüber in ihr Glück tunken.

Das war auch schon die ganze Kunst dessen, was mir hier vor die Linse gehüpft ist. Superleckere, weiche und fructosearme Zitronen-Mohn Donuts mit Schokoladen-Creme-Fraiche. Einfach heißt nicht schnöde und langweilig backen, ganz im Gegenteil! Nachdem sie gestern den Stiftung Mamatest erfolgreich bestanden haben (puh!) und deren Bäckerin freudestrahlend von ihnen abließ war klar: die müssen auf den Blog und in die Welt!

IMG_0050

IMG_0051

IMG_0056

IMG_0057

Diese Donuts sind etwas für euch, wenn ihr die Kombination von Mohn und diesem erfrischenden zitronigen Geschmack genau so sehr liebt wie ich. Ich habe mich in letzer Zeit wirklich sehr nach einem Zitronen-Rührkuchen gesehnt! Generell sind hier auch Zutaten enthalten, die jeder Intoleranzler und auch Nicht-Intoleranzler Zuhause rumstehen haben sollte. Außer eventuell die weiße Schokolade. Das ist lediglich ein weiteres sehr gutes Argument mal wieder einen Ausflug in die einfache Kuchenwelt zu unternehmen. Worauf wartet ihr also?

Ich hoffe natürlich euch gefallen die Donuts! Aber mal ehrlich… seid ihr jetzt auch so gespannt, was die anderen Mädels für rockende Rührkuchen gemacht haben? Lasst uns doch mal gemeinsam rüberlinsen!

Nun könnt ihr euch durch die einzelnen Beiträge der #Rührkuchenqueens klicken. Den schönsten Marmorkuchen findet ihr bei Miss B., einen herbstlichen Zwetschgen Rührkuchen bei Karen, einen marmorierten Nougatrührkuchen bei Froilein Pink und zu Liv´s Peanut Butter Layer Cake geht es hier entlang. Aber Obacht: für möglicherweise aufkommende urspontane Gelüste nach Rührkuchen und ähnlichem sind wir nicht verantwortlich! Wie kämen wir dazu?! Nein nein, ich weise jedwede möglichen besabberten Bildschirme entschieden und mit blinkenden Leuchtschildern wedelnd von mir und verweise entschieden auf eure Vorratskammern, wo ihr sicherlich die schnell zusammengerührte Lösung zu diesem Dilemma finden werdet.

Ich hoffe ihr habt einen schnieken Sonntag! Idealerweise mit einem tollen Kuchen, einem guten Käffchen, einem lieben Liebsten und einem tollen Platz auf der Sonnenseite des Lebens. Genießt diesen wunderbaren Tag und habt es gut.

Süße Grüße (aus Fritteuse wollte ich schon schreiben)

Eure Sonja

Küchensoundtrack: Travis – Side

5 Comments

  1. And its sweet sweet sweet – the ring of donuts, the ring of donuts… ♥
    Ich möchte mir bitte einen an jeden Finger stecken und dann los knabbern – YAM!

  2. Deine Donuts rufen zur Arschbombe auf!
    UUUUNNNNNNNNNNND REIN! HÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜPF!

    Liebe Grüße,
    Pinki

    • Un dos tres! Ich lege dir schonmal ein paar parat, aber nein… eigentlich will ich nicht, dass du sie zerstörst. Dann wäre die ganze Arbeit ja für die Katz gewesen! ;)

      Liebe Grüße
      Sonja

  3. What would Omi eat? Auf jeden Fall so einen Donut! Sieht phänomenal aus, liebe Sonja! <3

    Liebe Grüße, Miss B.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s